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Die Herbstzeitlose – Colchicum autumnale

Die Herbstzeitlose – Colchicum autumnale

Eine der giftigsten Pflanzen die wir in unseren Breiten haben ist die Herbstzeitlose. Sie gehört zur Familie der Zeitlosengewächse und enthält das tödlich giftige Colchicin. Es handelt sich um ein Zellgift, welches die Zellteilung hemmt. Die Vergiftung wird fatalerweise erst nach frühestens 12 Stunden bemerkt, wenn ein Magenauspumpen nichts mehr bringt. In den meisten Fällen verläuft eine Vergiftung tödlich. Die Pflanze hat einen verkehrten Rhythmus – sie bildet erst die Blätter, dann reift die Frucht im Mai/Juni und im Spätsommer, wenn Blätter und Frucht weg sind kommen die krokusähnlichen Blüten zum Vorschein. Das Alkaloid Colchicin wird in der Medizin als Krebsmittel verwendet. In der Homöopathie wird das Mittel Cochicum unter anderem bei rheumatischen Beschwerden eingesetzt, wenn der Patient überempfindlich auf äußere Eindrücke reagiert.

Die rosa Blüten der Herbstzeitlose erscheinen erst im Herbst.

Die große Gefahr der Herbstzeitlose ist die Ähnlichkeit mit dem Bärlauch. Bei beiden Pflanzen kommen die frischen, grünen Blätter zur selben Zeit hervor. Sie mögen auch dieselben Plätze, können also wirklich unmittelbar nebeneinander stehen! Wie du Bärlauch ganz sicher erkennst und von der Herbstzeitlosen und dem Maiglöckchen unterscheiden kannst zeig ich dir in diesem Beitrag: Bärlauch. Ganz typisch für dei Herbstzeitlose ist, dass sie keine Mittelrippe hat und die Blätter tulpenähnlich eingedreht aus dem Boden sprießen. Bitte greif die Pflanze erst gar nicht länger an – das tödliche Gift gelangt auch über die Haut in unseren Körper. Dazu gibt es Mythen die besagen dass Medea ein giftiges Kleid aus der Pflanze gewoben hat um ihre Nebenbuhlerin, die es trug und durch den Schweiß das Gift aufnahm, auszuschalten.

Ich hoffe es geht dir gut und du bist gesund 🙂 Alles Liebe ❤

Ein persönliches Hallo :)

Das ist mein allererstes, gesprochenes Video für euch. Ein kleiner Lagebericht sozusagen. ❤️ Ich wollt euch gerne zeigen, was man auf einem kleinen Balkon machen kann, welche Pflanzen mich momentan begleiten und einfach mal Hallo sagen. Die Anleitung zum Hydrolieren findet ihr hier: Hydrolate. Viel Spaß!


Und hier hab ich die vier Schritte für euch festgehalten, um ganz easy Salat am Balkon zu pflanzen.

Ein kleines Hallo

Das Lungenkraut – Pulmonaria officinalis

Das Lungenkraut – Pulmonaria officinalis

Das Lungenkraut gehört zur Familie der Raublattgewächse. Es ist ein altbekanntes Mittel bei Husten und anderen Lungenproblemen und wird gerne in Teemischungen verwendet. Der lateinische Beiname officinalis verrät uns, dass es sich um eine starke Heilpflanze handelt. Das Lungenkraut ist reich an Kieselsäure, besitzt auch Schleimstoffe und Saponine. Saponine haben die Eigenschaft, Wirkstoffe anderer Pflanzen zu verstärken, das macht das Lungenkraut umso wertvoller in Mischungen. Es enthält allerdings kleine Mengen an Pyrrolizidinalkaloiden und sollte daher nur kurz und in geringen Mengen angewendet werden. Ein paar Blätter als Beigabe im Frühlingswildkräutersalat stärken das Lungengewebe.

