Erntedankfest – Meine Gedanken

🍎DANKE🍎

Von tiefer Dankbarkeit erfüllt lass ich mich heuer ganz tief in die Energie des Erntedankfests fallen. Dieses Jahr war eines meiner härtesten und wenn ich mir die Früchte der Zeit anschaue, bin ich unglaublich tief erfüllt. So viele Geschenke hatte das Leben für mich in den letzten Monaten bereitet.

🍎DANKE🍎

Danke an das Leben

Danke an die Natur

Danke an die Menschen, die an mich glauben

Danke an meine Kunden

Danke an die Schwierigkeiten, dich mich so viel lehrten

🍎DANKE🍎

Zeitqualität September

Als ich heut am Vormittag durch den Wald ging, wurde mir wieder einmal bewusst, wie sehr ich mit der Natur, den Jahreszeiten und den Monaten verbunden bin.

Ein riesengroßes Geschenk, das ich lange Zeit gar nicht richtig annehmen konnte.

Verbundenheit

Was bedeutet für dich Verbundenheit?

Für mich ist der Einklang mit der Natur die größte Verbundenheit. Sehr bodenständig und greifbar und doch auch spirituell. Beim heutigen Wandern durch den nebligen Septemberwald, war ich so ergriffen. Ergriffen von der Schönheit, der Magie, den Gerüchen, der Intensität der Geräusche, der Präsenz der Tiere und der klaren Luft.

Dabei fiel mir auf, dass es für mich so nährend und wichtig ist, mich zu jeder Zeit im Jahreskreis aufgenommen und verbunden zu fühlen. Denn jede Zeit hat ihre Geschenke – jede Zeit hat ihre Qualität.

Und so dachte ich mir, ich lass dich an meinen Gedanken teilhaben, zur Zeitqualität im September. Denn vielleicht kannst auch du dich dadurch verbundener, geerdeter und geborgener fühlen.

Zeit der Ernte

Seit jeher wurden im September die Erntedankfeste gefeiert. Speziell die Zeit um die Tag Nacht Gleiche, den Herbstbeginn ist davon geprägt. Heutzutage fällt es uns Menschen immer schwerer, zu verstehen was das ErnteDANKfest bedeutet. Volle Supermarktregale und Warenverfügbarkeiten durch das Jahr, sind selbstverständlich geworden. Es ist eine Zeit der Dankbarkeit, für die Fülle des Jahres und unsere Ernte.

Diese Ernte ist ein großes Thema im September und wir können sie auf den unterschiedlichsten Ebenen zelebrieren.

Im Außen:

  • Falls du keinen Garten hast, gehe in den Wald und betrachte die Fülle an Wildfrüchten und Pilzen. (Sammle natürlich nur dann, wenn du alles genau bestimmen kannst.) Doch auch ohne zu sammeln, nimm wahr, wieviel Fülle dich umgibt! Die letzten Kräuter stecken ihre goldgelben Blüten dem Licht entgegen, Harze duften aromatisch und dunkelrote Früchte blitzen aus dem letzten Grün hervor.
  • Sammle noch die letzten Kräuter des Jahres (Anfang September) und die ersten Wurzeln der heilkräftigen Pflanzen. (Ab Mitte des Monats bis Ende Oktober) Spüre durch das Wurzelgraben, wie die Kräfte in die Tiefe wandern.
  • Erfreue dich an eingekochten Marmeladen, angesetzten Likören und einer gefüllten Hausapotheke als Kräuterkammer. Das ist deine Ernte im Außen – das ist auch für uns „modernen“ Menschen im Außen spürbar.
Hagebutten, sind einfach zu Erkennen und auch für Anfänger gut zu Sammeln

Im Inneren:

  • Die Ernte ergreift uns auch im Inneren. Du kannst dir dazu folgende Fragen stellen:
  • Was kann ich jetzt ernten?
  • Was habe ich in diesem Jahr bereits erreicht?
  • Wofür kann ich mich Anerkennen und stolz auf mich sein?

