Wenn die Natur die Seele(n) ruft

Wenn ab Ende Oktober, der Wald sein schönstes Kleid für dich anzieht, dann ist sie da – die Zeit der Ahnengeister – Samhain. Buche, Eiche, Lärche und Ahorn weisen den Weg, wie eine lodernde Fackel, ins Innere. Das leuchtende Orange berührt die Seele tief – wenn alles dunkel wird bringt es Wärme, Geborgenheit und entzündet das Licht in unserem Seelenkern. Nicht nur die Blätter leuchten in Orange, auch Pilze, Kürbisse, Mandarinen, Kapuzinerkresse und die letzten Ringelblumen erzählen vom Seelenfunken.
Die Farbe Orange und der Übergang vom Irdischen zum Äther

Hast du schon einmal darüber nachgedacht, warum zu Halloween Orange eine so wichtige Farbe ist? Man sagt, dass die Toten Orange besonders gut sehen können – es ist also eine Einladung an unsere Ahnen, näher zu kommen in der dunklen Zeit. Doch nicht nur in unserer Kultur ist Orange mit der Welt der Toten oder dem Übertritt in andere Sphären verbunden. In Mexiko, wenn Ende Oktober der Dia de Muertos gefeiert wird, ist alles geschmückt mit orangen Blumen: Ringelblume, Tagetes und Chrysanthemen begleiten das Gedenken an die Verstorbenen. Auch in Indien spielen orange Blumen, allen voran der Tagetes eine wichtige Rolle in der Spiritualität: Sie gelten als Mittler zwischen den Welten, als Brücke zwischen dem Menschlichen und dem Göttlichen.
Die Sprache der Natur

Was, wenn die Natur nichts dem Zufall überlässt? Was, wenn der Herbst mit seinen kräftigen Orangetönen eine Einladung an uns ist, tief ins Innere zu blicken, uns mit den Ahnen zu verbinden und unseren Geist zu weiten. Für das Göttliche in und um uns ♥