Das Lungenkraut – Pulmonaria officinalis

Einer der volkstümlichen Namen der Pflanze ist Hänsel und Gretel. Man ging davon aus, dass die roten Blüten weiblich und die blauen Blüten die männlichen sind. Es ist jedoch so, dass der dunkle Farbstoff, das Anthocyan für die Verfärbung von rot auf blau zuständig ist. Die Volksheilkunde setzte das Lungenkraut schon lange bei Lungenleiden ein. Man verglich laut Signaturenlehre die gefleckten Blätter mit der erkrankten Lunge. Ich denke gerade jetzt, wo der Coronavirus wütet, ist das Lungenkraut ein guter Begleiter. Bitte nicht falsch verstehen, das heißt nicht, dass es bei der Lungenkrankheit Covid hilft! Aber es ist unumstritten, dass es das Lungengewebe stärkt und das kann momentan nicht schaden. Außerdem finde ich, symbolisiert es durch die unterschiedlichen Blütenfarben Zusammenhalt, Liebe und Zweisamkeit. Und das brauchen wir jetzt alle ganz dringend ❤

Die Brennnessel – Urtica dioica

Die Brennnessel – Urtica dioica

Die Brennnessel gehört zu den Brennnesselgewächsen. Sie ist ein richtiges Kraftpacket und ein beliebtes Wildkraut in Suppen, Salaten, Pesto und Smoothies. In ihr sind viele wertvolle Stoffe enthalten, wie zum Beispiel: Magnesium, Kalium, Eisen, Silicium, Karotinoide, Kieselsäure und Vitamin B. Die Nesseln lassen sich einfach außer Kraft setzen: durch mixen, durch blanchieren oder durch ein Nudelholz. Beim Sammeln sollten empfindliche Menschen Handschuhe tragen, ansonsten reicht es zu beachten, die Pflanze von unten her anzugreifen. Als Heilkraut wirkt sie harntreibend, stoffwechselanregend, blutdrucksenkend, blutreinigend, schleimlösend und durchfallhemmend. Es wird ihr nachgesagt bei leichten Darmblutungen hilfreich zu sein. Die Wurzel ist gut für die Prostata und die Samen wirken aphrodisierend.

Eine tolle Pflanze, die du auch im städtischen Raum finden kannst. Für einige Menschen, mich eingenommen, ist das Sammeln von Wildpflanzen momentan fast unmöglich. Durch die bestehenden Ausgangssperren in Innsbruck/Tirol wegen dem Corona Virus, ist das Wandern in Wald und Wiese nicht mehr erlaubt. Pflanzen wie die Brennnessel, kommen auch in Städten vor – achte nur darauf, sie wirklich sehr gut zu waschen und sammle sie nur dann, wenn sie nicht direkt an einer Hundemeile wächst 🙂

Auf bessere Zeiten – alles Liebe!

Das Wechselblättrige Milzkraut – Chrysosplenium alternifolium

Das Wechselblättrige Milzkraut – Chrysosplenium alternifolium
Das Wechselblättrige Milzkraut – Chrysosplenium alternifolium

Ein bemerkenswertes, kleines Pflänzchen ist das Milzkraut. Total in Vergessenheit geraten und wenig beachtet. Es gehört zur Familie der Steinbrechgewächse. Das Milzkraut besitzt eine unglaubliche Leuchtkraft und hat (zumindest auf mich) eine magische Anziehung. Es wächst bevorzugt in schattigen, feuchteren Plätzen im Mischwald. Früher wurde es im Sinne der Signaturenlehre bei Erkrankungen derMilz verwendet, doch heute ist es gänzlich aus der Heilkräuterkunde verschwunden. Es ist in geringen Mengen aufgrund der Bitterkeit essbar – kleine Teile eignen sich gut für Salate, oder als Topping für Kartoffel- und Gemüsesuppen. Viel freude beim Entdecken dieser wundersamen, kleinen Pflanze.

