Lichtpflanzen für die Seele: Alantwurzel und Johanniskraut in der dunklen Jahreszeit

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Heuer empfinde ich die dunkle Jahreszeit etwas dichter als die letzten Jahre. Wenn im November die Tage nur mehr wenige Stunden dauern, spüren viele von uns, wie die Stimmung trüber wird. Zum Glück schenkt uns die Natur kraftvolle Helfer: Alantwurzel und Johanniskraut. Beide Pflanzen tragen besonders viel Licht in sich und können uns sanft dabei unterstützen, die Seele zu erhellen und innere Dunkelheit ein wenig zu vertreiben.

Alantwurzel am Stövchen

Der Alant (Inula helenium) und seine Wurzel sind bekannt als Lichtbringer. Die Wurzel wird im Herbst gegraben, wenn die Pflanze beginnt sich zurückzuziehen in die Erde. Ihr wärmender und erdender Charakter macht sie zu einem wunderbaren Begleiter in der dunklen Jahreszeit. Sie ist für mich zur Wintersonnenwende der wichtigste Räucherstoff. Ihre ätherischen Öle wirken sanft und doch kraftvoll auf unser Gemüt. Alantwurzel eignet sich für Räucherungen um Zuversicht, Geborgenheit und innere Stärke zu spenden. Der Duft von Alant ist stark und würzig und durchdringt den Körper mit neuer Lebenskraft.

Alant in Blüte
Alant in Blüte

Das Johanniskraut (Hypericum perforatum), mit seinen leuchtend gelben Blüten, fängt die Kraft der Sommersonne ein. Seine Blüten sehen aus wie kleine Sonnen 🙂 Es ist ein bewährtes Mittel bei trüben Stimmungen. In der Volksmedizin wird es seit Jahrhunderten genutzt, um die Seele zu erhellen und sanft stimmungsaufhellend zu wirken. Ein Johanniskrautöl, das aus den frischen Blüten im Sommer gewonnen wird, kann bei nervösen Spannungen, Nerven- und Muskelschmerzen lindern und schenkt Wärme und Geborgenheit, wenn wir uns besonders verletzlich fühlen. Johanniskraut kann ebenfalls verräuchert oder als Tee getrunken werden. Wichtig: Johanniskraut kann die Wirkung von Medikamenten herabsetzen! Daher ist es bei Medikamenteneinnahme nicht zur inneren Anwendung geeignet!

Johanniskraut in Blüte
Johanniskraut in Blüte

Die beiden Pflanzen erinnern uns daran, dass das Licht auch in der dunkelsten Zeit immer bei uns ist – in der Natur und in uns selbst. So mache ich mir gern abends einen Tee aus Johanniskraut und räuchere etwas Alantwurzel am Stövchen, um Licht, Geborgenheit und Zuversicht in mir zu stärken. Probier´s gern mal aus ♥


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Über mich

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Mein Name ist Nadine Bachler und ich lebe mit meinen Kindern in Innsbruck / Tirol. Als Dipl. Wildkräuterpädagogin habe ich es mir zur Aufgabe gemacht, die spannende Welt der Wildpflanzen den Menschen näher zu bringen. Ich orientiere mich an verschiedensten Lehrmeistern, wie Hildegard v. Bingen, Edward Bach, Maria Treben, Dr. Phil. Wolf Dieter Storl, neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen und meinen eigenen, langjährigen Erfahrungen in der Natur.

Es ist eine so große Freude, diese Schätze näher zu bringen und zu zeigen, wie einfach es ist sich an der Naturapotheke, der Pflanzenwelt und dem Wesen Wald zu erfreuen. Ich biete Kräutertouren, Workshops, Kräuterberatungen und eine Ausbildung zum Kräuterkundigen vor Ort in Innsbruck / Tirol und Online an.

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