Alle Beiträge von Nadine Bachler

Naturverliebt und wissensdurstig

Berberitzen – Vitamine für den Winter

Gewöhnliche Berberitze / Berberis vulgaris

An meinem Lieblingsplatz im Wald wachsen viele Berberitzensträucher. Das erste Mal so richtig „Kontakt“ mit der Berberitze bekam ich letzten November. Der Strauch hatte kaum noch Beeren und die Blätter waren schon gelb verfärbt. Mit seinen Dornen gab er ein schaurig schönes Motiv ab – als würde er in eine andere Welt entführen wollen.

Zuckerbrot und Peitsche scheint sie in diesem Stadium zu vermitteln. Und tatsächlich ist der Vergleich nicht weit hergeholt: Die Berberitze ist zum einen Teil giftig und der andere Teil heilt und nährt.

Die Berberitze in Blüte im Frühling

Die Beeren der Berberitze findest du momentan sehr häufig an Waldwegen und lichten Stellen im Wald. Du kannst sie sammeln und Marmelade oder Essig daraus machen oder du trocknest sie als Vitaminquelle für den Winter. Im Orient wird Reis mit Berberitzen gekocht und Fleischgerichte werden mit der säuerlichen Note verfeinert. Die Beeren enthalten reichlich Vitamin C und wirken tonisierend und fiebersenkend. In der Volksheilkunde wurde die Wurzelrinde bei Leber und Gallenproblemen verwendet. Allerdings nur die Rinde der Wurzel – denn die Wurzel selber, die Rinde des Strauches und die Blätter enthalten das Alkaloid Berberin. Sie sind also giftig und können zu Atembeschwerden und starker Benommenheit führen.

In der Homöopathie wird das Mittel Berberis aus der Wurzelrinde gewonnen. Es kann bei ausstrahlenden Schmerzen in der Nieren- und Lumbalregion helfen. Das Mittel passt gut zu Menschen die zusätzlich eine gräuliche Gesichtsfarbe haben, stark erschöpft sind und Angst vorm Schlafengehen haben.

Berberitzen

Ich wünsch dir viel Freude beim Sammeln der Berberitzen für den Winter 🙂

Die Berberitze / Berberis vulgaris

Sonnentee

Sonnentee ~
Kanadische Goldrute / Solidago canadensis
Echtes Johanniskraut / Hypericum perforatum

Bei den Namen für meine Teemischungen geh ich, wie auch bei den Zutaten, oft nach meinem Bauchgefühl. So ist auch diese Mischung entstanden. Es ist mein Lieblingstee im Winter, denn er vertreibt ein wenig die Dunkelheit im Innen wie im Außen.

Echtes Johanniskraut / Hypericum perforatum

Das Johanniskraut ist unser stärkstes, wildwachsendes Antidepressivum. Das enthaltene Hypericin wirkt nachweislich gegen leichte bis mittelstarke Depressionen. Wunderbar gegen den Winterblues! Wenn du Johanniskraut über längere Zeit einnimmst, sei dir bitte bewusst, dass es eine so stark entgiftende Wirkung auf die Leber hat, dass es Medikamente unwirksam machen kann. (Auch die Pille!) Ausserdem wirkt es antiviral und antibakteriell.

Kanadische Goldrute / Solidago canadensis

Sie wächst Ende August über und über! Wie reichlich die Natur uns beschenkt. Für viele nur ein lästiges Unkraut, ist sie eine der stärksten Heilpflanzen für die Nieren. Sie spült die Harnwege auf sanfte Art und Weise durch und hilft gestressten Nieren sich wieder zu regenerieren. Als Tee hat sie einen blumigen Geschmack der an verträumte Sommertage erinnert. Schau mal vor deiner Haustür nach – im August und September wächst sie vielleicht auch bei dir 🙂

Ein „Goldrutenfeld“ über der Stadt.

