dazwischen, oder: ein möglicher Ausblick

Eine bessere Überschrift fällt mir nicht ein… Ich fühle mich momentan extrem „dazwischen“. Nicht daneben, ich bin sehr fokussiert und versuche mich jeden Tag auf’s Neue zu stärken und zu erden. Doch die Situation ist viel zu mächtig. Keiner weiß genau wie es weitergeht und die Tatsache, dass ich der Risikogruppe angehöre, macht es nicht unbedingt besser. Wird man mir gar verbieten zu arbeiten? Tausend Gedanken schwirren durch den Kopf. Wann wird endlich die Quarantäne für Tirol aufgehoben? Und gleichzeitig der Gedanke, wenn gewisse Dinge gelockert werden, kommt dann nicht erst die schreckliche Welle, die sie befürchtet haben und tötet zahlreiche Menschen? Wieviele Menschen sind aufgrund existenzieller und privater Umstände, die dieses Virus mit sich bringt bereits gestorben, von denen nirgends berichtet wird?

Ich versuche möglichst klar zu sehen und zu fühlen. Ich versuche die Angst wahrzunehmen, ihr aber keine Allmacht zu geben. Ich versuche an die guten Veränderungen zu glauben, die diese Krise mit sich bringen kann. Ein innigeres Miteinander, mehr Empathie, ein bewussteres Leben im Moment, mehr Respekt den Mitmenschen gegenüber, mehr zuhören, weniger Habsucht, weniger Konsum und damit verbunden ein Bewusstsein, wie wichtig es ist die regionale Wirtschaft zu unterstützen und nicht jeden Blödsinn vom anderen Ende der Welt zu bestellen. Mehr Wertschätzung und bessere Löhne für die „niederen“ Jobs, die nie geachtet wurden. Ein bewussteres Erleben der eigenen Familie. Kindern wahre Werte beizubringen und ihre Anwesenheit und ihr inneres Leuchten wahrzunehmen, selbst in diesen schwierigen Zeiten…

Und ich denke natürlich auch darüber nach, wie es dieses Jahr mit den geplanten Kursen weitergeht. Der nächste wäre am dritten Mai – seitens der Regierung gibt es zu diesem Zeitraum noch kein Statement – doch ich bin mir bewusst, dass er natürlich nicht (zumindest in angedachter Form) stattfinden kann. Ich hab mir überlegt, dass es auch schön wäre, mit ein bis drei Personen Kurse zu halten, sofern dass heuer noch möglich sein kann. Natürlich bringt das Einbußen mit sich, aber mir ist es einfach wichtig, mit dir rauszugehen und ich würde das auch mit Einzelpersonen oder mit zwei Personen machen. Vorerst heißt es allerdings abwarten – denn niemand weiß, wielange diese Beschränkungen aufrecht bleiben. Ich halte auch nicht sehr viel davon, Online Kräuterkurse anzubieten, denn das ist ein bisschen als würde man ein Sachbuch lesen. Super schön als Ergänzung, aber mann muss die Pflanzen an Ort und Stelle wachsen sehen, sie berühren, riechen und wenn möglich kosten. Nur dann erfasst man einen Teil ihres Wesens und kann etwas über sie lernen.

Und wenn ich dann daran denke, wieder draußen zu sein, tief im Wald, verbunden mit der Natur, dann kommt wieder Hoffnung ❤

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