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Teemischung Neubeginn ~ Wie Kräuter dich bei inneren Prozessen unterstützen können

Der Morgen heute war durch und durch in Farben getränkt.

Was für ein wundervolles Licht das heute Morgen war 🙂 Ich hab schon in der Früh begonnen, schöne Dinge für Weihnachten zu mischen und abzufüllen.

Ganz spontan entsteht vieles was ich mache. Für die Teemischungen lass ich mich meistens ganz nach meinem Gefühl leiten – was rein will, darf rein. Das wundervolle an Pflanzen ist, dass sie neben ihren zahlreichen Wirkungen auf den Körper, auch Wirkungen auf unser Seelenleben haben. Gut geeignet, um uns diese Wirkungen zugänglich zu machen, sind Teemischungen.

Beim Teetrinken brauchen wir all unsere Sinne. Nimm dir Zeit für dich und trinke ihn Schluck für Schluck, ganz bewusst. Du wirst merken, wie der Duft der ätherischen Öle, bereits vor dem eigentlichen trinken mit deinen Sinnen und deiner Psyche etwas macht. Diese Erfahrungen sind je nach verwendeten Kräutern unterschiedlich. Pflanzen können Geborgenheit, Kraft, Liebe, Vertrauen, Intuition, Kreativität, Lust, etc. vermitteln und sie helfen uns bei Prozessen, wie zum Beispiel dem Umgehen mit veränderten Situationen und dem Loslassen.

Da mich momentan das Loslassen und die Veränderung beschäftigt, ist heute diese Mischung entstanden.

Diesmal ist es eine sehr erfrischende und erneuernde Mischung geworden – „Neubeginn“ nenne ich sie.

Drinnen ist:

Apfelminze, Bergminze, Melisse, Schafgarbe, Goldrute, Engelwurz, Eisenkraut, Gänsefingerkraut, Tagetesblüten, Löwenzahnblüten und Malvenblüten.

Apfelminze / Bergminze

Die Minzen erfrischen den Geist und den Körper. Sie können Übelkeit und schwache Kopfschmerzen vertreiben. Mit den Kopfschmerzen geht dann auch meistens etwas mit, das belastet hat. So unterstützt die Minze beim Erneuern und auflösen von negativer Energie.

Melisse

Die Melisse ist ein wohlschmeckendes Teekraut. Das Gartenkraut hat einiges zu bieten: Es wirkt verdauungsfördernd, krampflösend, antibakteriell, antiviral und leicht blutdrucksenkend.

Goldrute (kanadische und echte)

Die Goldruten sind ein großes Geschenk an uns. Anstatt sich über ihr zahlreiches Auftreten zu ärgern, sollten wir sie lieber ernten und als Tee oder Kaltauszug trinken. Sie wirken auf die Nieren und Harnwege sanft durchspülend, erneuernd und regenerierend. Die Nieren stehen für die Beziehungen in unserem Leben. Durch die Auseinandersetzung mit der Goldrute und dem Genuß ihres traumhaft lieblich schmeckenden Tees, können wir auf liebevolle Art und Weise einander begegnen und verzeihen.

Schafgarbe

Sie ist eine große Heilerin – die Schafgarbe. Für viele Leiden kann sie eine Hilfe sein. Sie besitzt ätherische Öle (das blaue Azulen), Gerbstoffe und Bitterstoffe. Sie unterstützt bei Magen und Darmproblemen, Menstruationsproblemen, leichten Kopfschmerzen, Erkältung, Entzündungen, Nebenhöhlenentzündungen, u.v.m. Energetisch vermittelt sie Kraft und Ausdauer.

Gänsefingerkraut

Ich liebe Gänsefingerkraut! Es hat eine so wunderschöne Energie. Es leuchtet aus dem Waldboden mit seinen silbrigen Blättern. Beim Angreifen, überkommt einen das Gefühl von Geborgenheit. Es wirkt krampflösend – so können wir leichter Loslassen in dem Wissen, dass alles gut ist.

Engelwurz

Die Engelwurz ist eine sehr kraftvolle Pflanze. Sie unterstützt bei Prozessen des Wandels, wenn man das Gefühl hat, das alles zerbricht. Sie gibt Halt und Licht. Auf den Körper wirkt sie entzündungshemmend und antiseptisch. Sie unterstützt eine gesunde Darmflora und kann bei Erkältungen Erleichterung bringen.

Eisenkraut

Neue Lebensabschnitte brauchen Mut und Stärke genauso wie Feingefühl und Intuition. Für die ersten beiden ist das Eisenkraut eine gute Unterstützung. Es macht stark, ohne dass du dabei auf die wichtige Intuition verzichten musst. Den Körper versorgt es mit Bitterstoffen und Gerbstoffen. Es vitalisiert und regeneriert.

Löwenzahnblüten – Frische, Kraft und Vertrauen

Tagetesblüten – Lebensfreude, Wildheit

Malvenblüten – Intuition, Geborgenheit, Verbundenheit

Mischt du auch so gerne deine eigenen Teemischungen? Wenn ja, mischt du sie intuitiv oder nach Wirkstoffen, oder beides? Ich hoffe du bist gut im Dezember gelandet – habs fein ❤

Herzwein selber machen

Die Bach Nelkenwurz – eine wundervolle Pflanze

Ich hab heuer zum ersten Mal einen Herzwein angesetzt. In erster Linie hab ich es für meine Eltern gemacht, doch ein Fläschchen hab ich mir behalten 🙂

Was macht der Herzwein und was ist in ihm drinnen?

