Die Balkonkarotte oder: Erfolg ist nicht immer das, was man sieht

Du kennst diese Aussage vielleicht und das passende Bild dazu:

Als ich heute überglücklich mit meinen bloßen Händen in der Erde wühlte, überkam mich pures Glücksgefühl und unendliche Dankbarkeit. Mir wurde bewusst, dass ich mit meinen Kids in einer sehr glücklichen Lage bin. Abgesehen davon, dass wir zu Essen haben und eine Wohnung, deren Miete ich nach wie vor bezahlen kann, kam heute ein ganz neuer Aspekt dazu. Ich möchte dir dazu gern ein wenig über mich erzählen:

Seitdem ich denken kann, musste ich sparen. Bis auf sehr wenige Ausnahmen in jüngeren Jahren, waren Dinge wie ein Urlaub oder größere Freizeitaktivitäten wie Familienausflüge, Skifahren etc. nie drinnen. Essen gehen, Ausgehen, Shoppen… was für viele normal ist, war für mich immer etwas ganz besonderes, dass man vielleicht zwei- oder dreimal im Jahr macht. Trotzdem bin ich (fast) immer zufrieden gewesen, denn ich bin mit knapp vierzig Jahren noch immer schuldenfrei und kann meine Miete und das Essen bezahlen. Ich konnte beruflich heuer das verwirklichen, was lange ein Herzenswunsch war: die Kräuterkurse. Auch wenn sie momentan aufgrund der Krise leider nicht stattfinden können, so weiß ich, dass wieder die Zeit kommen wird, in der ich mit wundervollen Menschen in der Natur sein darf. Auch ich verliere durch die momentane Situation Geld. Trotzdem kann ich die wichtigsten Dinge zahlen und bin dankbar dafür. Mir wurde heute zum ersten Mal in meinem Leben bewusst, dass diese vielen mageren Jahre mich und meine Kinder jetzt unglaublich stärken, denn für uns ändert sich bis auf die Ausgangssperren nicht viel. Wir sind glücklich, denn wir haben uns. Ich habe von Klein auf gelernt zu sparen, aus „nichts“ etwas Gutes zu kochen und daheim kreativ und einfallsreich zu sein, wenn nicht vorhandene Dinge ersetzt werden sollen. Und das macht uns jetzt stark. Vielleicht bist auch du jemand der nie wirklich viel hatte. Verzage nicht, denn du hast unglaublich viel gelernt und genau das kannst du jetzt nutzen. Bleib stark ❤

Aber eigentlich wollte ich dir heut mein Karottenexperiment am Balkon zeigen. Eines vorweg: Ich bin absoluter Neuling was Kulturgemüse angeht. Bitte nimm die folgende Anleitung als das was sie ist: ein Experiment von einem Newbie der sich die Natur nach Hause holen will.

Ich hab wieder ein paar Bilder für dich, um dir die Schritte zu zeigen. Wichtig ist bei den Karottensamen, dass man sie vorkeimen lassen muss. Anscheinend ist es gut, wenn man sie dafür mit Radieschensamen mischt, dann keimen sie besser und schneller. Ich hab dafür ein Marmeladeglas verwendet und ein bisschen Sand und Wasser reingegeben. Das Glas habe ich dann ca. drei Tage verschlossen am Fensterbrett stehen gelassen, bis die Keimlinge gewachsen sind. Du brauchst für die Karotten natürlich einen tiefen Topf, denn sie brauchen Platz nach unten zum Wachsen. Nach ein paar Tagen Keimdauer, hab ich dann die Keimlinge eingesetzt. Ich bin gespannt!

Anmerkung: Die großen Keimlinge im ersten und letzten Bild, sind die Radieschensamen, die Karottenkeimlinge sind um einiges kleiner. Es wird also ein Radieschen – Karottentopf 🙂

Ich wünsch dir viel Freude beim Austesten und viel Kraft, für diese extrem herausfordernde Zeit. Du wirst sehen, du gehst gestärkt, ganz auf deine eigene Art und Weise aus dieser Krise hervor. Und darauf kannst du dich freuen!

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