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Die Rosskastanie – mit Kastanien waschen

Vor ein paar Tagen war ich Kastanien sammeln, um einen kleinen Waschpulver Vorrat anzulegen. Mit den glänzenden Samen der Rosskastanie lässt sich nämlich wunderbar reinigen!

In den Kastanien sind reichlich Saponine enthalten. Sie haben die eigenschaft Oberflächen zu schäumen und zu vergrößern. Sehr viele Pflanzen enthalten Saponine. Hier machts die Dosis – die Rosskastanie enthält für den reinen Verzehr zuviele von ihnen.

Wir können uns jedoch die Kraft der Kastanien in Form von Tinkturen, Sprays und Salben äußerlich zu Nutze machen. Aus ihnen lässt sich ein toller „schwere Beine“ Spray zaubern. Schneide die Kastanien hierfür in Viertel auf und setzte sie für ca. 2 Wochen in Alkohol an. Verdünne die fertige Tinktur etwas mit Wasser und sprühe sie auf (am besten eingecremte) Beine. Eingecremt, weil der Alkohol schon etwas austrocknend wirken kann.

Die zauberhaften Blüten der Rosskastanie können in einer Teemischung verwendet werden. 1 zu 5 ist hier ein ganz gutes Mengenverhältnis, denn auch von den Blüten soll nicht zuviel verzehrt werden. Die Rosskastanie liefert uns gleich 3 Bachblüten: Chestnut Bud, White Chestnut und Red Chestnut. Die Bachblüte Sweet Chestnut kommt von der Edelkastanie.

Waschen mit Kastanien

Um aus Rosskastanien ein Waschmittel zu zaubern brauchst du nur Kastanien und Wasser – so easy, das mag ich 🙂

Wenn du frische Kastanien gleich verwenden möchtest, genügt es 3 – 4 Stück zu vierteln, (Bitte pass auf deine Finger auf!) in ein Schraubglas zu geben und mit Wasser aufzufüllen. Verschließe das Glas und schüttle es gut. Nach etwa 2 -3 Stunden hast du genügend Saponine gelöst (sobald es richtig schäumt) um mit dem abgegossenen Wasser zu waschen.

Wenn du weiße Wäsche waschen möchtest, entferne die braune Schale vor dem Ansetzen. Du kannst zusätzlich noch etwas Natron für die weiße Wäsche dazu geben. Ein paar Tropfen Ätherisches Lavendelöl machen sich gut als Duft.

Die Kastanienzeit ist ja nur kurz im Jahr. Wenn du einen Vorrat zum Waschen anlegen möchtest, kannst du das so machen:

Verarbeite frisch gesammelte Kastanien! Frisch weil sie sonst so hart sind, dass große Verletzungsgefahr beim Aufschneiden herrscht. Schneide sie wieder in Viertel und verarbeite sie in einem Zerkleinerer zu Brösel. Die zerkleinerten Kastanien lasse ich dann etwa 3 Tage auf einem Teller oder Backpapier trocknen. Die fertig getrockneten Kastanien kannst du dann in einen Papiersack oder in ein Schraubglas füllen und dunkel und kühl lagern.

Um zu Waschen, setze einfach wieder ca. 1-2 Esslöffel voll Kastanienkrümel mit Wasser an und verwende das gefilterte Wasser wie oben beschrieben. (Ich gebe immer einen Teil direkt zur Wäsche und einen Teil in das Fach für das Waschmittel.)

Die Waschwirkung ist erstaunlich gut – teste es doch mal aus, wenn du möchtest 🙂

Mit dem Pulver kannst du dir auch die Hände waschen, Geschirr reinigen und du kannst mit Kastanien baden. So eine tolle Pflanze, direkt vor unserer Nase!

Ich wünsch dir viel Freude beim Ausprobieren.


