Die Eberesche – (m)ein Kraftbaum

Seit ich denken kann zieht sie mich magisch an. Wenn im August ihre Beeren korallrot reifen, ist sie kaum zu übersehen – die Eberesche. Früher war sie ein wichtiger Schutzbaum gegen Blitzeinschlag und Unheil. Es gibt allerdings auch Überlieferungen, die genau das Gegenteil berichten – sie soll Blitze anziehen. Ein alter Name ist auch Quickbaum oder Quicke – dieser Wortteil steht für das Lebendige und Erneuernde (sich erquicken kennt ihr vielleicht noch). Das tiefe leicht orangefarbene Rot ist wie das Lebensblut. Aus dem Holz der Vogelbeere wurden Kreuze hergestellt – diese wurden mit roten Bändern geschmückt als Schutz vor dem Bösen. Aus den Beeren lassen sich Kränze und Ketten herstellen. Der Kirche passte der Gebrauch der Eberesche nicht und sie verdammte die Vogelbeere als Hexenbaum (wie auch die Haselnuss und die Erle).
Die Eberesche für mich

Sie ist für mich der schönste und anmutigste Baum von allen. Ihre zarten Blätter brechen das Licht wie kein anderer und ihr Grün ist so besonders, leicht bläulich silbrig. Die korallroten Beeren dringen tief in mein Herz. Es ist als würde Lebenskraft von ihr zu mir fließen, wenn ich sie länger betrachte. Sie schenkt mir so viel Mut, Kraft und Energie. Sie ist für mich wie eine wilde Frau, frei, stark, mutig, präsent und voller Liebe und Güte.

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