Der Bärlauch – Allium ursinum / sicher erkennen

Der Bärlauch – Allium ursinum

Der Bärlauch gehört zur Familie der Amaryllisgewächse und ist eine der wertvollsten Frühlingspflanzen. Er hat zahlreiche Inhaltsstoffe die sich positiv auf unseren Körper auswirken. Jod, Eisen, Vitamin C und das Allicin, das für den Knoblauchgeschmack verantwortlich ist. Der Bärlauch ist ein beliebtes Wildkraut, dass zu zahlreichen Speisen verarbeitet wird: Bärlauchpesto, Bärlauchnudeln, Bärlauchknödel, Bärlauchsuppe, Bärlauchsalz etc. Doch auch als Heilpflanze hat er einiges zu bieten: Er wirkt cholesterinsenkend, blutdrucksenkend, antisklerotisch (das bedeutet: er wirkt Arterienverkalkungen entgegen), antibiotisch und sorgt für eine gute Darmflora. Eine Tinktur aus Bärlauch hilft dem Körper außerdem eingelagertes Quecksilber auszuleiten. Beim Sammeln von Bärlauch ist das genaue Bestimmen unumgänglich! Verwechslungsgefahr besteht mit dem hochgiftigen Maiglöckchen und der tödlich giftigen Herbstzeitlose.

Ich möchte euch gern zeigen, worauf ihr achten müsst beim Sammeln. Wenn ihr euch nicht 100% sicher seid, lasst die Pflanze lieber stehen!

Verwechslungsgefahr: Bärlauch, Maiglöckchen und Herbstzeitlose

Unterscheidungsmerkmale:

  • Beim Bärlauch hat jedes Blatt einen Stängel. Die Blattoberseite ist glänzend, die Unterseite matt. Jedes Blatt hat eine markante Mittelrippe, welche beim umbiegen knackt. Er verströmt starken Knoblauchgeruch.
  • Beim Maiglöckchen sind die Blätter zu zweit. Es hat ebenfalls eine Mittelrippe. Die Blattoberseite ist matt und die Unterseite glänzend, also umgekehrt wie beim Bärlauch. Es treibt auch erst ein wenig später aus.
  • Die Herbstzeitlose hat drei ineinander gedrehte Blätter. Die Mittelrippe fehlt. Achtung: Bereits kleine Mengen sind tödlich giftig!

Ich hoffe, ich kann euch damit weiterhelfen 🙂 Solltet ihr momentan angesichts der Ausgangssperren nicht in den Wald kommen, gibt es einen kleinen Trost: im gut sortierten Supermarkt wird auch des öfteren Bärlauch angeboten, dann könnt ihr aus ihm auch so was Feines zaubern ❤

Am liebsten mach ich Bärlauchpesto!

Du brauchst:

Bärlauch, Sonnenblumenkerne, Salz, Pfeffer, ein kaltgepresstes Öl deiner Wahl;

Alles zusammen im Mixer zerkleinern und in ein Schraubglas füllen. Bedecke das Pest im Glas immer mit einer kleinen Ölschicht, dann hält es im Kühlschrank mindestens eine Woche. Das Pesto passt zu Nudeln, Salaten, auf’s Brot, zu Kartoffeln…usw

Viel Spaß!

Bitteres Schaumkraut – Bachkresse

Bitteres Schaumkraut / Cardamine amara
Bitteres Schaumkraut / Cardamine amara

Die erste Pflanze, die ich dir genauer vorstellen möchte ist die Bachkresse. Der botanische Name lautet Bitteres Schaumkraut. Es gehört zur Familie der Kreuzblütler und wie alle Kreuzblütler hat auch das bittere Schaumkraut reichlich Senfölglykoside. Sie wirken antibiotisch, verdauungsfördernd und desinfizierend. Das bittere Schaumkraut regt die Bauchspeicheldrüse an und ist deshalb bei Diabetes sehr empfehlenswert. Verwechslung mit der echten Brunnenkresse leicht möglich, aber nicht tragisch. (Die Staubgefäße sind bei bitterem Schaumkraut lila, bei der Brunnenkresse gelb.) Es ist ein tolles Kraut für Salate, Aufstriche und zum Verfeinern von Kräutergerichten. Du findest es an feuchten Stellen im lichten Wald und in Wiesen.

die ersten Wildkräuter

rote Taubnessel und Vogelmiere

Ich bin so happy! Heute habe ich die ersten Wildkräuter gesammelt. Es tut so unglaublich gut wieder frisches Grün in den Händen zu halten. Jedes Jahr freue ich mich so sehr auf den Moment – und wie die schmecken! Die volle Lebensenergie steckt in den kleinen Geschenken 🙂

Wo vor genau einer Woche noch eine dicke Schneedecke lag, blitzen heute schon die ersten Kräuter und Frühblüher aus dem Waldboden heraus. Was ich heute entdeckt habe: Huflattich, Brennessel, rote Taubnessel, Ehrenpreis, Vogelmiere, Leberblümchen, Krokusse, Knoblauchrauke, Hahnenfuss, Lungenkraut, Spitzwegerich, Hirtentäschel und Schöllkraut.

