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Tinkturen aus Wurzeln selber machen- eine Freude

Die unterschiedlichen Farben der Tinkturen sind so schön!

So sieht es momentan in meinem Kämmerchen aus. Die Tinkturen stehen nur für ein Foto am Fensterbrett – Wurzeltinkturen ziehen bei mir immer im Dunklen aus. Die Farben sind so wundervoll!

Auf dem Bild oben siehst du (von links nach rechts): Baldrian, Beinwell, Braunwurz (Wurzel und Blatt), Blutwurz, Engelwurz (Wurzel und Samen), Salomonsiegel;

Ein Tinktur aus Wurzeln verlangt starken Alkohol. Am besten verwendest du mindestens 60%igen Korn. Und sie braucht eine Weile, bis sich die Stoffe voll und ganz gelöst haben – meine Wurzelauszüge stehen 6 Wochen lang. Zuerst reinigst du die Wurzel, dann schneidest du sie in kleine Stückchen und gibst sie in ein Schraubglas. (1/3 -1/2 ist eine gute Füllmenge) Dann gießt du mit dem starken Alkohol auf und stellst sie an einen dunklen, warmen Platz. Schüttle sie jeden Tag mit guten Gedanken. Ich denke immer bei der jeweiligen Tinktur an ihre Heilwirkungen während des Schüttelns um sie zu aktivieren ❤

Die Beinwell Tinktur frisch angesetzt;

Nach ca. 6 Wochen kannst du sie filtern und in ein dunkles Fläschchen mit Tropfaufsatz abfüllen. Je nach Beschwerden kannst du dreimal täglich ein paar Tropfen im Wasser einnehmen.

Anmerkung: Salomonsiegel, Beinwell und Braunwurz werden nur äußerlich verwendet! Ich verarbeite sie zu Salben weiter.

Die wunderschöne Siegelwurz (Salomonsiegel).

Hast du momentan auch Tinkturen beim Ausziehen? Hast du schon einmal eine heilkräftige Wurzel gesammelt?

Viel Freude dabei und genieß die wunderbaren Herbsttage ❤

Der Beifuß / Artemisia vulgaris

Der Beifuß / Artemisia vulgaris

Hui, da gehen die Emotionen hoch, wenn ich an diese wundervolle Pflanze denke. Der Beifuß ist einer meiner Verbündeten. Er begleitet mich seit Anbeginn meiner Suche zu mir Selbst in der Natur. Sein Duft ist berauschend – die zerriebenen Blüten haben etwas kampferähnliches und der Duft steigt einem sofort in den Kopf. Dort arbeitet er auch, denn er öffnet das Kronenchakra.

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Lärchenpechsalbe selber machen

Die Lärche im November – der einzige Nadelbaum der seine Nadeln alle verfärbt und abwirft.

Die Lärche ist ein wundervoller Lichtbaum. Ich liebe die Ausstrahlung dieses Baumes so sehr! Er ist einzigartig in seiner Art, denn er verfärbt seine Nadeln im Herbst golden, wie seine beblätterten Brüder und Schwestern und wirft danach alle Nadeln ab.

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Der Kräuterbuschen – Bündel binden zum Kräuterweihtag

Mein Kräuterbündel vom letzten Jahr

Die Tradition rund um den Kräuterbuschen ist uralt. Seit Jahrhunderten wird zu Maria Himmelfahrt die Kräuterweihe vollzogen, doch der Brauch wurzelt tiefer. Bereits bei den Kelten und Germanen wurden zu dieser Zeit im Jahr von den Kräuterfrauen, Schamanen und Hebammen die heilkräftigsten Kräuter gesammelt. Die Feste im Kräuterjahr hatten früher kein genaues Datum – man orientierte sich nach dem Mond. So wurden die wertvollsten Kräuter rund um den Augustneumond gesammelt. Jetzt nennt man die Zeit von Maria Himmelfahrt (15. August) bis Maria Namen (8. September) Frauendreißiger. Die Kräuter, die zu dieser Zeit gesammelt werden, sollen die größte Wirkung haben.

