Der Holunder – eine uralte Heilpflanze

Der Holunder ist eine der wichtigsten Heilpflanzen im europäischen Raum. Seit Jahrtausenden wird er verwendet um zu lindern und zu heilen. Die große Ehrfurcht und Dankbarkeit der Menschen diesem wunderbarem Strauch gegenüber, macht sich in den Erzählungen aus vergangenen Zeiten bemerkbar:
„Rinde, Beere, Blatt und Blüte,
jeder Teil ist Kraft und Güte,
jeder Teil ist segensvoll!“
Vor dem Holunder, zieht man den Hut, heißt es und wer ihn fällt, der hat Unheil zu befürchten. Hier spiegelt sich die Kraft der Pflanze wider, Gebrechen wie Gicht, Rheuma, Grippe und Fieber zu lindern.
Die Holunderblüten – die Göttin im weißen Kleid

Im blühenden Holunder begegnen wir der Holle in ihrem lichten Kleid. Sie spendet hier Segen, Gesundheit und sanfte Linderung. Die Blüten „öffnen“ unser System (Köper und Geist) damit Krankes hinaus kann. Sie sind schweißtreibend, schmerzlindernd, entzündungshemmend und immunstärkend. Die Blüten des Hollers zeigen sich ab Ende Mai, je nach Gegend bis in den Juli hinein. Wichtig ist, sie bei trockenem Wetter zu sammeln und liegend zu trocknen, damit der wertvolle Blütenstaub erhalten bleibt.
Wie ich Holunderblüten aufbewahre und anwende

Ich bewahre Holunderblüten in einem Schraubglas auf. Lichtgeschützt und eher kühl lasse ich sie so bis zur nächsten Saison stehen. Im Schraubglas bewahren sich Aroma und Inhaltsstoffe sehr gut. Beim Öffnen des Glases durchströmt ein honigsüßer, herber Duft den Körper. Ein Lichtgruß in der dunklen Jahreszeit.

Die einfachste Art ist die Anwendung als Tee. Die Blüten werden mit heißem Wasser übergossen und für 7 Minuten zugedeckt ausgezogen. Der Tee ist wohltuend bei beginnenden Infekten und regt das Schwitzen an. Auch zur Immunsystem-Stärkung trägt er bei. Sein honigsüßer Geschmack braucht keine zusätzliche Süße.

Die getrockneten Blütendolden sind ein kraftvolles Räucherwerk. Am Stövchen entfalten sie einen durchdringenden Geruch, der tief geht und lichtbringend ist, vor allem in der dunklen Jahreszeit. Der Holunder vermag es tiefe Einblicke in die Seele zu schenken. Das kann auch manchmal schmerzhaft sein, jedoch immer heilsam. Er hilft, den eigenen Schatten zu begegnen und sie liebevoll zu umarmen.
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