Das Johanniskraut – Hypericum perforatum – Der Seelentröster

Das Johanniskraut – Hypericum perforatum

Du wirst dich vielleicht wundern, warum ich dir jetzt das Johanniskraut vorstelle, obwohl es noch lange nicht Blütezeit hat. Seine Zeit kommt erst im Hochsommer, wenn die gleißende Sonne die stärksten Heilkräuter mit ihrer Kraft beschenkt.

Das Johanniskraut rettet momentan mein Seelenleben. Jeden Abend trinke ich ein oder zwei Tassen und spüre dabei, wie es mich erhält, mich tröstet und mir innerlich wieder Licht schenkt. Es sind schwierige Zeiten, vielen von uns geht es momentan richtig schlecht. Ausgangssperren, Familienstreit, Existenzängste, Ängste um die Gesundheit, etc…

Mutter Natur hat uns dieses wundervolle Kraut geschenkt, für die dunkelsten Zeiten. Greif zu und probiere es an deinem Körper und deiner Seele aus. Du wirst sehen, es tut so gut. Das Schöne ist, dass du es in jeder Apotheke als getrocknetes Kraut bekommst. Nimm einfach mit drei Fingern ein wenig vom Kraut, gib es in eine Tasse und übergieße es mit kochendem Wasser. Lass es ca. 10 Minuten ziehen. Wenn du magst, süße dir den etwas herb schmeckenden Tee. Schließe die Augen und träume den Traum dieser Pflanze.

Das Johanniskraut – Hypericum perforatum

Das echte Johanniskraut, Hypericum perforatum, gehört zur Familie der Hartheugewächse. Zu den Inhaltsstoffen zählen Gerbstoffe, ätherisches Öl, Flavonoide und das Hypericin. Bei der Einnahme ist einiges zu beachten: Wenn du schwanger bist, nimm lieber kein Johanniskraut. Wenn du sonnenbadest, trink vorher keinen Johanniskrauttee, denn es kann zu starken Sonnenbränden kommen. Wenn du Medikamente wie zum Beispiel die Pille nimmst, sei dir bitte dessen bewusst, dass das Johanniskraut so stark entgiftend wirkt, dass es die genommenen Medikamente unwirksam machen kann!

Die Wirkung des Krautes ist entgiftend, antiviral, antibakteriell, entzündungshemmend, antidepressiv und blutreinigend. Speziell in schwierigen Zeiten, wenn große psychische Belastungen auftreten, ist es ein kraftvoller Tröster. Es bringt wieder Licht in unsere Zellen, lässt uns träumen und schenkt neuen Mut. Hildegard von Bingen nannte es „die Arnika der Seele“. Du kannst es getrocknet als Tee trinken, aus frischen Blüten kannst du ein Öl (Rotöl) oder eine Tinktur ansetzen. Das Öl tut gut bei Wunden, als Narbenpflege und auch tropfenweise zum Einnehmen als konzentriertes, antivirales Mittel in der Erkältungszeit.

Viele Mythen und Erzählungen ranken sich um das Johanniskraut. Der Beiname perforatum bezieht sich auf die – wie gelöchert aussehenden – Blüten. Tatsächlich sind es die Öldrüsen, in denen das wertvolle rote Öl gespeichert ist. Man erzählte sich der Teufel hätte es mit einer Nadel durchlöchert, weil er so wütend auf die starken Heilkräfte der Pflanze gewesen sei. Das Johanniskraut gehört auch zu den klassischen Mittsommerkräutern, darüber erzähle ich dir aber erst später ein wenig.

Das Johanniskraut – Hypericum perforatum

Genieße die Kraft dieser Pflanze, vielleicht leuchtet sie dir wie ein kleines Licht in dieser Zeit. Alles Liebe ❤

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