Der Beifuß / Artemisia vulgaris

Der Beifuß / Artemisia vulgaris

Hui, da gehen die Emotionen hoch, wenn ich an diese wundervolle Pflanze denke. Der Beifuß ist einer meiner Verbündeten. Er begleitet mich seit Anbeginn meiner Suche zu mir Selbst in der Natur. Sein Duft ist berauschend – die zerriebenen Blüten haben etwas kampferähnliches und der Duft steigt einem sofort in den Kopf. Dort arbeitet er auch, denn er öffnet das Kronenchakra.

Er ist ein Hüter der Schwelle. Er verbindet die Welten und bringt Seelen gut von einer Welt in die andere. Die Menschen verwendeten ihn schon immer – vorallem zum Räuchern wurde er für zwei Ereignisse eingesetzt: Bei der Geburt und beim Tod. Bei der Geburt eines Kindes wurde Beifuß von den Hebammen in das Bett der Gebärenden gelegt um das Kind gut über die Schwelle ins Diesseits zu ziehen. Und wenn jemand stirbt wird Beifuß verräuchert um die Seele gut ins Reich der Verstorbenen zu begleiten um zu verhindern, dass Anteile in der Welt der Lebenden hängen bleiben. Als vor 2 Jahren meine Oma starb, hab ich drei Tage lang mit Beifuß geräuchert – es war ein gutes Gefühl ❤

Seelenpflanze Beifuß

Auch als Begleiter für die Meditation ist der Beifuß toll, oder wenn man sich öffnen möchte um seine hellsichtigen Sinne zu aktivieren. Trotz der großen Verbundenheit zum Kronenchakra und den Anderswelten erdet er zugleich. Er hat einen starken Bezug zum Unterleib – zum Ur- und Mutterleib. Er wirkt anregend auf die dort befindlichen Organe, weshalb ihn die Kirche auch lange verteufelt hat. Er wirkt so stark anregend, dass er in der Schwangerschaft nicht geeignet ist! Er hält uns so auf dem Boden und gibt uns in unseren Seelenflügen genug Halt und Erdung.

Eine meiner liebsten Räuchermischungen: Beifuß, Wacholder und Fichtenharz

Die Ureinwohner Nordamerikas verwenden den Steppenbeifuß für vielerlei Dinge, vorallem zum Räuchern. Sie nennen ihn Sage – das bekannte Räucherwerk ist der Beifuß und hat nichts mit unserem mediterranen Salbei zu tun.

Der Beifuß vor der Blüte.

Doch auch auf körperlicher Ebene hat der Korbblütler einiges zu bieten: Er wirkt antibakteriell, antiviral, antiseptisch, verdauungsfördernd und wundheilend. Er enthält viele Bitterstoffe, die gut für die Verdauung vorallem die Fettverdauung sind und die Leber und Galle positiv beeinflussen. Vielleicht kennst du den Beifuß als Gewürz für den Martinsbraten. Der Beifuß ist das letzte Kraut, das im Jahr gesammelt werden darf, bevor sich die Pflanzenwelt ins Reich der Dunkelheit begiebt. Bei den Kelten und Germanen war die Zeit von Anfang November bis Anfang Februar tabu zum Kräutersammeln. Sie waren in ihren Augen unrein, denn sie gehörten der Unterwelt. Gesammelt wird er zum Räuchern zu Beginn der Blüte, ansonsten auch davor oder danach.

Eine durch und durch magische Pflanze, die du unbedingt kennenlernen solltest. Viel Freude dabei und hab ein kuscheliges Wochenende ❤

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