Die Zauberkräuter: Die Tollkirsche

Die Tollkirsche / Atropa belladonna

Sie ist die Dritte der drei Schicksalsgöttinen Klotho, Lachesis und Atropos. Die Erste spinnt den Lebensfaden, die Zweite teilt ihn zu und die Dritte schneidet ihn ab. Die Belladonna ist wohl die berühmteste unserer Giftpflanzen. Selbst die, die nicht viel über Pflanzen wissen, kennen sie. Kaum ein Elternteil, dass seine Kinder nicht vor den verlockend glänzenden Beeren warnt – gut so! Bereits zwei bis drei Beeren können für Kinder tödlich sein. Bei Erwachsenen ist ab der doppelten Menge mit ernsthaften Komplikationen zu rechnen. Von euphorischen Zuständen bis hin zur Atemlähmung und dem Tod. Christian Rätsch beschreibt in seiner Enzyklopädie der psychoaktiven Pflanzen seine Erfahrungen mit der Tollkirsche. Von Selbstversuchen rate ich dringend ab!

Die „schöne Frau“ hat eine lange Geschichte. Kräuterkundige Frauen benutzten sie, um die rituelle Flugsalbe herzustellen. Cleopatra hat sie verwendet um ihre Pupillen zu erweitern, viel sehen konnte sie dann sicher nicht mehr :-). Ich kann mich erinnern, dass ich als Kind beim Augenarzt Belladonna Tropfen bekommen habe, der genaue Zusammenhang ist mir aber entfallen. So eine Faszination hat die Pflanze, dass mir das geblieben ist, obwohl ich mich sonst an nicht mehr vieles erinnere. Wenn das Pflanzenreich wie ein Königreich gegliedert wäre, dann wäre die Belladonna die Königin. Bist du schon mal eine Weile vor der Pflanze gestanden? Probiere es mal aus, du beginnst ihre unglaubliche Kraft und Tiefe zu spüren. Sie zieht dich in ihren Bann. Und sie ist eine Meisterin der Tarnung! Es ist mir schon öfter passiert, dass ich einen Belladonnastrauch besuchen wollte und mich genau an den Platz erinnern konnte, doch ich fand ihn nicht mehr. Verschwunden, in Luft aufgelöst… Diese Eigenschaft der Tarnung wird meines Wissens in der Homöopathie nicht erwähnt, das wäre sicher interessant.

Die Blüte der Tollkirsche

Apropos Homöopathie: Die Belladonna in homöopathischer Dosis ist das großartigste Fiebermittel, dass ich kenne! Es ist unglaublich wie schnell sie hilft. Wenn meine beiden Kinder Fieberschübe haben und das Fieber sehr hoch ist, sodass schon Halluzinationen dazu kommen reicht eine einzige Gabe aus um sie wieder sanft in den Schlaf zu schicken. Das Fieber senkt sich, die Halluzinationen verschwinden. Ich persönlich verwende gerne C12 und C30, wenn du noch unsicher bist ob das Mittel für dich ok ist, dann verwende D12 oder D30. Es ist eines der wichtigsten Mittel in meiner homöopathischen Hausapotheke. Auch bei Gehirnhautentzündungen soll die Belladonna homöopathisches Mittel erster Wahl sein.

Ein ganzer Wald voller Belladonna

Sie wächst am liebsten da, wo geholzt wurde – sie bereitet also Neues vor und hilft Verlorenes und Altes loszulassen. Diese Stelle im Wald hab ich im Juni entdeckt ❤

Frauen – Tee / PMS – Tee

Frauen Tee – PMS Tee
Brennessel, Schafgarbe, Frauenmantel, Gänsefingerkraut, Hollerblüten, Rotklee

Die Kräuter in der Teemischung leisten gute Dienste für uns Frauen. Natürlich kann er auch von Männern genossen werden, denn schließlich haben auch Männer weibliche Anteile die gepflegt werden wollen 🙂 Er gleicht hormonelle Disbalancen auf sanfte Art und Weise aus. Solltest du an PMS leiden und Kopfschmerzen haben, misch dir noch zusätzlich Mädesüß mit rein. Die Schafgarbe und das Gänsfingerkraut haben eine stark entkrampfende Wirkung die speziell vor der Menstruation erleichternd wirken können. Das Mädesüß ist reich an Salicylsäure, die wie Aspirin wirkt und leichte Kopfschmerzen beseitigen kann. Der Gib mir Energie Tee ist für die Wechseljahre, dieser Tee ist für Frauen die noch menstruieren. Ich möchte dir kurz die Kräuter in dem Tee vorstellen. Alle Kräuter sind bei mir aus Wildsammlung – du kannst sie natürlich auch in der Apotheke oder im Kräuterhandel beziehen und den Tee das ganze Jahr selber mischen.

