Manchmal reichen eigene Erfahrungen und Bücher nicht aus, wenn ich mehr erfahren möchte. So ging ich heute Rat suchend in den Wald, um etwas über den Zugang zu den Ahnen zu erfragen.

Bäume und Sträucher als große Lehrmeister
Seltsam mag es dir erscheinen, einen Baum oder Strauch nach Rat zu fragen… Heuer im Juni, öffnete sich mir ein Tor – der direkte Kontakt zu Bäumen und Sträuchern. Ich hatte ein tiefgehendes Erlebnis bei einer Erle und durfte in ihre dunkle Welt reisen. Dieses Geschenk war so groß und ich bin unendlich dankbar dafür.
Bäume sind sehr weise und wissen wesentlich mehr über die Zusammenhänge der Welt, als wir Menschen. Die „Anderswelt“ ist für sie nicht außerhalb, sondern ein Teil des großen Ganzen. Unser Alltagsbewusstsein klammert diese Bereiche aus, was auch seine Berechtigung hat, denn sonst könnten wir wohl kaum konzentriert Autofahren oder Arbeiten.
Jeder Baum und jeder Strauch hat seine eigenen Themen und seinen eigenen Zugang. So ging ich heute los, um zu erfragen, was es noch braucht, um Menschen einen kraftvollen, sicheren und bewussten Kontakt zu ihren Ahnen zu ermöglichen.
Nach einer Weile, stand ich vor der Haselnuss.

Es zog mich in einen Wirbel, rechtsdrehend und schnell, wie eine Spirale. Erfrischend und aufregend – lebendig durch und durch. Viele Wesen und Stimmen waren zu hören. Der Rat der Haselnuss lautete: Du musst klare und reine Gedanken haben, wenn du mit den Ahnen kommunizieren möchtest. Auch der Körper soll rein sein. (Tue dies am besten mit der Birke.) Denn nur wenn du klar und rein bist, kannst du die richtigen Botschaften hören.
Dann kam ich zum Holunder.

Ich betrat eine dunkle Höhle. Tiefes Schwarz und totale Stille. Ich bemerkte glitzernde Punkte, in hellem Weiß, wie Spinnweben oder Tautropfen. Ein Gefühl der Geborgenheit machte sich in dem Dunkel breit. Der Rat des Holunders lautete: Hab Vertrauen. Wisse, das du behütet bist von deinen Ahnen. Sie hüten deine Wege, um deinen Seelenplan in dieser Inkarnation zu vollenden.
Und die Erle begegnete mir.

Sie zog mich hinunter. Die Erle schiebt und zieht kräftig – körperlich stark wahrnehmbar. Es war neblig und dunkel in ihrer Welt. Ich fühlte an meinen Beinen starken Druck, der sich langsam auf den ganzen Körper ausbreitete. So als würde der Körper sich auflösen wollen. Trotzdem spürte ich einen schützenden Mantel um mich. Der Rat der Erle lautete: Schütze dich beim Kontakt mit den Ahnen und hab keine Furcht! Jedes Leben ist eine Zerteilung der Seele, damit sie sich wieder neu zusammensetzen kann.

Unendlich dankbar ging ich weiter und genoss den zauberhaften Wald. Die Haselnuss, der Holunder und die Erle – sie wissen viel. Wir dürfen uns trauen sie zu fragen, wenn wir unser Herz und unseren Geist öffnen, für die Geschenke und Weisheiten, die sie mit uns Menschen teilen ♥
Jahreskreisfest Samhain am 30.10.2025