Ps: Falls du auf Facebook bist: In meiner Gratis Facebook Gruppe Nabanatur gabs letzten Sonntag auch ein Live zur Herstellung des Waschpulvers. Schau doch rein – ich freu mich auf dich 🙂


Kommende Wanderungen und Workshops

Übers Leermachen, den Frauenmantel und eine superfeine Gesichtsmilch

Ich lerne, indem ich vergesse.

Gestern war ich wieder mal in Terfens unterwegs. Dieses Fleckchen Natur ist so wunderbar schön! Ich war dort, um mich näher mit dem Frauenmantel zu beschäftigen.

So viel Wissen hab ich mir angeeignet in den letzten Jahren. So viel, dass ich manchmal das Gefühl habe, gar nichts zu wissen.

Ich übe mich momentan im Ausleeren, im Vergessen. Das heißt nicht, dass alles verschwindet, im Gegenteil, es öffnet sich ein riesengroßer Raum der Wahrnehmung.

Der Frauenmantel ist eine magische Pflanze. Sein lateinischer Name Alchemilla erzählt von seiner Wertigkeit für die Alchemisten. Sie glaubten, dass die ausgeschwitzten Gutattionstropfen der Blätter, zur Herstellung des „Stein der Weisen“ verwendet werden können.

Um diese Tropfen ranken sich viele Geschichten. Sie sollen zur Schönheit verhelfen, wenn man sie direkt über das Gesicht streicht. Angelehnt an diesen Glauben und die tonisierenden Kräfte in der Pflanze, ist wohl auch die Idee der Gesichtsmilch entstanden, die ich in dem Buch von Siegrid Hirsch entdeckte.

Gesichtsmilch für die Schönheit

  • Eine große Tasse Mandelmilch ( oder Kuhmilch, Sojamilch..)
  • Eine Handvoll Frauenmantel (am besten zur Blüte)

Zerkleinere den Frauenmantel grob und gib ihn zusammen mit der Milch in einen kleinen Topf.

Lass die Milch ca. 15-20 Minuten köcheln (nicht zu stark).

Seihe die Milch ab und gib sie in ein sauberes Fläschchen. Bewahre sie im Kühlschrank auf.

Streiche dir die Schönheitsmilch über Gesicht und Dekoltee.

Der Frauenmantel ist ein Rosengewächs und enthält Gerbstoffe, Flavonoide, Saponine, ätherisches Öl, Salicylsäure und Bitterstoffe. Er ist eine Frauenpflanze. Bei Unterleibsbeschwerden, Zyklusstörungen und hormonellen Störungen, ist er ein guter Helfer.

Er kann als Tee getrunken und zusätzlich auch äußerlich in Form von Sitzbädern, oder Umschlägen angewendet werden. Er kann entzündungshemmend, wundheilend, zusammenziehend, stopfend, anregend und blutreinigend wirken.

Auf der Seelenebene ümhüllt er uns. Er bestärkt, mutig den eigenen Weg zu gehen ohne Kompromisse. Er ermutigt zur Weiblichkeit und nimmt die Angst vor emotionalen Verletzungen und Anfeindungen. Er gibt Sicherheit und Geborgenheit. Denn nur ohne Angst, bist du auch du selbst. In der Angst, können wir viele Anteile in uns nicht leben – nicht nur in dem Moment der Angst selbst – die Angst lässt diese Anteile mit der Zeit völlig verschwinden. Der Frauenmantel verschafft uns dazu wieder Zugang <3



Gestern gab es in meiner Facebook Gruppe ein 25-minütiges Live dazu. Die Videos bleiben in der Gruppe gespeichert zum nachschauen. Es ist sehr schön, sich dort zu verbinden – auch du bist ganz herzlich in die Gruppe eingeladen 🙂

https://www.facebook.com/groups/168506311743846



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Der Waldmeister / Galium odoratum / der „Heilige Geist“ des Waldes

Was für ein himmlisches Plätzchen voller Waldmeister!

Gestern, am Pfingstsonntag rief mich der „Heilige Geist“ des Waldes – der Waldmeister. Ich kenne nicht viele Plätzchen in meiner Umgebung, wo er wächst. Umso dankbarer bin ich, dieses hier vor 2 Jahren entdeckt zu haben!

