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Die Akelei / Aquilegia vulgaris

Die Akelei / Aquilegia vulgaris

Akelei

Um der Frühlingszeit Verscheiden, unter Blumen mancherlei, auf den Weiden blühst du schön und frank und frei, Akelei!

Sommerschwül ist’s und im Walde hört man nur des Kuckucks Schrei; Ach wie balde, starb dahin der holde Mai! Akelei!

Durch die Forstung ohn‘ Ermüden pirscht dahin die Jägerei. Roß und Rüden ruft der Hörnerklang herbei, Akelei!

Nach der Quelle dunklem Glanze beugt der Hirsch sein Prachtgeweih, doch die Lanze bohrt sein lechzend Herz entzwei. Akelei!

Dunkle Tropfen Blutes rannen, eine Blume stand dabei, um die Tannen schwang sich hoch der kühne Weih. Akelei!

Aber draußen vor dem Walde, sangen Hirten zur Schalmei: Ach wie balde starb dahin der holde Mai! Akelei!

Gedicht von Hermann von Lingg
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