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Nussschnaps ansetzen mit grünen Walnüssen

Tief in den Jahrskreis einzutauchen ist schon lange ein großer Wunsch von mir. Brauchtum, Jahreskreisfeste, Rituelle Speisen und Getränke, Gesänge, Tänze und Geschichten – sie alle faszinieren mich so sehr.

In den letzten Tagen wurde der Wunsch in mir immer lauter, einen Nussschnaps aus grünen Nüssen anzusetzen. Der optimale Zeitpunkt dafür ist Johanni (24.06.). Doch als mitten in der Stadt lebende, schien mir dieser Wunsch eher weit weg. Es gibt zwar etliche wilde Walnussbäume rund um die Stadt – jedoch sind entweder die Äste zu hoch um zu sammeln oder die unteren Bereiche sind abgesammelt.

Gestern (am Johannitag) war ich mit einer meiner Auszubildenden für einen Intansivtag im Wald unterwegs. Wunderbar hatten wir es – und wir streiften auch sehr wenig frequentierte Bereiche und eine meiner Lieblings Sackgassen im Wald. Gleich zwei zauberhafte Überraschungen warteten hier: Das unter Naturschutz stehende Tausendgüldenkraut (Centaury) und tief hängende Walnussbaumäste voller grüner Nüsse ♥

Ich hab mir voller Freude ein paar mitgenommen und möchte dir gern, inspiriert durch Instagram @stachelröschen ein Rezept hier lassen 🙂

Für einen kräftigen Nussschnaps brauchst du:

  • Ca 20 grüne Walnüsse (Ende Juni sammeln – sie sollten innen noch weiß sein)
  • 1 l Korn
  • 1 Bio Zitrone
  • 1 Vanilleschote
  • 1 Sternanis
  • 10 Gewürznelken
  • 1 Zimtstange
  • Ca 5 El braunen Zucker / Kandiszucker

Außerdem:

  • 1 großes Schraubglas
  • Handschuhe zum verarbeiten

Wasche zuerst die grünen Nüsse.

Zieh dir Handschuhe an (wegen der enthaltenen Gerbstoffe) und schneide die jungen Nüsse mit einem Messer in Scheiben. Gib sie in das saubere Schraubglas.

Schneide die Bio Zitrone (mit Schale) ebenfalls in Scheiben und gib sie dazu. Die Vamilleschote wird der Länge nach aufgeschlitzt und zusammen mit den anderen Gewürzen ebenfalls ins Glas gegeben.

Dann kommt der Zucker dazu. (Kandiszucker eventuell zerkleinern). Fülle mit dem Korn auf und schraub dein Glas zu.

Stelle es nun für mindestens 8 Wochen an einen dunklen Ort zum durchziehen. Hin und wieder schwenken.

Dann kansst du deinen Schnaps filtern und noch etwas nachreifen lassen.

PS: Die gefilterten Nüsse kannst du nochmals ansetzen. Mit etwas mehr Zucker ergibt es einen sehr milden, nicht so intensiven und dunklen Likör ♥

Viel Spaß ♥



Aktuelle Termine für Wanderungen findest du hier:

Maibowle Rezept

Der Waldmeister in Blüte

Huiiii, der Mai – er rauscht in unser Leben.

Der kommende Vollmond am Montag bringt uns pure Lebensenergie und Freude. Feiern wir das Leben, feiern wir die Liebe ♥

Der Waldmeister ist eine wunderbar begleitende Pflanze zum Feiern: Er bringt dich in andere Sphären, erschließt dir die Welt der Naturwesen und sperrt dein Herz und deinen Geist auf für Schönheit und Liebe.

Ein Maibowlen Rezept für dich:

  • 12 Stängel Waldmeister
  • 1 Flasche Weißwein
  • 1 Flasche Sekt
  • 150ml Apfelsaft
  • 500g Frische Erdbeeren

Den Waldmeister anwelken lassen. (Am Vormittag sammeln und am Nachmittag zubereiten)

In eine große Glasschüssel den Weißwein mit dem Apfelsaft geben und den Waldmeister dazugeben.

Mindestens 1 Stunde drinnen ziehen lassen (auch länger geht).