Zeit der Dankbarkeit

Einhergehend mit der Ernte ist die Dankbarkeit eine wichtige und unterstützende Zeitqualität im September. Durch Dankbarkeit ziehst du mehr von dem, wofür du Dankbar bist in dein Leben. So machst du dich „anziehend“ für alles das, was du dir wünscht. Der September ist eine Schwellenzeit – diese ist perfekt zum Wünschen!

Die Dankbarkait kannst du ebenfalls für dich zelebrieren und dadurch deinen September magisch machen.

Im Außen:

  • Schreibe dir jeden Tag fünf Dinge auf, für die du dankbar bist.
  • Gehe in die Natur und mach ein Dankesritual. Nimm ein paar Samen und Nüsschen mit, für die Tiere des Waldes und übergib es ihnen in voller Dankbarkeit. Oder forme aus herumliegenden Zapfen, Steinen etc. ein schönes Mandala und danke deinem Platz in der Natur auf diese Weise.
  • Sammle etwas Wildes zum Essen, Trinken oder Räuchern (natürlich nur, was du kennst) und verarbeite es in voller Dankbarkeit.

Im Inneren:

  • Spüre in dich hinein – wofür bist du dankbar?
  • Wenn die Stimmung kippt: denke an Dinge, für die du dankbar bist.
  • Bei deinen Spaziergängen im Wald: Nimm die Stimmung wahr und fülle dein Herz mit der Energie des Moments.

Die Schwellenzeit

Der September lässt uns wieder sehr stark spüren, dass ein Übertritt ansteht. Solche Schwellen können ängstlich und traurig machen, wenn du deine Verbundenheit verloren hast. Je mehr du dich diesen Zeiten hingibst und aufhörst gegen aufkommende Gefühle und Stimmungen anzukämpfen, desto mehr werden sie dich verzaubern, tragen, umhüllen und du wirst vom Zuseher zum Schüler.

In den Schwellenzeiten liegen große Geschenke – du musst sie nur auspacken <3

Deine Nadine



Verbundenheit stärken und Schwellenzeiten intensiv wahrnehmen kannst du vorallem auch mit dem Räuchern. Ich habe einen wunderschönen Workshop für dich, der dich in die Kunst des Räucherns, die Verwendung heimischer Räucherpflanzen und Rauhnachtsritualen einführt. Du kannst den Kurs Vor Ort und auch ausschließlich Online besuchen.



Wurzelzeit – Die Nelkenwurz

Die Nelkenwurz / Geum urbanum

Eine der Wurzeln, die ich sehr gerne grabe im Herbst, ist die Nelkenwurz. Du findest sie häufig im Wald an Wegrändern und lichten Stellen. Sie mag gerne feuchte Plätze. Jetzt im September, treibt sie (wie so viele andere Pflanzen auch) nochmal ihr frisches Grün aus. Ihre Blätter haben eine typische Form und die verblühten Samenstände sehen wie kleine Kletten aus.

Die Blätter der Nelkenwurz
Die Blüte und der Samenstand der Nelkenwurz

Die zarte Wurzel erinnert im Geruch ein wenig an Gewürznelken. Sie enthält das Eugenol, das dafür verantwortlich ist. Früher wurde sie als Nelkenersatz verwendet, da das exotische Gewürz zu teuer war.

Aus der Nelkenwurz lässt sich unter anderem ein herzstärkender Wein kochen. Das Rezept dazu findest du hier – Herzwein.

Und ein megaleckerer Chai! Wie cool!

Du brauchst:

  • Die Wurzeln von 2-3 Nelkenwurz Pflanzen
  • Eine Zimtstange
  • 1l Wasser
  • Milch (Kuhmilch, Sojamilch, Mandelmilch, Hafermilch)
  • Zucker (Honig, Süßstoff,…)

Wasche die Wurzeln und entferne die oberen Teile der Pflanze. (Frisches Grün schmeckt noch lecker als Gemüse oder im Salat, Samenstände und trockene Stengel kannst du wieder der Erde übergeben.)

Schneide die Wurzeln klein und gib sie zusammen mit dem Wasser und der Zimtstange in einen Topf.