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Die Engelwurz / Angelica

Die Wald Engelwurz / Angelica sylvestris

Zu ihr habe ich wohl das emotionalste Verhältnis. Ich liebe diese Pflanze – sie ist für mich heilig, wenn man das so nennen kann. Lange, bevor ich wusste dass sie die Engelwurz ist, hat sie mich schon verzaubert mit ihrer unglaublichen Ausstrahlung. Der Name ist wohlverdient, denn sie hat wirklich etwas Engelsgleiches an sich.

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Die Mahonie / Mahonia und wie du Gelee aus ihren Beeren machst

Die Mahonie im Frühling

Ein wunderschöner Neophyt ist sie – die Mahonie. Ursprünglich stammt sie aus Nordamerika. Dort wurde sie auch als Heil – und Nahrungspflanze verwendet. Bei uns glauben viele sie sei durch und durch giftig. Das stimmt nicht ganz, denn die bereiften Beeren lassen sich zu einem Saft oder einem Gelee weiterverarbeiten und sind sehr gesund.

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Der Steinklee und die betörende Magie der Cumarine

Der betörende Duft des Steinklees kommt von den Cumarinen

Das Foto ist nicht ganz scharf, doch ich finde es so passend, wenn ich versuchen will zu beschreiben, was der Duft der Cumarine in mir auslöst. Wenn ich am Steinklee, am Labkraut oder am Waldmeister rieche, beamt es mich geradewegs kurz in den Himmel. Ich empfinde den Geruch als erfrischend, Lebensenergie spendend, betörend, beruhigend, schmerzlindernd und krampflösend. Er regt mich zum Träumen an und macht mich durch und durch glücklich.

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Die Königskerze / Verbascum

Die Königskerze / Verbascum – die wunderschönen Blüten

„Gehe aufrecht – bleib mutig.“ Das scheint sie zu sagen – die Königskerze. Sie gehört zur Familie der Braunwurzgewächse. Ihre majestätische Ausstrahlung ist wunderschön! Und sie weiß, dass sie etwas besonderes ist: Man erzählte sich, dass sie um ihre Heilkräfte gebeten werden will! Auch ich hatte ein Erlebnis, dass das bestätigt. Ich wollte unlängst ein paar Blüten einer wunderschönen Königskerze mitnehmen und rutschte unmittelbar vor ihr aus. Sofort dachte ich an die Überlieferungen. Ich bin generell der Meinung, man soll sich auf die Pflanzen vorher einstimmen. Wenn ich alleine bin beim Sammeln, liebe ich es ein kleines Lied zu summen oder ein spontan selbstgedichtetes „Gsatzl“ zu sprechen. Da kamen schon lustige Dinge raus: „Liebes Labkraut sei so fein, heile alle Leiden mein. Heile alle meine Lieben mit deinen frischen Trieben…“ usw.. 🙂 Die Blüten blühen immer nur kurz, dann öffnen sich die nächsten. Du brauchst also etwas Geduld beim Sammeln. Trockne die Blüten schnell, denn sie verderben leicht und bewahre sie in einem Schraubglas auf, denn sonst ziehen sie Feuchtigkeit an.

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Die Strahlenlose Kamille / Matricaria discoidea

Matricaria discoidea

Die Kraft, das Weh im Leib zu stillen,

verlieh der Schöpfer den Kamillen.

Sie blühn und warten unverzagt,

auf jemand, den das Bauchweh plagt.

Der Mensch jedoch in seiner Pein,

glaubt nicht an das, was allgemein

zu haben ist: Er schreit nach Pillen.

Verschont mich, sagt er, mit Kamillen,

um Gottes Willen!

aus Karl heinrich Waggerl: Das heitere Herbarium
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Die Disteln und die Wut

Die Kratzdistel / Cirsium

Du fragst dich jetzt vielleicht, was Disteln mit Wut zutun haben? Ich erkläre es gleich und erzähl dir auch, wie ich darauf gekommen bin. Eines vorweg: Ich liebe Disteln! Sie gehören definitiv zu meinen Pflanzenverbündeten. Ihre Vielfalt ist atemberaubend und jede einzelne ist auf ihre ganz eigene Art wunderschön.

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