Den Waldmeister entfernen und mit dem Sekt aufgießen.

Mit Erdbeeren im Glas servieren und genießen 🙂

Viel Spaß beim Feiern ♥



Bald geht’s los ♥ Deine Ausbildung zum Kräuterkundigen ♥


Aktuelle Termine für Wildkräuterwanderungen findest du hier ♥

Buchenherz – Werde zum Kräuterkundigen


Wie wäre das, wenn du dein eigenes Kräuterbusiness starten könntest?

Wenn du Menschen begleiten könntest – in die Natur und zu sich selbst?

Was wäre, wenn dieses halbe Jahr dein Leben komplett verändert?


Manchmal braucht es große Wahlen um wirklich etwas zu verändern. Wenn du dich gerufen fühlst von der Pflanzenwelt und eine Ausbildung möchtest, die dir neben all dem Fachwissen, die feinstoffliche Welt der Pflanzen, des Waldes und der Naturwesen näher bringt, dann ist Buchenherz für dich gemacht.


Alle Informationen zur Ausbildung findest du hier:

♥ Buchenherz ♥

Werde zum Kräuterkundigen, denn der Kräuterkundige sieht die Pflanzen mit dem Herzen ♥

Ich freu mich auf deine Anfrage – schreib mir gerne: kontakt@nabanatur.blog

Deine Nadine ♥



Tee gegen Abszesse – meine Hausapotheke

Ein eher unschickes Thema heute 😉 Fast jeder von uns kennt sie, keiner redet gern darüber: Schmerzhafte Abszesse.

Vorneweg: Bei Unklarheiten oder besonders gefährlichen Stellen (unter der Nase zum Beispiel) solltest du damit sofort zum Arzt! Und bitte versuche nicht, sie selber zu öffnen (schon gar nicht durch drücken!)

Natürlich hat die liebe Natur auch hier an uns Menschen gedacht und ein paar Helferleins zur Verfügung gestellt. Ich hab eine Teemischung gemischt, die bereits nach einem Tag schon in Kombination mit örtlicher Behandlung wohltuende Dienste geleistet hat.

Der Tee gegen Abszesse enthält:

  • 2 Teile Königskerzenblüten
  • 1 Teil Schafgarbe
  • 1 Teil Ananaskamille (auch Strahlenlose Kamille genannt, alternativ: römische Kamille)

10 Minuten zugedeckt ziehen lassen und schluckweise trinken. (2-3 Tassen am Tag) In der Schwangerschaft sollte keine Schafgarbe getrunken werden!

Du kannst die Kräuter auch zusätzlich in Milch auskochen und die warme Kräutermilch auf die betroffene Stelle auflegen. Das fördert den Reifungsprozess. Zusätzlich sind Zugsalben eine feine Sache.

Ich möchte dir gerne kurz die Pflanzen ein wenig vorstellen:

Die großblütige Königskerze

Die Großblütige Königskerze

Die Königskerze ist in erster Linie als Hustenmittel bekannt, doch sie kann noch mehr: Sie hat stark erweichende Eigenschaften, die hier sehr nützlich sind. Sie kann außerdem entzündungshemmend, schleimhautregenerierend und schmerzlindernd wirken. Ein gutes Mittel bei Hautproblemen!


Die Schafgarbe

Die Schafgarbe

Die Schafgarbe ist eine Allrounderin in der Kräuterkunde. Ich mag sie sehr gerne – finde am besten für dich heraus, ob du diese äußerst starke Heilpflanze gut verträgst! Sie ist als Wundheilerin bekannt, ihr werden stark blutreinigende Eigenschaften zugeschrieben – sie soll schlechtes aus dem Körper befördern. Das kann hier wohl nicht schaden 😉


Die Ananaskamille (strahlenlose Kamille)

Die Ananaskamille / Strahlenlose Kamille

Ein Neophyt, über den bei und nicht viel bekannt ist. Ich liebe diese Pflanze und verwende sie sehr gerne! Du findest sie in höheren Lagen gern an Wegen, sie wird (wie der Breitwegerich) gerne getreten. Diese unscheinbare Kräutlein hat einen zauberhaften Duft: ein wenig wie Ananas – daher auch ihr zweiter Name Ananaskamille. Ich habe mich hier für sie aus mehreren Gründen entschieden: Sie ist lindernd und kühlend, sie ist für mich eine Hautpflanze und aufgrund ihere Signatur (ihres Aussehens) schätze ich sie kraftvoll gegen Abszesse ein.


