Das vergessene Wissen der Kräuterfrauen

Die Kräuterkunde des letzten Jahrhunderts war irgendwie anders. Einfacher, unkomplizierter und wenn ich so zurückdenke, mit älteren Menschen über ihre Erinnerungen spreche, oder in alten Schriften lese, auch wirkungsvoller. Keine ausgefallenen Zutaten, keine komplizierten Herstellverfahren, wenige und gut bekannte Pflanzen und vor allem eigene Erfahrung machten das alte Wissen zu etwas Starkem. In den letzten Wochen hab ich mich eingehend mit den Schriften von Maria Treben auseinandergesetzt. Das Buch „Gesundheit aus der Apotheke Gottes“ hab ich schon lange. Die Auflage ist aus meinem Geburtsjahr 1981 und bedeutet mir sehr viel. Oft hab ich darin schon geblättert und doch nicht richtig begriffen. Diesmal war es anders.
Ich stellte mir die Frage, warum man früher die Salben mit Schmalz zubereitet hatte. Natürlich war er gut verfügbar und günstig, doch auch Öle und Bienenwachs waren vorhanden. Es musste also einen Grund geben.
Schmalz als Salbengrundlage

Tierische Fette, allen voran Schweineschmalz, sind unserer Haut sehr ähnlich. Dadurch dringen die so hergestellten Salben tiefer in den Körper ein, als Salben mit Ölauszug und Bienenwachs, so wie wir sie heute in erster Linie in der Kräuterkunde kennen. Die Zubereitung ist denkbar einfach und das Ergebnis wirklich beeindruckend: Eine duftende Salbe, mit angenehmer Konsistenz, die keinen Fettfilm auf der Haut hinterlässt. Für die Zubereitung braucht es nur 2 Komponenten: Frisches Pflanzengut und Schweineschmalz.
Traditionelle Pechsalbe mit Schweineschmalz

Letztens hatte ich Glück ein wenig Kiefernharz auf einer Rinde am Waldboden zu finden – so machte ich daraus eine Pechsalbe:
- 100g Schweineschmalz
- 30g Kiefernharz (oder Fichte, Lärche, Tanne)
Das Schmalz im Topf stark erhitzen, von der Platte ziehen und das zerkleinerte Harz hineingeben. Kurz schwenken und zugedeckt über Nacht stehen lassen.
Am nächsten Tag nochmal erwärmen, bis es flüssig ist und durch ein Tuch filtern.
Die Salben unbedingt kühl lagern!




Jahreskreisfest Ostara zum Frühlingsbeginn – lass uns gemeinsam in die ausgleichende und kräftigende Energie der Tag-Nacht-Gleiche eintauchen, bei einem gemütlichen und inspirierenden Zoom Abend ♥ Es erwarten dich Themen wie Dankesrituale, Kräfte wecken und Frühlingspflanzenbegleiter – auch als Räuchermischung zu dir nach Hause. Schau gern rein – ich freu mich auf dich ♥
Komm mit auf den nächsten Kräuter- und Naturpfad. Gemeinsam entdecken wir heimische Pflanzen, tauchen ein in ihre Welt, erkunden Heilkräfte, Anwendungen und Geschichten. Verschiedene Themenschwerpunkte und ein kleines Skriptum erwarten dich ♥ Schau gern rein – ich freu mich auf dich!