Der Waldmeister gehört zur Familie der Rötegewächse. Auch andere Labkräuter wie das Wiesenlabkraut, das echte Labkraut, das Klettenlabkraut und andere gehören zu dieser Familie.

Den Waldmeister erkennst du, aufgrund seiner etwas breiteren Blätter im Vergleich zu den anderen Arten. Sie sind quirlständig angeordnet, das heißt sie wachsen alle um den selben Punkt herum am Stengel.

Der Waldmeister betört durch die Cumarine, die in ihm enthalten sind. Sie entwickeln sich vollends, wenn du ihn nach dem Sammeln anwelken lässt und ihn erst dann weiterverarbeitest zu Limonade, Bowle oder Desserts. Auch zum Trocknen für Tee ist er wunderbar geeignet.

Er kann blutverdünnend, entzündungshemmend, beruhigend, berauschend, krampflösend, konzentrationsfördernd, leicht krebshemmend wirken und macht kreativ.

Achte auf die Dosis, denn zuviel von ihm macht Kopfschmerzen! Am besten nur 4-5 Stengel pro Liter Getränk und im Tee als Mischung mit Brombeerblättern, Erdbeerblättern oder Brennnessel und Ringelblume. Traditionell ist er Bestandteil der Maibowle, die zum berauschenden Beltanefest getrunken wird. Ein Fest der Liebe, der Vereinigung, der Fruchtbarkeit, der Hochzeiten und der Ekstase.

Auf der Seelenebene macht er uns empfänglich für die Weisheiten und Geheimnisse des Waldes und der Pflanzen. Er ist ein wenig der Schlüsselmeister und das Schloss, um verborgene Türen zu öffnen.



Der Heilige Geist, der Waldmeister und die Facebookgruppe

Mich hats gestern richtig geöffnet! Nachdem ich eine sehr hoffnungsvolle Migräne Therapie mit Antikörperspritze begonnen habe, bin ich dabei wieder neuen Mut zu fassen.

Dabei ist auch eine sehr liebevolle Facebook Gruppe entstanden, in der ich immer wieder Live gehe, um dir Interessantes aus der Pflanzenwelt zu zeigen. Ich freu mich, dich dort begrüßen zu dürfen!

Hier geht’s zur Gruppe —>

https://www.facebook.com/groups/168506311743846

Das gestrige Livevideo aus einem verzauberten Platz in der Nähe von Innsbruck möcht ich dir gern zeigen – es geht um den Waldmeister 🙂

Der Waldmeister


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Herzwein selber machen

Die Bach Nelkenwurz – eine wundervolle Pflanze

Ich hab heuer zum ersten Mal einen Herzwein angesetzt. In erster Linie hab ich es für meine Eltern gemacht, doch ein Fläschchen hab ich mir behalten 🙂

Was macht der Herzwein und was ist in ihm drinnen?

Der Herzwein wirkt laut volksheilkundlichen Überlieferungen, stärkend und spendet Lebensfreude. Speziell ältere Menschen, denen es an Energie und Lebenslust fehlt, können von einem Schlückchen des Weins profitieren. Er enthält viele Gerbstoffe, die vitalisierend und erneuernd wirken. Der Rotwein ist voll von Anthocyanen, die sich positiv auf die Zellen auswirken.

Verwendet für den Herzwein wird die Wurzel der Nelkenwurz. Beide Pflanzen (die Nelkenwurz und die Bach Nelkenwurz) sind für den Weinansatz geeignet.

Die Wurzel verfügt über ätherische Öle, Bitterstoffe und zahlreiche Gerbstoffe. Sie wirkt herzstärkend, nervenstärkend und verdauungsfördernd. Das enthaltene Eugenol kennen wir auch von den Gewürznelken – daher der Name Nelkenwurz. Sie verfügt auch über eine keimhemmende Wirkung – diese ist allerdings geringer als bei den Gewürznelken.