Wie so oft bin ich dankbar, für eine prall gefüllte Kräuterkammer und der Fähigkeit, mir und meinen Lieben schnelle Linderung zu verschaffen. Wenn du das auch gerne möchtest, dann melde dich doch bei mir zu einer Wanderung an. Dort lernst du wissenswertes über die Pflanzen vor deiner Türe. kontakt@nabanatur.blog




Alle aktuellen Wanderungen findest du hier:


Ein ganzes Wochenende voller Kräuterwissen findest du hier:


Dein Online Kurs zu den Frühlingskräutern mit zusätzlicher Kontaktmöglichkeit per Email, findest du hier:


Alle aktuellen Kurse und Wanderungen mit mir an der VHS Tirol / Innsbruck findest du hier:

Gemüse fermentieren – ein Experiment

Heut möchte ich dich gerne mitnehmen, beim Experiment Gemüse zu fermentieren. Ich versuche das zum ersten Mal – es gibt also keine Garantie, dass das so klappt.  Fermentieren ist eine tolle Möglichkeit Gemüse haltbar zu machen und sehr gesund. Bei der Fermentation entstehen Milchsäurebakterien, die die Darmflora unterstützen und dem Gemüse einen knackigen, prickelnden und frischen Geschmack verleihen.

Alles, was du brauchst ist Gemüse und unbehandeltes Salz. Unbehandelt deshalb, weil Rieselhilfen oder eine Zusatz-Jodierung den Fermentationsprozess aufhalten können.

Besonders gut eignet sich Wurzelgemüse, welches zu dieser Jahreszeit noch reichlich vorhanden ist. Natürlich kannst du auch Wildkräuter, wie zum Beispiel Kren oder Löwenzahnwurzel mit einarbeiten.

An Küchengeräten brauchst du eine Gemüsereibe, eine große Schüssel, eine Waage und Bügelgläser oder Weck Gläser. (Intakter Gummi ist wichtig!)

Achte bitte bei den Utensilien auf Sauberkeit, wegen der Verkeimung.

Dann geht’s los 🙂

Reibe dein Gemüse fein und in eine große Schüssel und wieg es ab. Dann kommen etwa 2-3 Prozent Salz dazu.

Vermische nun das Salz gut mit dem Gemüse (knete es richtig ein, solange bis Saft austritt.)

Dann wird das Gemüse in die Gläschen gedrückt, ganz fest, dass keine Luft mehr dazwischen ist und der Saft oben aufsteigt. Fülle sie bis obenhin und verschließe sie mitsamt dem Gummiring. Stell sie auf einen Teller oder ein Tablett, damit der eventuell austretende Saft nicht deinen Schrank oder dein Regal versaut 🙂

Nun kommen deine Gläschen an einen eher warmen, dunklen Ort. Wurzelgemüse sollte etwa 7 Wochen stehen bleiben. Dann kannst du die Gläser kühl lagern (im Kühlschrank oder in einer kühlen Kammer).

Dein fertig fermentiertes Gemüse sollte nun viele Monate haltbar sein.

Gutes Gelingen!

PS: Mit den übrig gebliebenen Gemüseteilen kannst du mit reichlich Salz, Liebstöckel und etwas Wasser eine Würzpaste kochen.

Würzpaste aus den Resten 🙂



Lust auf ein Wochenende voller Wildkräuterküche? Ende April findet die Kräuterkuchl statt – ich freu mich auf dich!


Du bist schon neugiereig auf das erste wilde Grün? Und möchtest gerne in deinem Tempo gemütlich die Wildpflanzen im Frühling kennenlernen? Dann ist der Online Kurs vielleicht genau das Richtige für dich. Du hast zusätzlich die Möglichkeit, mich bei fragen zu kontaktieren 🙂


Die ersten Wanderungen des Jahres entdeckst du hier:


Alle Termine an der VHS Innsbruck findest du hier:

Die Rosskastanie – mit Kastanien waschen

Vor ein paar Tagen war ich Kastanien sammeln, um einen kleinen Waschpulver Vorrat anzulegen. Mit den glänzenden Samen der Rosskastanie lässt sich nämlich wunderbar reinigen!

