Übers Langsamer werden

Die Hektik und Schnelligkeit der momentanen Zeit ist wie Gift für uns Menschen. Auch ich ertappe mich im Stress, der oft keiner sein müsste. Hier noch ein paar Nachrichten checken, da noch „Doomscrollen“ im Social Media. Nebenbei zahlreiche To Do’s die mit Müh und Not erledigt werden. Daueranspannung und Schlafprobleme zeigen sich unwillkürlich.
Wäre da nicht der Wald, wär ich wohl schon verrückt geworden. Was für ein großes Geschenk er uns macht, indem er einfach „ist“. Gerade jetzt im September, ladet er uns ein wieder langsamer zu werden. Die Fülle an blühenden Wildpflanzen zieht sich langsam zurück. Blutrote und tiefschwarze Beeren leuchten aus dem veränderten Grün entgegen. Sie erinnern uns an die Lebenskraft, die in uns steckt.
Weniger ist mehr

Der langsame Rückzug der Pflanzen lädt ein, ruhiger zu werden. Der Blick streift wieder weiter, Gedanken fließen freier, die Luft ist frischer. Der Geist kommt zur Ruhe – wie heilsam das ist! Ein Spaziergang tut der Seele gut, beobachten, wahrnehmen, fühlen. Das veränderte Licht offenbart immer wieder Neues an altbekannten Plätzen. Wie ein Kind komme ich ins Stauen, über den Zauber der jetzt in der Luft liegt.

Die Farben und Formen die sich wieder klarer zeigen, geben Kraft. Loslassen, ausrichten und Energie tanken, für die dunkle Zeit, die sich nach der Tag-Nacht Gleiche langsam öffnet. Eine Schwelle, die ich jedes Jahr gern überschreite, hinein in die inneren Bilder und hoffentlich in echte Präsenz, die sich nicht zu oft in virtuellen Welten verliert. Lass uns wieder mehr „da“ sein 🌀.

Der Jahreskreis schafft Räume für Präsenz – nächstes Fest zur Tag-Nacht Gleiche
Diesen Herbst startet wieder die Räucherausbildung „Im Rauch der Holle“ – bewegende 11 Wochen warten auf dich