Brennessel / Urtica

Die Brennessel ist unser wertvollstes „Unkraut“. Sie leistet so viele gute Dienste mit ihren Wirkstoffen. Sie ist stoffwechselanregend und deshalb sehr bekannt für Frühjahrsentschlackungskuren. Die Brennessel ist reich an Mineralien, vorallem Eisen ist in ihr enthalten. Sie stärkt und gibt Kraft, was für uns Frauen besonders wichtig ist, denn die Anforderunen in der heutigen Zeit an uns sind zum Teil unfassbar hoch. Wir sollen Kinder erziehen, als hätten wir keine Arbeit und arbeiten, als hätten wir keine Kinder. Das natürliche „in sich gehen“ während der Tage ist in der Berufswelt nicht möglich – wir sollten funktionieren bis zum Umfallen.

Schafgarbe / Achillea millefolium

Ich liebe die Schafgarbe! Sie ist ein Geschenk der Natur mit ihren ätherischen Ölen und reichen Inhaltsstoffen. Sie ist voll von Mineralstoffen und Spurenelementen. Ihre Bitterstoffe regen die Verdauung an und sie wirkt stark krampflösend. Du findest sie das ganze Kräuterjahr über auf Wiesen und Waldrändern. Manche Menschen reagieren allergisch auf die Schafgarbe. Ihre Blüten sind meist weiß, können aber auch bis kräftig rosa sein – dann ist sie besonders gesättigt mit ätherischen Ölen.

Frauenmantel / Alchemilla xanthochlora

Der Frauenmantel ist wohl das wichtigste Frauenkraut. Bei Menstruationsbeschwerden können wir von den krampflösenden, stärkenden und schmerzlindernden Eigenschaften des Frauenmantels profitieren. Ausserdem wirkt die Pflanze antiviral und kann Herpes Viren im Zaun halten. Auch bei Juckreiz in der Scheide kann die Pflanze helfen. Sie ist eine wunderbare Unterstützung bei hormonellen Achterbahnfahrten.

Gänsefingerkraut / Potentilla anserina

Das Gänsefingerkraut leuchtet oft silbrig aus dem Waldboden – man spürt schon, dass es sich um einen kleinen Schatz dabei handelt. Es wirkt krampflösend und das ist großartig vor und zu Beginn der Regelblutungen. Solltest du sehr starke Krämpfe haben, kannst du auch einmal versuchen, das Gänsfingerkraut alleine in Milch aufzukochen. Das entzieht dem Kraut die krampflösenden Wirkstoffe am besten.

Hollunder / Sambucus niger

Irgendwie ist der Hollunder mit uns Frauen eins. Der Baum ist der Frau Holle zugeordnet – nicht umsonst ist er sagenumwoben. Ich habe Hollunderblüten für den Tee gesammelt, wieder einmal ganz intuitiv. Der Hollunder hält alles Schlechte von uns fern – das ist gut! Die winzig kleinen Blüten in Sternchenform zaubern Leichtigkeit in den Tee.

Rotklee / Trifolium pratense

Der Rotklee ist ein richtiges Frauenkraut. Selbst die Pharmaindustrie verkauft für gutes Geld Rotkleepräperate als Hormonregulanz für Frauen. Die im Klee enthaltenen Isoflavonoide sind Phytoöstrogene und wirken sanft auf das Hormonsystem. Er ist entzündunshemmend, blutreinigend und wirkt sich positiv auf die Knochendichte aus. Außerdem sehen seine Blüten wunderschön im Tee aus.

optional: Mädesüß / Filipendula ulmaria

Das Mädesüß enthält Salicylsäure, die schmerzstillend wirkt. Wenn du von Kpfschmerzen geplagt bist versuche doch mal, dir einen Tee aus dem blühenden Kraut zuzubereiten. Es duftet und schmeckt wunderbar blumig und frisch.

Der Hollunder in Blüte

Viel Freude beim Ausprobieren ❤

Die Zauberkräuter: Das Bilsenkraut

Sie ist eine der ältesten Giftpflanzen Europas und sie hat viel zu erzählen. Die hoch giftige Pflanze war Zutat der Hexensalben, auch Flugsalben genannt, die zu bestimmten rituellen Anlässen von Kräuterkundigen Frauen verwendet wurden. Die Samen wurden zu berauschenden Zwecken verräuchert. Sie sind besonders giftig – bereits 15 Samen sind für Kinder tödlich. Man verwendete sie auch als Narkosemittel, zusammen mit Schlafmohn. Früher wurde Bier mit dem Bilsenkraut aromatisiert und man darf davon ausgehen, dass der Name Pilsener vom Bilsenkraut her abstammt. Das deutsche Reinheitsgebot war sozusagen das erste Antidrogengesetz Europas.