Rote Taubnessel und Vogelmiere haben mich heute so angesprochen, dass ich sie mitgenommen habe. Ich möchte euch die Beiden gerne näher vorstellen:

Rote Taubnessel / Lamium purpureum

Die Schwestern der roten Taubnessel sind die gelbe und die weiße Taubnessel. Im Gegensatz zu den Beiden wird die rote Taubnessel in der Heilkunde kaum gebraucht. Trotzdem hat sie ähnliche Wirkstoffe, vielleicht nur etwas schwächer. Die Taubnesseln sind tolle Frauenkräuter und haben positive Wirkungen auf die Lunge, sind auswurffördernd und wirken antibakteriell. Die rote Taubnessel gehört zu der Familie der Lippenblütler, daher hat sie viele ätherische Öle. Wenn du an der Pflanze riechst, wirst du gleich den aromatischen Geruch vernehmen – Mmmhh. Sie wirkt sich positiv auf das Hautbild aus und hat entzündungshemmende Wirkstoffe. Du kannst sie als Beigabe für einen Wildkräutersalat, gehackt auf ein Butterbrot oder in einer Wildkräutersuppe genießen.

Vogelmiere / Stellaria media

Die Vogelmiere gehört zur Familie der Nelkengewächse. Du bist sicherlich schon tausend Mal über sie gelaufen und hast sie gar nicht bemerkt. So winzig und unscheinbar sind die kleinen Blätter dieser Pflanze. Sie schmeckt ein bisschen wie junger Mais und hat etwas frisch, kresseartiges im Geschmack nur ohne Schärfe. Das Vitalstoffpacket erkennst du ganz leicht indem du den Stengel brichst: Ist ein „Hühnerdarm“ zu sehen (siehe Bild, der schmale Stengel im breiten Teil), handelt es sich um die Vogelmiere. Sie bildet wunderschöne kleine weiße Blüten die wie Sterne aussehen, daher auch ihr anderer Name Sternmiere. Sie enthält reichlich Kieselsäure und Vitamin C, das macht sie für unsere Zellen zu wahrem Gold. Außerdem wirkt sie antirheumatisch und leicht schmerzlindernd. Durch die enthaltenen Cumarine verzaubert sie in ihrem Geschmack! Du kannst sie genau wie die rote Taubnessel in Wildkräutersalaten als Beigabe, in Suppen oder Aufstrichen genießen. Einzig Trocknen macht nicht viel Sinn, denn sie verliert einige ihrer wertvollen Inhaltsstoffe.

Ich wünsch dir ganz viel Freude beim Entdecken der ersten grünen Vitalstoffbomben und beim Genießen in der Natur ❤

PS: Wenn du Lust hast mehr über die Frühblüher und ersten Kräuter zu erfahren, dann ist der nächste Kräuterkurs genau richtig für dich 🙂

Das war der erste Kurs 2020 zum Thema Knospen erkennen und Gemmotherapie

Was für ein traumhafter Start ins Kräuterjahr! Wir hatten das beste Wetter und konnten so im Sonnenschein die Welt der Bäume und Sträucher erkunden.

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Februar ~ Imbolc ~ und wie mein Kräuterjahr beginnt

Die Rotbuche im Februarlicht

In der Nacht von gestern auf heute ist Imbolc, oder auch Maria Lichtmess. Unsere Vorfahren glaubten daran, dass ab dem heutigen Tag die Pflanzenwelt wieder dem Menschen zugetan ist, während sie die letzten drei Monate der Unterwelt gehörte. Heute kehrt das Licht zurück und die Säfte steigen in den Bäumen auf. Ich spüre jedes Jahr den Februarbeginn mit seiner unbändigen Energie und Lebenslust. Er birgt die Kraft der Erneuerung in sich und das ist ein so schönes Gefühl!

Das Kräuterjahr beginnt für mich jetzt und ich möchte dich gern daran teilhaben lassen, was ich so im Februar treibe 🙂

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