Koche das ganze so lange, bis sich das Wasser etwa zur Hälfte reduziert hat. (ca 20 – 30 Minuten)

Gieße mit reichlich Milch und Süße auf und genieße deinen wärmenden und stärkenden Nelkenwurz Chai 🙂



Kommenden Sonntag am 19.09.2021 kannst du unter anderem auch die Nelkenwurz mit mir entdecken und sammeln bei der Wurzelwanderung in Mils bei Hall. Ich freu mich auf dich 🙂

Heilpflanzen Sammeln im September

Der September steht vor der Tür. Die Pflanzen ziehen sich langsam zurück in die Erde. Es gibt allerdings noch einige, die du jetzt noch sammeln kannst und so deine Hausapotheke für den Winter füllst 🙂 Meine 3 liebsten, möchte ich dir gerne kurz vorstellen:

Die Goldrute (Kanadische und Echte)

Die Echte Goldrute
Die Echte Goldrute
Die Kanadische Goldrute

Die Goldruten haben jetzt ihre Sammelzeit. Sie sind ein tolles Wildkraut bei Blasenentzündungen, unterstützen das Ausleiten von Giftstoffen, können entzündungshemmend, wundheilend und kühlend wirken. Die Kanadische Goldrute wuchert stellenweise richtig und du kannst dich reichlich an ihrer Kraft bedienen. Auch auf der seelischen Ebene hat das Kraut sein Geschenk an uns: Es bringt und die Sonnenenergie und hilft, die Beziehungen in unserem Leben zu verbessern.


Das Eisenkraut

Das Eisenkraut
Die Blätter des Eisenkrauts

Das Eisenkraut ist eine eher unscheinbare, zarte und doch so robuste und starke Pflanze. Du findest sie im Hochsommer und im September an Wegrändern im Wald. Früher wurde sie benutzt um Eisen zu härten und man sagte ihr nach, dass sie unverwundbar macht. Sie soll den Träger außerdem unwiderstehlich machen 🙂 Sie kann in Teemischungen und Räuchermischungen verwendet werden. Die Pflanze hat zahlreiche Gerbstoffe und kann wundheilend, tonisierend, leberreinigend, entzündungshemmend und blutreinigend wirken.


Das Einjährige Berufkraut (Feinstrahl)

Der Feinstrahl oder auch Einjähriges Berufkraut genannt
Der Feinstrahl

Der Feinstrahl ist, wie auch die Kanadische Goldrute, ein Neophyt und stellenweise sehr häufig anzutreffen. Du kannst die Pflanze also reichlich sammeln für die unterschiedlichsten Zwecke: Zum Baden oder als Ölansatz (gut für die Haut), für Tee (Erkältungen), oder zum Räuchern (Schutz). Sie sieht von den Blüten her dem Gänseblümchen sehr ähnlich, ist jedoch sehr viel größer! Du findest sie häufig an Wegrändern im Wald und in Wiesen.



Ich wünsche dir viel Freude und Sonnentage, um deinen Körper und deine Seele für den Winter zu stärken und aufzutanken. Auf einen goldenen Herbst 🙂



Wenn du Lust hast: Kommenden Sonntag starten wir in Mils zum Kräuter erkunden und du kannst die oben vorgestellten Schätze gleich hautnah kennenlernen und sammeln – ich freu mich auf dich!

Wurzeln sammeln – Wurzelzeit / Die Engelwurz

Jedes Jahr im Spätsommer wenn die Goldruten blühen, werde ich ein wenig andächtig. Gedanken rauschen mir durch den Kopf: Was hatte das Jahr bis jetzt gebracht? Was habe ich gelernt? Was wollte ich machen und steht noch an? Und: Hab ich genügend Kräuter gesammelt? Uiui… die letzte Frage muss ich heuer mit nein beantworten. Die vielen Regentage, machten es heuer wirklich schwer, sich einen schönen Heilpflanzenvorrat anzulegen.