In der Homöopathie ist das Bilsenkraut unter dem lateinischen Namen Hyoscyamus niger bekannt und ein tolles Mittel bei Neuralgien und krampfartigen Beschwerden sofern auch das psychisch / seelische Bild des Patienten stimmig mit dem Mittel ist.

Die Begegnung mit solchen Pflanzen empfinde ich immer als etwas ganz Besonderes.

Da bei hoch giftigen Pflanzen das Kosten natürlich entfällt, versuche ich anders mit ihr in Kontakt zu treten. Das Fotografieren ist da eine gute Möglichkeit. Ich setze mich auch einfach gern neben die Pflanze und betrachte sie. Keine Fotos, nur blosses Betrachten. Sofern es mir möglich ist greife ich sie an und seh mir ihren Aufbau genauer an. (Das Angreifen ist nicht bei allen Pflanzen okay, der Fingerhut zum Beispiel ist so giftig, dass bereits über die Haut zu viele Alkaloide aufgenommen werden können.) So kann ich mit jeder Pflanze Kontakt aufnehmen, ganz egal wie giftig sie ist, ohne sie zu kosten oder sie zu verarbeiten. Generell finde ich, man muss nicht alles gleich mitnehmen und verarbeiten. Die Pflanzen können so viel Gutes für uns tun nur durch ihr Dasein an Ort und Stelle. Ich finde das wunderschön!

Vielleicht magst du mir von deinen Erfahrungen berichten mit, dir noch fremden oder giftigen Pflanzen, mit denen du auf diese oder eine andere Art und Weise in Kontakt getreten bist. Vielleicht träumst du von ihr. Das empfinde ich immer als eines der größten Geschenke, denn dann weiß ich, die Pflanze hat in mir etwas geheilt .

Viel Spaß beim Entdecken ❤

Die Haselnuss und das Altern

Der Haselstrauch / Corylus avellana

Komischer Titel, oder nicht? Ich hatte keine Ahnung wie die Beiden zusammen gehören. Also das Altern und die Haselnuss. Als ich Kräutersammeln war fiel mir auf einmal dieser Haselstrauch (eigentlich schon ein Baum) besonders auf. Seine noch grünen Früchte leuchteten einladend raus und seine Blätter erzählten schon von vielen Tagen Arbeit. So kam es, dass ich stark über das Altern nachdenken musste. Dieser Strauch hat so viel Würde ausgestrahlt. Und es wird nicht lange dauern, da lässt er sein Blätterkleid komplett los.

Warum tun sich so viele Menschen so schwer mit dem Loslassen der Jugend? Wenn doch jede Phase in Würde so viele Schönheiten und Früchte mit sich bringt?

Die Haselnuss

Ich hab mich anschließend genauer mit der Haselnuss auseinandergesetzt. Jede Pflanze hat eine Botschaft, ein Thema das sie in dir ansprechen möchte. Für die Menschen in früheren Zeiten war es selbstverständlich mit Blumen etwas auszudrücken.

Sag es durch die Blume..

Den Spruch kennst du bestimmt, aber was bedeutet er eigentlich?

Zurück zur Haselnuss: Der Strauch wollte mir etwas zum Thema Altern mitteilen. Und das ist genau sein Bereich, denn in der Pflanzenmythologie steht er für Regeneration, Jugend und Erotik. Bei den Kelten waren Haselzweige eine Grabbeigabe, als Symbol der Unsterblichkeit.