In den Kastanien sind reichlich Saponine enthalten. Sie haben die eigenschaft Oberflächen zu schäumen und zu vergrößern. Sehr viele Pflanzen enthalten Saponine. Hier machts die Dosis – die Rosskastanie enthält für den reinen Verzehr zuviele von ihnen.

Wir können uns jedoch die Kraft der Kastanien in Form von Tinkturen, Sprays und Salben äußerlich zu Nutze machen. Aus ihnen lässt sich ein toller “schwere Beine” Spray zaubern. Schneide die Kastanien hierfür in Viertel auf und setzte sie für ca. 2 Wochen in Alkohol an. Verdünne die fertige Tinktur etwas mit Wasser und sprühe sie auf (am besten eingecremte) Beine. Eingecremt, weil der Alkohol schon etwas austrocknend wirken kann.

Die zauberhaften Blüten der Rosskastanie können in einer Teemischung verwendet werden. 1 zu 5 ist hier ein ganz gutes Mengenverhältnis, denn auch von den Blüten soll nicht zuviel verzehrt werden. Die Rosskastanie liefert uns gleich 3 Bachblüten: Chestnut Bud, White Chestnut und Red Chestnut. Die Bachblüte Sweet Chestnut kommt von der Edelkastanie.

Waschen mit Kastanien

Um aus Rosskastanien ein Waschmittel zu zaubern brauchst du nur Kastanien und Wasser – so easy, das mag ich 🙂

Wenn du frische Kastanien gleich verwenden möchtest, genügt es 3 – 4 Stück zu vierteln, (Bitte pass auf deine Finger auf!) in ein Schraubglas zu geben und mit Wasser aufzufüllen. Verschließe das Glas und schüttle es gut. Nach etwa 2 -3 Stunden hast du genügend Saponine gelöst (sobald es richtig schäumt) um mit dem abgegossenen Wasser zu waschen.

Wenn du weiße Wäsche waschen möchtest, entferne die braune Schale vor dem Ansetzen. Du kannst zusätzlich noch etwas Natron für die weiße Wäsche dazu geben. Ein paar Tropfen Ätherisches Lavendelöl machen sich gut als Duft.

Die Kastanienzeit ist ja nur kurz im Jahr. Wenn du einen Vorrat zum Waschen anlegen möchtest, kannst du das so machen:

Verarbeite frisch gesammelte Kastanien! Frisch weil sie sonst so hart sind, dass große Verletzungsgefahr beim Aufschneiden herrscht. Schneide sie wieder in Viertel und verarbeite sie in einem Zerkleinerer zu Brösel. Die zerkleinerten Kastanien lasse ich dann etwa 3 Tage auf einem Teller oder Backpapier trocknen. Die fertig getrockneten Kastanien kannst du dann in einen Papiersack oder in ein Schraubglas füllen und dunkel und kühl lagern.

Um zu Waschen, setze einfach wieder ca. 1-2 Esslöffel voll Kastanienkrümel mit Wasser an und verwende das gefilterte Wasser wie oben beschrieben. (Ich gebe immer einen Teil direkt zur Wäsche und einen Teil in das Fach für das Waschmittel.)

Die Waschwirkung ist erstaunlich gut – teste es doch mal aus, wenn du möchtest 🙂

Mit dem Pulver kannst du dir auch die Hände waschen, Geschirr reinigen und du kannst mit Kastanien baden. So eine tolle Pflanze, direkt vor unserer Nase!

Ich wünsch dir viel Freude beim Ausprobieren.


Ps: Falls du auf Facebook bist: In meiner Gratis Facebook Gruppe Nabanatur gabs letzten Sonntag auch ein Live zur Herstellung des Waschpulvers. Schau doch rein – ich freu mich auf dich 🙂


Kommende Wanderungen und Workshops

Übers Leermachen, den Frauenmantel und eine superfeine Gesichtsmilch

Ich lerne, indem ich vergesse.

