Pflanzen als magische Begleiter

Für unsere Vorfahren waren Pflanzen mehr als reine Wirkstoffbehälter. Sie waren mächtige, magische Werkzeuge, die Böses in jeder Form abwehren und Gutes anziehen konnten. Aberglaube nennen wir es heute – entziehen sich die Handlungen doch jeglicher wissenschaftlicher Grundlage. Doch was ist, wenn ein Fünkchen Wahrheit darin liegt? Was ist, wenn Pflanzen mehr können, als wir ihnen zutrauen?
Damit eine Pflanze ihr volles, magisches Potential entfalten konnte, war einiges zu beachten: Der Sammelzeitpunkt (Tageszeit, Mondphase, spezielle heilige Tage), wie sie gesammelt wird (mit einem speziellen Zauberspruch, Richtung Osten blickend) und wer sie sammelt (ein Witwe, eine Jungfrau, etc)
Ich möchte dir gerne ein paar Überlieferungen näherbringen, von Pflanzen die du jetzt Ende Mai, Anfang Juni gut entdecken kannst:
Die Einbeere (giftig!)

Wer die Einbeere bei sich trägt, schützt sich vor der Pest und dem „bösen Blick“. Auch über der Eingangstür oder im Herrgottswinkel angebrachte, getrocknete Einbeeren (am besten 3) schützen vor jeglichem Unheil.
Die Schafgarbe

Wenn die Schafgarbe zwischen 11 und 13 Uhr gesammelt wird, schützt sie vor jeder Krankheit. Wenn man krank ist, soll man eine Schafgarbe ausgraben, zu einem Ring vor dem Gesicht formen und durchspucken. Danach setzt man sie wieder in den Boden ein. Wächst sie wieder an, so ist man geheilt.
Die Weiße Taubnessel

Wer eine Taubnessel bei sich trägt, dem wird nichts gestohlen. Wem bereits etwas gestohlen wurde, so bekommt er sein Hab und Gut zurück, wenn er Taubnessel bei sich trägt.
Das Ruprechtskraut

Alleine das Besuchen der Pflanze vertreibt Traurigkeit. Wenn eine Frau das Ruprechtskraut regelmäßig besucht, oder von ihm isst, so wird ihr Kinderwunsch erfüllt.
Der Frauenmantel

Der ausgeschwitzte Tau des Frauenmantels (Gutationstropfen) galt seit jeher als magisch. Alchemisten versuchten mit seiner Hilfe, den Stein der Weisen herzustellen. Wird der Tau der Pflanze morgens auf das Gesicht gegeben, verschwinden Sommersprossen.
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