Und jetzt? Jetzt steht der September in den Startlöchern. Ein paar wenige Pflanzen lassen sich oberirdisch noch sammeln: Schafgarbe, Franzosenkraut, Goldrute, Räucherpflanzen wie der Rainfarn, der Mauer- und Kompasslattich und der Beifuß, Blutweiderich, Brennnesselsamen und Gänsefingerkraut.

Doch man spürt schon sehr stark, dass die Kräfte in die Tiefe ziehen. Das Grün der Blätter hat sich verändert, blass silbrig oder gelblich, schimmert es im Licht der tiefer stehenden Sonne. Die Pflanzen ziehen sich zurück in die Wurzeln. Ab Mitte September ist es dann endgültig soweit: Die Wurzelsammelzeit hat für mich begonnen!

Bis Ende Oktober sammle ich die unterirdischen Pflanzenteile um sie in Tinkturen anzusetzen oder zu trocknen. Ich möchte dir gerne in nächster Zeit meine liebsten Wurzelpflanzen vorstellen und heute mit der Engelwurz beginnen 🙂

Die Engelwurz entfaltet sich spektakulär

Die (Wald) Engelwurz / Angelica sylvestris

Eine meiner allerliebsten Pflanzen zur Wurzelzeit ist die Engelwurz. Ihre beschützende Ausstrahlung und starke Heilkraft ist einfach zauberhaft! Die Wurzel der zweijährigen Pflanze wird im Herbst des ersten Jahres gegraben. Sie blüht erst im zweiten Jahr und gehört zur Familie der Doldenblütler (die auch stark giftige Pflanzen beeinhaltet) – es ist also sehr wichtig die Pflanze und ihre Blätter gut zu kennen.

Die Blätter der Engelwurz mit den typischen lila Stellen.

Typisch sind die lila Stellen am Blattstiel und die Anordnung und Erscheinung der Blätter. Der Stengel ist leicht rötlich, glatt und bereift.

Der Stengel und auch manchmal die Blüten haben eine rötliche Färbung.

Du kannst den Stengel, die Blüten, die Samen, die Blätter und die Wurzel der Pflanze verwenden. Ich verwende am liebsten die Samen und die Wurzel. Die Samen verwende ich getrocknet zum Räuchern oder im Kräutersalz, aus der Wurzel mach ich mir gern eine starke Tinktur.

Eine wunderschöne Engelwurz Wurzel

Diese Tinktur verwende ich entweder als Beigabe in Erkältungssalben oder innerlich bei verschiedenen Beschwerden. Sie kann antiviral, antibakteriell, verdauungsfördernd, magenstärkend, regenerierend, energetisch beschützend, kraftspendend und begleitend in schweren Zeiten wirken.

Sie war für mich eine der ersten Pflanzen, mit deren Wurzel ich mich näher beschäftigt habe. Du findest sie im Wald an Wegrändern stellenweise sehr häufig, dann wieder komplett fehlend. Bitte sammle generell nur das, was du auch wirklich brauchst – speziell bei Wurzeln, denn sie sind sehr ausgiebig.

Viel Freude beim Sammeln deiner ersten Wurzeln in diesem Spätsommer und Herbst 🙂

Die Wald Engelwurz


>>> Aktuelles <<<

Zoom Workshop – Easy Hydrolate

Juhuu!

Am Donnerstag, 09. 09. 2021 von 19.00 – ca. 21.00 via Zoom

Ich freu mich riesig dir in diesem Zoom Abend die Herstellung von deinen eigenen Hydrolaten ganz easy mit der Topfmethode zeigen zu können!

Wir werden ein Rosenwasser und ein Lavendelwasser herstellen, du lernst genau wie die Methode funktioniert, spannendes zu den Hydrolaten und deren Einsatzmöglichkeiten und kannst natürlich viele, viele Fragen stellen!

Das 10 Seiten Workbook gibt es als Download zum Zoom Workshop auch dazu – cool 🙂

Hier geht’s zur Anmeldung >>> Workshop <<<

Ich freu mich auf dich – deine Nadine



Kräuterbündel und Frauendreißiger

Drei zauberhafte Kräuterbündel

Morgen ist Maria Himmelfahrt – für uns Kräuterkundige eine der schönsten Zeiten im Jahr!