Gestern war ich wieder mal in Terfens unterwegs. Dieses Fleckchen Natur ist so wunderbar schön! Ich war dort, um mich näher mit dem Frauenmantel zu beschäftigen.

So viel Wissen hab ich mir angeeignet in den letzten Jahren. So viel, dass ich manchmal das Gefühl habe, gar nichts zu wissen.

Ich übe mich momentan im Ausleeren, im Vergessen. Das heißt nicht, dass alles verschwindet, im Gegenteil, es öffnet sich ein riesengroßer Raum der Wahrnehmung.

Der Frauenmantel ist eine magische Pflanze. Sein lateinischer Name Alchemilla erzählt von seiner Wertigkeit für die Alchemisten. Sie glaubten, dass die ausgeschwitzten Gutattionstropfen der Blätter, zur Herstellung des “Stein der Weisen” verwendet werden können.

Um diese Tropfen ranken sich viele Geschichten. Sie sollen zur Schönheit verhelfen, wenn man sie direkt über das Gesicht streicht. Angelehnt an diesen Glauben und die tonisierenden Kräfte in der Pflanze, ist wohl auch die Idee der Gesichtsmilch entstanden, die ich in dem Buch von Siegrid Hirsch entdeckte.

Gesichtsmilch für die Schönheit

  • Eine große Tasse Mandelmilch ( oder Kuhmilch, Sojamilch..)
  • Eine Handvoll Frauenmantel (am besten zur Blüte)

Zerkleinere den Frauenmantel grob und gib ihn zusammen mit der Milch in einen kleinen Topf.

Lass die Milch ca. 15-20 Minuten köcheln (nicht zu stark).

Seihe die Milch ab und gib sie in ein sauberes Fläschchen. Bewahre sie im Kühlschrank auf.

Streiche dir die Schönheitsmilch über Gesicht und Dekoltee.

Der Frauenmantel ist ein Rosengewächs und enthält Gerbstoffe, Flavonoide, Saponine, ätherisches Öl, Salicylsäure und Bitterstoffe. Er ist eine Frauenpflanze. Bei Unterleibsbeschwerden, Zyklusstörungen und hormonellen Störungen, ist er ein guter Helfer.

Er kann als Tee getrunken und zusätzlich auch äußerlich in Form von Sitzbädern, oder Umschlägen angewendet werden. Er kann entzündungshemmend, wundheilend, zusammenziehend, stopfend, anregend und blutreinigend wirken.

Auf der Seelenebene ümhüllt er uns. Er bestärkt, mutig den eigenen Weg zu gehen ohne Kompromisse. Er ermutigt zur Weiblichkeit und nimmt die Angst vor emotionalen Verletzungen und Anfeindungen. Er gibt Sicherheit und Geborgenheit. Denn nur ohne Angst, bist du auch du selbst. In der Angst, können wir viele Anteile in uns nicht leben – nicht nur in dem Moment der Angst selbst – die Angst lässt diese Anteile mit der Zeit völlig verschwinden. Der Frauenmantel verschafft uns dazu wieder Zugang <3



Gestern gab es in meiner Facebook Gruppe ein 25-minütiges Live dazu. Die Videos bleiben in der Gruppe gespeichert zum nachschauen. Es ist sehr schön, sich dort zu verbinden – auch du bist ganz herzlich in die Gruppe eingeladen 🙂

https://www.facebook.com/groups/168506311743846



Der Waldmeister / Galium odoratum / der “Heilige Geist” des Waldes

Was für ein himmlisches Plätzchen voller Waldmeister!

Gestern, am Pfingstsonntag rief mich der “Heilige Geist” des Waldes – der Waldmeister. Ich kenne nicht viele Plätzchen in meiner Umgebung, wo er wächst. Umso dankbarer bin ich, dieses hier vor 2 Jahren entdeckt zu haben!

Der Waldmeister gehört zur Familie der Rötegewächse. Auch andere Labkräuter wie das Wiesenlabkraut, das echte Labkraut, das Klettenlabkraut und andere gehören zu dieser Familie.

