Der Echte Alant (lat.: inula helenium) ist eine der Pflanzen, die ich erst später auf meinem Kräuterweg kennenlernen durfte. Er findet sich nur äußerst selten verwildert (Gartenflüchtling) – ansonsten ist er eine schöne Staude und häufig in Gärten anzutreffen.
Alant in der Volksheilkunde:
Der Echte Alant war eine von Hildegard von Bingen hochgeschätzte Heilpflanze. Den Alantwein setzte sie vor allem bei Lungenleiden ein, wenn starke Verschleimung vorhanden war.
Auch äußerlich wurde er gegen Schmerzen und Krätze eingesetzt. Das hat ihm auch den Namen Krätzenwurz eingebracht. Weitere alte Namen sind: Gottesauge, Helenenkraut, Edelwurz, Darmwurz und Brustalant. Wie so oft lesen sich aus diesen Namen schon die Anwendungsgebiete heraus.
Verwendet wird vom Alant in erster Linie die Wurzel, die in Wein eingelegt, als Tee getrunken oder verräuchert wird. Die Blätter vom Alant wurden ähnlich wie die Pestwurzblätter leicht an gequetscht auf schmerzende Gliedmaßen aufgelegt. Die versamten Blütenköpfe können in ein Trockengesteck eingearbeitet werden. Auch die Blüten können in kleinen Mengen als Schmuckdroge im Tee oder in Räuchermischungen beigemengt werden.
Alant enthält Inulin in der Wurzel, Ätherische Öle, Harz, Azulen (wie auch die Kamille und die Schafgarbe) und Bitterstoffe.Alant kann schleimlösend, harntreibend, menstruationsfördernd und verdauungsfördernd wirken.
Alantwurzel
Wichtig: Nicht in der Schwangerschaft einnehmen und Vorsicht bei empfindlicher Haut – es kann durch die frische Pflanze zu Hautreizungen kommen!
Alant beim Räuchern:
Alant als Räucherwerk, ist eine wichtige Zutat in lichtbringenden, schützenden und energiegebenden Räucherungen, vor allem rund um die dunkelste Zeit im Jahr – zur Wintersonnenwende. Er zählt zu meinen allerliebsten Räucherpflanzen. Eine Räucherung mit der Alantwurzel erdet tiefgreifend und bringt Licht in die Seele. Er wirkt auf mich sehr schützend, nährend, erhellend und ermutigend. Die (Hell)sinne werden geschärft und er macht offen für Visionen und neue Wege.
Lichtbringende Räuchermischung:
1 Teil Alantwurzel
1 Teil Johanniskraut
1/2 Teil Kiefernharz
Eignet sich für das sanfte Verräuchern am Stövchen, besonders abends. Lässt Lichtpunkte im Inneren wieder erkennen und erhellt das Gemüt. Vertieft die Traumwahrnehmung.
Willst du tiefer in die Welt der Wurzeln und ihren Zauber eintauchen? Dann sei dabei im Workshop Wort und Wurz! Alle Infos findest du hier: Wort und Wurz
Mein Name ist Nadine Bachler und ich lebe mit meinen Kindern in Innsbruck / Tirol. Als Dipl. Wildkräuterpädagogin habe ich es mir zur Aufgabe gemacht, die spannende Welt der Wildpflanzen den Menschen näher zu bringen. Ich orientiere mich an verschiedensten Lehrmeistern, wie Hildegard v. Bingen, Edward Bach, Maria Treben, Dr. Phil. Wolf Dieter Storl, neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen und meinen eigenen, langjährigen Erfahrungen in der Natur.
Es ist eine so große Freude, diese Schätze näher zu bringen und zu zeigen, wie einfach es ist sich an der Naturapotheke, der Pflanzenwelt und dem Wesen Wald zu erfreuen. Ich biete Kräutertouren, Workshops, Kräuterberatungen und eine Ausbildung zum Kräuterkundigen vor Ort in Innsbruck / Tirol und Online an.