Es ist ein riesengroßes Geschenk das die Natur macht. Sie lässt uns Menschen an ihrer unendlichen Weisheit teilhaben. Schau, spüre und hör mal ganz genau hin. Bestimmt hast auch du schonmal Kontakt mit einer Pflanzenseele gehabt, die dir etwas wichtiges sagen wollte ❤

.. heute im Paradies

Paradiesischer Platz über Innsbruck

Heute war ich oberhalb der Stadt im Wald. Es ist wie im Paradies hier, wild und voller Kräuter. So liebe ich es zu Sammeln und zu Staunen über die reichlichen Geschenke der Natur an dich und mich! 🙂

Mein Kräuterbündel zum Maria Himmelfahrtstag besteht aus Schafgarbe, echtem Labkraut, Beifuß, Gänsefingerkraut, Spitzwegerich, Franzosenkraut und Wasserdost ❤️

Kräuterbündel
Kräuterbündel zu Maria Himmelfahrt

Genießt die Zeit 😊

Dost ist nicht gleich Dost

Oben: Gemeiner Dost / Origanum vulgare Unten: Wasserdost / Eupatorium cannabinum

Wie lange hat mich das verwirrt mit dem Dost! Meine erste bewusste Begegnung mit dem (Gemeinen) Dost hatte ich letztes Jahr im Wald. Die kleinwüchsige Pflanze lachte mich an und ich machte ein paar Bilder von ihr. Natürlich wollte ich gleich wissen, wie sie heißt. Das Internet spuckte mir Dost aus. Super dacht ich mir, man kann sie essen, sie hat Heilwirkungen und wenn man die Blätter zerreibt und kostet entfaltet sich ein göttlicher Oreganogeschmack und Duft. Doch dann ist da noch so ein (auf den ersten Blick) recht ähnliches Gewächs das zur selben Zeit in Massen blüht. Hmmm…. meine (damals noch sehr laienhaften) Recherchen ergaben Dost. Toll, was denn jetzt? Der große Bruder riecht gar nicht nach Oregano und irgendwie sieht er auch anders aus.

Rätsel gelöst: Es handelt sich um zwei unterschiedliche Pflanzen die auch verschiedenen Familien angehören! Sie haben nur einen gemeinsamen Namen. Falls dich das auch schon mal verwirrt hat, möchte ich dir jetzt die beiden ein wenig näher vorstellen.

Der gewöhnliche Dost – Origanum vulgare

Du erkennst ihn an seinem wunderbaren Duft, wenn du die Blätter zerreibst. Er wird bis zu 50 cm hoch und die Blätter haben ein eher dunkleres, bläuliches Grün. Er gehört zu der Familie der Lippenblütler und hat somit reichlich Ätherische Öle. Wilder Oregano ist ein tolles Würzkraut für alle mediterranen Gerichte. Aber er kann noch mehr: Bei Husten und Erkältungen kann er dir helfen den festen Schleim zu lösen. Er wirkt auch antiviral und antibakteriell, was bei jeder Erkältung helfen kann. Außerdem wirkt er auch auf das Gemüt. Die Duftstoffe wirken beruhigend und ausgleichend. In stressigen Zeiten genau das richtige 🙂

Am besten sammelst du ihn wenn er in Blüte steht und trocknest ihn in einem Bündel kopfüber. Du kannst ihn dann als Würzkraut, oder als Tee verwenden.

Der Wasserdost / Eupatorium cannabinum

Der Wasserdost wird bis zu dreimal so groß wie der Gewöhnliche Dost. Andere Namen sind auch Wasserhanf (aufgrund der Blätter) oder Kunigundenkraut. Wenn du seine Blätter zerreibst bleiben sie fast geruchlos. Er gehört zur Familie der Korbblütler und enthält Bitterstoffe und Eupatorin. Letzteres ist verantwortlich für seine stark entzündungshemmende Wirkung. Wasserdost ist perfekt für Erkältungs- und Grippetropfen! Je nachdem was dir sympathischer ist bereitest du am besten einen Kaltauszug aus der Pflanze oder du setzt eine Tinktur an. Kaltauszüge werden in Wasser bereitet – dazu lässt du das frische oder getrocknete Kraut über Nacht in Wasser durchziehen. Danach seihst du es ab – fertig.

Wasserhanf enthält (das liebe Wort) Pyrrolizidinalkaloide. Das bedeutet bei längerer Anwendung kann die Pflanze die Leber schädigen. Generell solltest du keine Heilpflanze dauerhaft oder sehr lange einnehmen – es sind Helfer, Heiler und Medikamente.

Wichtig:

Nachtrag: In Rücksprache mit meiner Kräuterlehrerin sollte der Wasserdost nur homöopathisch eingenommen werden. Die Pyrrolizidinalkaloide sind sehr hoch vertreten in dieser Pflanze, sodass schon wenige Gaben zu einer Leberschädigung führen können!

So, nun genug zur Dostologie 😀 Ich wünsch dir viel Spass beim Sammeln und entdecken ❤