Warum Zeiten? Weil der sogenannte Frauendreißiger beginnt. Die nächsten 30 Tage sind die letzten im Jahr, in denen heilkräftige Kräuter in Wald und Wiese gesammelt werden, bevor sich die Kraft der Pflanzen endgültig in die Wurzeln zurückzieht.

Uralt ist das Brauchtum zu dieser Zeit. In der katholischen Kirche sind die Tage rund um die Marienfeiertage zwischen dem 15. August und dem 15. September gelegt:

Maria Himmelfahrt / Maria Königin / Maria Geburt / Maria Namen / Gedächtnis der Schmerzen Marias

Die Kräuter werden Maria geweiht – sie soll mit ihrer Kraft die Menschen über das Jahr gesund halten. Früher waren es vorallem die Kräuterfrauen, die loszogen um die wirksamen Kräuter im August zu sammeln. Sie wurden zu einem Bündel gebunden und kamen an einen besonderen Platz im Haus. So sollten sie vor Unheil, Blitzschlag, Ernteausfällen, Krankheit und Verwünschung schützen und gleichzeitig die Fruchtbarkeit auf allen Ebenen und das Eheglück erhalten.

Im Bündel landet tradtitionell eine magische Zahl an Kräutern:

7 / 9 / 12 / 77 / 99

So wunderschön ist der Gedanke, sich einmal im Jahr ganz bewusst ein Bündel ins Haus zu holen, das all diese Zwecke erfüllt. Das Bündel muss nicht groß sein – vorallem wenn es symbolischen Charakter haben soll. Selbst jeweils eine Pflanze symbolisiert schon ihre ganze Kraft.

Ich mache das seit ein paar Jahren und finde es wunderbar kraftvoll. Wenn die Zeit zum neuen Bündelbinden kommt, verwerte ich das alte gern im Badewasser, zum Blumen gießen oder ein Teil davon wird verräuchert. So gelangt das Alte wieder bewusst zurück in den ewigen Kreislauf der Dinge.

Morgen ziehe ich wieder mit wunderbaren Frauen los, um kraftvolle Bündel zu binden und zum Abschluss zu Meditieren und der Natur zu danken.

Ich freu mich <3

Hab auch du eine magische Kräuterzeit, genieße die letzten Sommertage und füll deine Schatzkammer für den kommenden Winter im Innen und Außen auf 🙂



Ende August kannst du nochmal mit mir zum Wildkräuterwandern kommen. Wir erkunden die letzten Kräuter des Sommers, entdecken Wildfrüchte und mehr. Hier findest du alle Infos.

Schreib mir gerne eine kurze Email kontakt@nabanatur.blog wenn du dabei sein magst.

Low Budget Balkongarten mitten in der Stadt

Heute Morgen auf meinem Stadtbalkon

Mein großer Traum ist ein Garten, in dem ich Gemüse, Beerensträucher und Heilpflanzen anpflanzen kann, Seminare und Workshops halten kann. Direkt angeschlossen an meine Wohnung / Haus, sodass ich jeden Morgen direkt in den Garten gehen kann, um mich um ihn zu kümmern und ihn zu pflegen.

Noch ist dieser Wunsch nicht erfüllt, doch ich bin mir sicher, dass es eines Tages so sein wird 🙂

Da wären wir schon bei meinem ersten Tipp für einen satten Balkongarten: Die Pflanzen brauchen Liebe und Zuwendung. In Form von täglichem Wasser, liebevollen Blicken und Bewunderung.

Dann ist alles möglich! Mein Stadtbalkon liegt an einer stark befahrenen Straße, jedoch hoch oben, sodass ich durchaus von ihm ernte, da ab dem 3., 4. Stock die Abgasbelastung drastisch sinkt. Mein Balkon hat 3,75 m² und trotzdem ist hier einiges möglich. Ich hatte letztes Jahr einiges an Gemüse – den Beitrag dazu fidest du hier. Heuer hab ich meinen Fokus mehr auf Heilpflanzen und bunte Blumen gelegt. Die Insekten freuen sich sehr darüber – ich hatte heuer sogar schon Besuch von einem Taubenschwänzchen, mitten in der Stadt <3

Ich habe sehr kostengünstig gearbeitet. Pflanzen sind zum Teil in Joghurtkübeln eingesetzt, als Untersetzer für Kräuterbecher verwende ich Deckel und ich habe zwei Gemüsekisten vom Bio Bauern, bereits das zweite Jahr bepflanzt.