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Schwedenbitter / Anwendungen nach alten Überlieferungen und Maria Treben

Lindern mit der Kraft der Natur

Maria Treben war eine Ausnahmepersönlichkeit. Sie war eine Schamanin. Für viele klingt das vielleicht fremd, doch ich denke wir haben zum Teil ein falsches Bild vom Schamanentum. Es ist heutzutage „cool“ ein Schamane oder eine Schamanin zu sein. Doch in Wahrheit kann man sich das nicht aussuchen. Man wird zum Schamanen – oder eben nicht. Maria Treben war definitiv eine.

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Schwedenbitter selber machen

Heute abgefüllt: Mein erster selbstgemachter Schwedenbitter

Ich bin gerade so happy – ich hab meinen ersten selbstgemachten Schwedenbitter abgefüllt. Ich möchte dich gern daran teilhaben lassen.

Vor drei Wochen setzte ich ihn an nach dem Rezept von Maria Treben. Ich konnte nicht alle Zutaten wie im Originalrezept bekommen und hab deshalb leichte Abwandlungen drinnen.

Zutaten die ich nicht bekommen konnte: Theriak venezian (hab dafür Baldrianwurzel drinnen), Sennesblätter (hab ich ersetzt durch Wermut), Aloe (ersetzt durch Enzianwurzel) und Safran (den hab ich leider vergessen 🙂 ).

Ich hab ihn gekostet – er ist so kraftvoll! Je länger er steht, desto kraftvoller wird er. Du kannst also sehr gut eine große Menge davon machen. Das folgende Rezept ist für 1 1/2 Liter Schwedenbitter. Ich gib es dir mit den Zutaten weiter, die ich drinnen habe.

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Der Beifuß / Artemisia vulgaris

Der Beifuß / Artemisia vulgaris

Hui, da gehen die Emotionen hoch, wenn ich an diese wundervolle Pflanze denke. Der Beifuß ist einer meiner Verbündeten. Er begleitet mich seit Anbeginn meiner Suche zu mir Selbst in der Natur. Sein Duft ist berauschend – die zerriebenen Blüten haben etwas kampferähnliches und der Duft steigt einem sofort in den Kopf. Dort arbeitet er auch, denn er öffnet das Kronenchakra.

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Die Engelwurz / Angelica

Die Wald Engelwurz / Angelica sylvestris

Zu ihr habe ich wohl das emotionalste Verhältnis. Ich liebe diese Pflanze – sie ist für mich heilig, wenn man das so nennen kann. Lange, bevor ich wusste dass sie die Engelwurz ist, hat sie mich schon verzaubert mit ihrer unglaublichen Ausstrahlung. Der Name ist wohlverdient, denn sie hat wirklich etwas Engelsgleiches an sich.

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Die Mahonie / Mahonia und wie du Gelee aus ihren Beeren machst

Die Mahonie im Frühling

Ein wunderschöner Neophyt ist sie – die Mahonie. Ursprünglich stammt sie aus Nordamerika. Dort wurde sie auch als Heil – und Nahrungspflanze verwendet. Bei uns glauben viele sie sei durch und durch giftig. Das stimmt nicht ganz, denn die bereiften Beeren lassen sich zu einem Saft oder einem Gelee weiterverarbeiten und sind sehr gesund.

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Der Steinklee und die betörende Magie der Cumarine

Der betörende Duft des Steinklees kommt von den Cumarinen

Das Foto ist nicht ganz scharf, doch ich finde es so passend, wenn ich versuchen will zu beschreiben, was der Duft der Cumarine in mir auslöst. Wenn ich am Steinklee, am Labkraut oder am Waldmeister rieche, beamt es mich geradewegs kurz in den Himmel. Ich empfinde den Geruch als erfrischend, Lebensenergie spendend, betörend, beruhigend, schmerzlindernd und krampflösend. Er regt mich zum Träumen an und macht mich durch und durch glücklich.

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