Die Herzbeere – Mehr als nur ein Wildstrauch

Die Herzbeere – oder auch bekannt als Wasserholler, Leberbeere oder Dampfbeere – ist ein zauberhafter Strauch in unseren Wäldern. Auch wenn die Pflanze als giftig bekannt ist, können die gekochten Beeren als Marmelade oder Sirup verarbeitet werden, ähnlich dem Holunder. Die Herzbeeren werden ab Mitte September geerntet, nachdem die ersten kalten Nächte heranziehen. Ihr Geschmack ist eine interessante Mischung aus bitter und frisch, die an rote Ribisel erinnert. Der Geruch der gekochten Beeren mag vielleicht etwas ungewöhnlich sein, aber das Aroma beim Essen ist definitiv einen Versuch wert!
Gesundheitliche Vorteile der Herzbeeren
Die Beeren des Strauchs sind reich an Anthocyanen, die unser Immunsystem stärken und unsere Gefäße schützen. Besonders in der kühlen Jahreszeit, wenn die ersten Erkältungen auftreten, lohnt es sich, die Beeren zu nutzen. Ihre mögliche Wirkung auf die Lunge könnte in solchen Zeiten von großem Nutzen sein. In Osteuropa ist der Gewöhnliche Schneeball (Viburnum opulus) fester Bestandteil der Heilkunde. Hier wird er traditionell als Mittel zur Stärkung des Immunsystems und bei Husten verwendet. Die Beeren haben eine herzstärkende Wirkung, was ich persönlich schon erlebt habe – auch wenn das in der Literatur kaum zu finden ist.
Rezept für Herzbeeren-Gelee
Zutaten:
• 1 kg Herzbeeren
• 500 g Gelierzucker (2:1)
• Etwas Vanille
- Die Beeren gründlich waschen und entstielen.
- Mit etwas Wasser zusammen mit der Vanille in einem Topf aufkochen, bis sie weich sind.
- Die Beeren durch ein feines Sieb streichen, um die Kerne zu entfernen.
- Das Mus mit dem Gelierzucker erneut aufkochen.
- Nach Packungsanweisung des Gelierzuckers sprudelnd kochen lassen und heiß in sterilisierte Gläser füllen.
Viel Freude beim Ausprobieren und Genießen 🙂
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