Star of Bethlehem / der doldige Milchstern und meine Reise zu (mit) den Bachblüten

der doldige Milchstern / Ornithogalum umbellatum

Ich habe eine Weile überlegt, ob ich das Schreiben soll. Ich teile hier mit dir zum Teil sehr persönliche Erlebnisse – und doch: es gibt Erfahrungen, die sind so tiefgreifend, dass man das Gefühl hat, wenn man das jetzt schreibt, macht man sich nackt. Doch ich möchte es schreiben, denn nur so kannst vielleicht auch du neue Schritte machen.

Diese wunderschöne Blume ist eine Bachblüte. Ich bin ehrlich, ich weiß nicht sonderlich viel über Bachblüten. Doch wie ich an sie gekommen bin bzw. was sie in mir auslösten, dass will ich dir gerne erzählen. Ich habe in den letzten zwei Jahren 3 Bachblüten genommen: Die erste war Larch (die Lärche), die zweite war Oak (die Eiche) und die dritte war Star of Bethlehem (doldiger Milchstern).

die Lärche im Herbst

Bei meiner ersten Erfahrung mit Bachblüten ging ich ganz nüchtern und sachlich vor. Ich hatte gelesen, dass die Blüte Larch wohl ganz gut den damaligen „Moodswing“ auffangen könnte. Ich fuhr also an einem Novembertag 2018 auf dem Weg in meinen Lieblingswald, bei der Apotheke vorbei und wollte Larch und auch den Star of Bethlehem kaufen, da mir die Kombination gut erschien. Beides musste erst bestellt werden. Also fuhr ich weiter in eines meiner liebsten Waldstücke. Ich ging gedankenverloren im Wald umher, dann zog es mich mitten rein. Es war ein sehr warmer, trockener Novembertag und ich machte es mir im Moos am Fuße einer alten Fichte bequem. Ich dachte an das Bärtierchen, wie glücklich es wohl sein muss, denn es gibt scheinbar nichts, dass ihm etwas anhaben könnte.

Es zog mich tiefer in den Wald hinein, mitten durch’s Gestrüpp. Und da war ich dann und wusste warum: Ich stand vor einer Lärche. Ich hatte in dem Bereich noch nie eine Lärche gesehen, doch an diesem Tag hatte sie mich zu sich geholt. Wie in Trance machte ich Fotos von ihr. Später am selben Tag, nahm ich die Essenz ein.

die Eiche in Blüte

Die zweite Erfahrung mit Bachblüten ist erst kürzlich gewesen: Es war kein besonders guter Tag was meinen Gemütszustand betraf. Vor ein paar Wochen machte ich mich auf den Weg in den Wald um ein paar Kräuter zu sammeln und mich zu entspannen. Ich kam an einer Eiche vorbei und war so fasziniert von der unglaublichen Zartheit ihrer Blüten. Wie kann ein Baum, der soviel Männlichkeit und Stärke ausstrahlt so zarte Blüten hervorbringen? Ich machte einige Bilder und sinnierte noch längere Zeit über den Baum mit seinen wundervollen Blüten.

Zuhause angekommen, schreibt mich eine Freundin an und schickt mir den Link über die Bachblüte Oak (Eiche). Sie meinte, die könnte gut passen für meinen momentanen Zustand. Ich fiel aus allen Wolken. Die Nachricht kam zu dem Zeitpunkt, als ich im Wald vor den Eichenblüten stand und Fotos machte! Natürlich hab ich mir die Essenz besorgt und sie ein paar Mal eingenommen. Es tat sehr gut.

Der Doldenmilchstern / Star of Bethlehem

Und dann ist da noch sie: die „Schockblüte“. Ich hatte sie ja schon Ende 2018 zusammen mit Larch genommen. Auch in der Zwischenzeit immer wieder Mal, in der festen Überzeugung, dass sie doch passen muss. Fehlanzeige, bis gestern hat sich rein gar nichts durch die gelegentliche Einnahme getan. Dazu ist zu sagen: zumindest meine Erfahrung sagt mir, dass Bachblüten, wenn sie passen augenblicklich (!) wirken. Auch eine gute Freundin, konnte mir das einmal bestätigen. Und dann kam gestern. Gestern war kein guter Tag. Gestern war ein tiefgrauer Tag. Ich leide immer noch an den Nachwirkungen meines Burnouts und bin sehr empfindlich, was meinen Seelenzustand momentan betrifft. Gestern kam dann zuviel zusammen. Uralte Verletzungen kamen hoch, das Gefühl der Hilflosigkeit, Wunden die nie verheilt waren, vermischt mit dem Gefühl, dass sich alles auf eine andere Art und Weise wiederholt. Endlos dicht scheinender Schmerz in dem nicht mehr ein kleiner Funken Licht bleibt. Furchtbar. Spät abends klappte ich dann im Bad zusammen. Ich glaube ich heulte eine Stunde durch – ich hatte das Zeitgefühl verloren. Und dann, plötzlich wie ein Lichtstrahl aus dem unendlichen Dunkel schoss mir, dass ich die Bachblüte Star of Bethlehem im Badschrank stehen habe. Ich nahm das Fläschchen in die Hand und hielt es eine Weile einfach nur. Ich war erst nicht mal fähig sie einzunehmen. Bereits durch das Halten, machte sich wieder Licht breit. Ich nahm zwei Tropfen direkt in den Mund. Dieses Gefühl innerhalb eines Bruchteils einer Sekunde, war eines der tiefgreifendsten Erlebnisse, die ich je mit der Einnahme von Pflanzen hatte. Augenblicklich war Licht, Trost und Hoffnung da. Ich fühlte ein unbeschreibliches Gefühl der Wärme, Zuversicht und Geborgenheit. Auch heute noch, ist dieses Gefühl da. Wo gestern noch alles tiefdunkel war ist heute wieder Licht und Freude. Es ist unfassbar, was diese Bachblüte heilt. Und ich hab eines gelernt: Der Zeitpunkt ist das Um und Auf. Du kannst dir noch so sicher sein, dass du diese Pflanze brauchst, aber wenn der Zeitpunkt noch nicht gekommen ist, dann wird auch keine Heilung eintreten.

Danke an den Star of Bethlehem, der mir gestern das Licht schenkte. Danke an Edward Bach für seine unfassbar wertvolle Seelenarbeit, danke dir für’s Lesen ❤

2 Kommentare zu „Star of Bethlehem / der doldige Milchstern und meine Reise zu (mit) den Bachblüten“

  1. Schöner Beitrag. Ich hoffe es geht dir wieder besser und dass du den Star of Bethlehem bei der Hand hast, sollte dieses Gefühl wieder kommen. Danke dass du diese Erfahrung teilst. Ich denke diese Bach Blüte gehört in meine Notfall Apotheke. Ich wusste gar nicht dass er auch zu den Bachblüten gehört ❤️

    Gefällt 1 Person

    1. Danke Michi, ich fühle mich befreit und kann wieder Mut fassen. Es geht mir um so vieles besser ❤️. Die Blüte gehört definitiv in jede Notfall Apotheke und ich freu mich, wenn sie auch bei dir einziehen darf. Ganz liebe Grüße ❤️

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