Die Bauern Kisten sind bereits das zweite Jahr im Einsatz
Joghurt Deckel als Untersetzer
Joghurt Kübel als Pflanzgefäß und eingehängt im Regal zum Platzsparen

Die Samen der Pflanzen hab ich nur zu einem Teil gekauft. Ein Teil ist die Samen-Ernte vom Vorjahr und einen kleinen Teil der Samen hab ich direkt in der Natur gesammelt, um die Pflanzen bei mir anzusiedeln.

Was da bisher von der Wildsammlung gut geklappt hat ist: Brennnessel, Strahlenlose Kamille, Schafgarbe. Was nicht funktioniert hat: Waldmeister, Johanniskraut, Odermennig, Labkraut. Ich hab die Erfahrung gemacht, dass es gar nicht so einfach ist, Wildpflanzen bei sich anzusiedeln.

Ich hab mir heuer im Februar schon Gedanken gemacht, welche Pflanzen ich möchte, welche Bedürfnisse an Licht, Wasser und Boden sie haben und wie ich das am besten umsetzen kann. Denn auch an einem kleinen Balkon gibt es schattigere Plätze und Plätze die viel Sonne oder Wasser (weil exponiert für Regen) bieten. Für die Schafgarbe, den Wermut und den Klatschmohn zum Beispiel, hab ich die frische Erde mit trockener Erde vom Vorjahr gemischt, damit sie schön mager ist. Das hat gut geklappt.

Vom Platz her, hab ich Hängekästen auch in einem Regal eingehängt und mir ein Tischchen als Pflanzentisch hergerichtet. So erweitert sich die Fläche enorm. Du kannst die Hängekästen am Geländer (falls erlaubt) nach Innen und Außen hängen, auch so verdoppelst du deine verfügbare Fläche.

Wichtig ist auch, dass du die Pflanzen, die nicht im Regenbereich hängen, täglich mit Wasser versorgst. In den kleinen Kästen und Töpfen trocknet die Erde sehr schnell aus. Der beste Zeitpunkt zum Gießen ist am Morgen.

Ich wünsch dir viel Freude mit deinem Balkongarten. Auch auf kleiner Fläche, lässt sich mit ein wenig Improvisation so einiges zaubern 🙂

Klatschmohn
Eisenkraut
Schafgarbe
Prunkwinde
Ysop
Borretsch
Tagetes
Wermut


Ganz tief – mit allen Sinnen kannst du die Pflanzenwelt in der Kräuterwoche erfahren. Diese Woche wird dein Leben verändern. Du wirst die tiefe Verbundenheit mit den Pflanzen nach diesen 7 Tagen für immer in deinem Herzen haben. Und du wirst zum Kräuterkundigen. Du lernst für deinen Körper die wichtigsten Zubereitungen, wie Öle, Tinkturen etc. herzustellen, damit er sich in Geborgenheit und Gesundheit empfangen kann 🙂

Wir haben intensiven Kontakt in einer wundervoll kleinen Gruppe über Lives und Zoom Abende – virtuell und doch ganz nah!

Wie dich die Pflanzenwelt bei Ängsten unterstützen kann

Ganz spontan und doch riesig ploppt das Thema heute auf. Gar nicht so sehr in mir, denn ich hab viel Vorarbeit geleistet in letzter Zeit, was das Thema Ängste angeht. Oder doch gerade deshalb – denn wie ein lieber Mensch in meinem Leben zu sagen pflegt – „Das, wo du gerade selber durchgehst, oder das was du gerade selber überstanden hast, ist das, was du am besten weitergeben kannst.“ Stimmt 🙂

Der Schierling – tödlich giftig und doch so sanft in der Erscheinung seiner Blüten.

