Salbenrühren ist für mich tief entspannend im Herbst und Winter. Es ist eine wunderschöne Möglichkeit sich mit den Pflanzen auseinanderzusetzen, auch wenn`s draußen still ist auf Wald und Wiese. Zusammen mit dem Räuchern, ist es eine meiner Lieblingsbeschäftigungen mit den Pflanzenkräften. Diesmal hab ich einen kräftigen Kräuterbalsam gerührt, der bei Erkältungen und Verspannungen wohltuend lindern kann. Er wird heuer eines meiner Weihnachtsgeschenke sein an meine Lieben ♥

Kräuter und Harze mit Tradition und Kraft: Die Zutaten im Überblick
- Lorbeer: Viele kennen Lorbeerblätter aus der Küche, doch diese Pflanze kann noch viel mehr! In Salben kann Lorbeer angenehm erwärmend und durchblutungsfördernd wirken. Außerdem hat er antibakterielle, antivirale und pilzhemmende Eigenschaften.
- Wermut: Wermut verwende ich in Salben sehr gerne, aufgrund seiner Inhaltsstoffe. Er kann durchblutungsfördernd, wärmend, abschwellend, entzündungshemmend und schmerzlindernd wirken. Bei Gelenksschmerzen eine Wohltat.
- Zimt: Zimt kann ebenfalls die Durchblutung anregen und erwärmt dadurch angenehm. Sein Duft gibt Geborgenheit und ein wohliges Gefühl.
- Fichtenharz: Das heimische Waldgold der Fichten ist seit Jahrhunderten eine wichtige Zutat in Salben. Das Harz kann die Regeneration der Haut anregen, das Immunsystem stärken und ist sehr wohltuend für die Atemwege. Außerdem hat Harz antiseptische Eigenschaften.
- Ätherisches Öl Cajeput: Abgerundet wird der Balsam mit einigen Tropfen Cajeput. Dieses ätherische Öl kann schleimlösend, auswurffördernd, schmerzlindernd, immunstärkend und entspannend wirken.
Die Basis für den Balsam bilden Olivenöl, Bienenwachs und Lanolin.

So stellst du deinen Kräuterbalsam her
Du brauchst:
- 5 große Lorbeerblätter
- 2 Zimtstangen
- 2 El getrockneter Wermut
- Ca. 15g Fichtenharz
- 150ml Olivenöl
- 15g Bienenwachs
- 10g Lanolin
- 10 – 15 Tropfen ätherisches Cajeput Öl
Zerkleinere die Kräuter und das Harz. Erwärme alles über mehrere Stunden im Olivenöl über einem Wasserbad in einer Schale, oder in einem Salbenoven. Gib deinem Ölauszug viel Zeit – du kannst ihn mehrere Male erwärmen und einmal über Nacht zugedeckt stehen lassen.
Am nächsten Tag erwärmst du ihn erneut und filterst das Öl in ein Gefäß. Wichtig: Das Harz kann in deinem Gefäß Rückstände hinterlassen, die sich nicht mehr ganz entfernen lassen!
Gib nun das fertige Öl wieder zum erwärmen über das Wasserbad oder in den Salbenoven. Nun kommen Bienenwachs und Lanolin dazu. Rühre solange, bis alles geschmolzen ist. Er wenn du es von der Hitze genommen hast, kommt das ätherische Öl tropfenweise unter Rühren dazu.
Gieße deinen fertigen Balsam noch heiß in kleine Döschen oder Gläschen. Verschließe sie erst, wenn der Balsam abgekühlt ist.
Haltbarkeit: mindestens 1 Jahr
Wichtig: Der Balsam sollte nicht bei sehr kleinen Kindern und Schwangeren angewendet werden!

Der fertige Balsam kann dich sanft bei Erkältungen, Verspannungen und vielem mehr unterstützen – viel Freude beim Ausprobieren 🙂
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