Den Waldmeister erkennst du, aufgrund seiner etwas breiteren Blätter im Vergleich zu den anderen Arten. Sie sind quirlständig angeordnet, das heißt sie wachsen alle um den selben Punkt herum am Stengel.

Der Waldmeister betört durch die Cumarine, die in ihm enthalten sind. Sie entwickeln sich vollends, wenn du ihn nach dem Sammeln anwelken lässt und ihn erst dann weiterverarbeitest zu Limonade, Bowle oder Desserts. Auch zum Trocknen für Tee ist er wunderbar geeignet.

Er kann blutverdünnend, entzündungshemmend, beruhigend, berauschend, krampflösend, konzentrationsfördernd, leicht krebshemmend wirken und macht kreativ.

Achte auf die Dosis, denn zuviel von ihm macht Kopfschmerzen! Am besten nur 4-5 Stengel pro Liter Getränk und im Tee als Mischung mit Brombeerblättern, Erdbeerblättern oder Brennnessel und Ringelblume. Traditionell ist er Bestandteil der Maibowle, die zum berauschenden Beltanefest getrunken wird. Ein Fest der Liebe, der Vereinigung, der Fruchtbarkeit, der Hochzeiten und der Ekstase.

Auf der Seelenebene macht er uns empfänglich für die Weisheiten und Geheimnisse des Waldes und der Pflanzen. Er ist ein wenig der Schlüsselmeister und das Schloss, um verborgene Türen zu öffnen.



Der Heilige Geist, der Waldmeister und die Facebookgruppe

Mich hats gestern richtig geöffnet! Nachdem ich eine sehr hoffnungsvolle Migräne Therapie mit Antikörperspritze begonnen habe, bin ich dabei wieder neuen Mut zu fassen.

Dabei ist auch eine sehr liebevolle Facebook Gruppe entstanden, in der ich immer wieder Live gehe, um dir Interessantes aus der Pflanzenwelt zu zeigen. Ich freu mich, dich dort begrüßen zu dürfen!

Hier geht’s zur Gruppe —>

https://www.facebook.com/groups/168506311743846

Das gestrige Livevideo aus einem verzauberten Platz in der Nähe von Innsbruck möcht ich dir gern zeigen – es geht um den Waldmeister 🙂

Der Waldmeister


Herzwein selber machen

Die Bach Nelkenwurz – eine wundervolle Pflanze

Ich hab heuer zum ersten Mal einen Herzwein angesetzt. In erster Linie hab ich es für meine Eltern gemacht, doch ein Fläschchen hab ich mir behalten 🙂

Was macht der Herzwein und was ist in ihm drinnen?

Der Herzwein wirkt laut volksheilkundlichen Überlieferungen, stärkend und spendet Lebensfreude. Speziell ältere Menschen, denen es an Energie und Lebenslust fehlt, können von einem Schlückchen des Weins profitieren. Er enthält viele Gerbstoffe, die vitalisierend und erneuernd wirken. Der Rotwein ist voll von Anthocyanen, die sich positiv auf die Zellen auswirken.

Verwendet für den Herzwein wird die Wurzel der Nelkenwurz. Beide Pflanzen (die Nelkenwurz und die Bach Nelkenwurz) sind für den Weinansatz geeignet.

Die Wurzel verfügt über ätherische Öle, Bitterstoffe und zahlreiche Gerbstoffe. Sie wirkt herzstärkend, nervenstärkend und verdauungsfördernd. Das enthaltene Eugenol kennen wir auch von den Gewürznelken – daher der Name Nelkenwurz. Sie verfügt auch über eine keimhemmende Wirkung – diese ist allerdings geringer als bei den Gewürznelken.

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Schwedenbitter / Anwendungen nach alten Überlieferungen und Maria Treben

Lindern mit der Kraft der Natur

Maria Treben war eine Ausnahmepersönlichkeit. Sie war eine Schamanin. Für viele klingt das vielleicht fremd, doch ich denke wir haben zum Teil ein falsches Bild vom Schamanentum. Es ist heutzutage “cool” ein Schamane oder eine Schamanin zu sein. Doch in Wahrheit kann man sich das nicht aussuchen. Man wird zum Schamanen – oder eben nicht. Maria Treben war definitiv eine.

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