Ängste sind ein komplexes Thema. Lange Zeit war meine Taktik, sie einfach wegzuschieben. Das lässt sie zwar momentan verschwinden, nimmt ihnen aber keineswegs die Größe und Wucht. Ich habe gelernt sie durch mich durchgehen zu lassen und die Energie einfach zu nehmen. In Ängsten steckt tonnenweise Energie – nimm sie FÜR dich und nicht GEGEN dich! Denn sie haben 2 Gesichter, wenn du sie anders betrachtest, sind sie gar nicht mehr so böse – sanft und lieblich, wie die Blüten des tödlich giftigen Schierlings können sie dann anmuten.

Dabei hilft mir immer wieder die Pflanzenwelt. Ohne sie, hätte ich keinen Halt, ohne sie hätte ich nicht die ausreichende Geborgenheit in mir, um diese Energien durch mich durchgehen zu lassen.

Auch du kannst von der Pflanzenwelt diese Begleitung bekommen. Und zwar auf allen Ebenen. Ich möcht dir gerne ein paar Anregungen dazu geben:

Körperliche und psychische Ebene:

Die Natur hat für unseren Körper einiges parat, dass uns in Geborgenheit schwingen lässt. Einige Helferleins sind:

  • Hanf (CBD und Nutzhanf) (beruhigt, entspannt)
  • Baldrian (verschafft Klarheit und entspannt zugleich)
  • Johanniskraut (hebt die Stimmung und unterstützt die Nerven)
  • Echtes Labkraut (wirkt beruhigend und stimmungsaufhellend)
  • Steinklee (in kleinen Mengen wegen der zahlreichen Cumarine – macht fröhlich und entspannt)
  • Klatschmohn (beruhigt und vermittelt Geborgenheit)
  • Ackerschachtelhalm (gibt Halt und Struktur)
  • Dost (entspannt die Nerven und gibt Energie)

Seelische Ebene:

Auf der Seelenebene wirken die Pflanzen sehr subtil. In Form von Essenzen wie den Bachblüten, aber auch in Form von Aufenthalten in der Natur. Nimm dir Zeit und suche deinen Kraftplatz im Wald. Wieso im Wald? Der Wald spricht die Urbilder unserer Seele an. Archaisch und ungeschönt. Das hat auch viel mit dem Thema Ängsten zu tun. Im Wald kann man seinen Ängsten besser begegnen und ihre Energie drehen, als am Meer oder auf einer weiten Wiese.

Diese Kraftorte kannst du auch in deinen Gedanken aufsuchen. Abends im Bett, wenn du nicht schlafen kannst, morgens nach dem Aufwachen, wenn sich dein Tag nicht bewältigbar anfühlt, in der Mittagspause, wenn dich dein Arbeitsalltag „frisst“ oder auch während es dir körperlich nicht gut geht. Ich habe über 25 Jahre Migräne hinter mir und in den Attacken immer wieder solche Orte gedanklich aufgesucht.

Zur Reise zu deinem Kraftort hab ich eine Phantasiereise aufgenommen – die neueste Podcastfolge unterstützt dich dabei.

Die Pflanzenwelt ist immer für dich da!

Ganz tief – mit allen Sinnen kannst du die Pflanzenwelt in der Kräuterwoche erfahren. Diese Woche wird dein Leben verändern. Du wirst die tiefe Verbundenheit mit den Pflanzen nach diesen 7 Tagen für immer in deinem Herzen haben. Und du wirst zum Kräuterkundigen. Du lernst für deinen Körper die wichtigsten Zubereitungen herzustellen, damit er sich in Geborgenheit und Gesundheit empfangen kann 🙂 Wir haben intensiven Kontakt in einer wundervoll kleinen Gruppe über Lives und Zoom Abende – virtuell und doch ganz nah!

Ich freu mich, dich in dieser Woche begrüßen zu dürfen!

Deine Nadine

Kräuterwanderungen, Workshops, Online Kurse, Naturverbindung