Der Herzwein wirkt laut volksheilkundlichen Überlieferungen, stärkend und spendet Lebensfreude. Speziell ältere Menschen, denen es an Energie und Lebenslust fehlt, können von einem Schlückchen des Weins profitieren. Er enthält viele Gerbstoffe, die vitalisierend und erneuernd wirken. Der Rotwein ist voll von Anthocyanen, die sich positiv auf die Zellen auswirken.

Verwendet für den Herzwein wird die Wurzel der Nelkenwurz. Beide Pflanzen (die Nelkenwurz und die Bach Nelkenwurz) sind für den Weinansatz geeignet.

Die Wurzel verfügt über ätherische Öle, Bitterstoffe und zahlreiche Gerbstoffe. Sie wirkt herzstärkend, nervenstärkend und verdauungsfördernd. Das enthaltene Eugenol kennen wir auch von den Gewürznelken – daher der Name Nelkenwurz. Sie verfügt auch über eine keimhemmende Wirkung – diese ist allerdings geringer als bei den Gewürznelken.

Der Samenstand der Nelkenwurz Anfang September – bald bereit um die Wurzel zu graben.

Wie du deinen Herzwein ansetzt:

  • Eine Handvoll Nelkenwurz Wurzeln (getrocknet und stark zerkleinert – wenn du sie nicht selber gräbst, kannst du sie auch im Kräuterhandel bestellen)
  • Eine Flasche trockener Rotwein
  • Ein großes Schraubglas

Die getrockneten Wurzeln werden stark zerkleinert und kommen zusammen mit dem Rotwein in einen Topf. Erwärme den Wein mit den Wurzeln vorsichtig. (Nicht kochen!)

Den warmen Wein zusammen mit den Wurzeln in ein Schraubglas füllen und erst verschließen, wenn der Wein abgekühlt ist. Für ca. 10-14 Tage im Dunklen stehen lassen und jeden Tag mit guten Gedanken schwenken.

Nach Ablauf der Zeit kannst du den Wein filtern und in schöne Flaschen abfüllen.

Morgens und Abends ein Schnapsgläschen voll trinken ❤

Bleib gesund und froh 🙂

Schwedenbitter / Anwendungen nach alten Überlieferungen und Maria Treben

Lindern mit der Kraft der Natur

Maria Treben war eine Ausnahmepersönlichkeit. Sie war eine Schamanin. Für viele klingt das vielleicht fremd, doch ich denke wir haben zum Teil ein falsches Bild vom Schamanentum. Es ist heutzutage „cool“ ein Schamane oder eine Schamanin zu sein. Doch in Wahrheit kann man sich das nicht aussuchen. Man wird zum Schamanen – oder eben nicht. Maria Treben war definitiv eine.

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Schwedenbitter selber machen

Heute abgefüllt: Mein erster selbstgemachter Schwedenbitter

Ich bin gerade so happy – ich hab meinen ersten selbstgemachten Schwedenbitter abgefüllt. Ich möchte dich gern daran teilhaben lassen.

Vor drei Wochen setzte ich ihn an nach dem Rezept von Maria Treben. Ich konnte nicht alle Zutaten wie im Originalrezept bekommen und hab deshalb leichte Abwandlungen drinnen.

Zutaten die ich nicht bekommen konnte: Theriak venezian (hab dafür Baldrianwurzel drinnen), Sennesblätter (hab ich ersetzt durch Wermut), Aloe (ersetzt durch Enzianwurzel) und Safran (den hab ich leider vergessen 🙂 ).

Ich hab ihn gekostet – er ist so kraftvoll! Je länger er steht, desto kraftvoller wird er. Du kannst also sehr gut eine große Menge davon machen. Das folgende Rezept ist für 1 1/2 Liter Schwedenbitter. Ich gib es dir mit den Zutaten weiter, die ich drinnen habe.

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Baldrian Tinktur selber machen ~ Helferlein in stressigen Zeiten

Getrocknete Baldrianwurzel

Heute möcht ich dir gerne ein Rezept weitergeben, um eine Baldriantinktur zu machen. Der Baldrian ist ein Himmelsgeschenk, denn er ist Balsam für unsere Nerven.

In Zeiten wie diesen leiden viele von uns unter den unterschiedlichsten Belastungen. Der psychische Druck ist sehr hoch und es kommen, zu den ohnehin vorhandenen Problemen, zahlreiche Neue dazu. Sorgen und Ängste machen es uns schwer, in unserer Mitte zu bleiben. Sind wir nicht in unserer Mitte, verlieren wir unsere ureigene Kraft. Der Baldrian hilft uns, wieder zu unserer Quelle zu finden um aus voller Kraft aus ihr zu schöpfen.

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Salbe / Creme aus Tinkturen rühren

Das Ende der Wurzelsammelzeit naht und einige der angesetzten Tinkturen eignen sich wunderbar zur Weiterverarbeitung als Salbe (Creme). Kurz zu den Bezeichnungen: Es wird oft von Salbe, Cremes oder Balsam gesprochen. Ich hab das so gelernt, dass eine Salbe eine reine Fettsalbe ist (also ohne Wasserphase wie eine Tinktur oder ein Hydrolat), eine Creme enthält eine Wasserphase und ein Balsam enthält Harze.

Jetzt beginnt die Zeit, um aus den wertvollen Ölen und Tinkturen Salben zu rühren.

Heute möchte ich dir gern mein liebstes Rezept vorstellen für Heilcremes. Du kannst es beliebig abwandeln was die Tinkturen, das verwendete Öl und die ätherischen Öle betrifft.

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Tinkturen aus Wurzeln selber machen- eine Freude

Die unterschiedlichen Farben der Tinkturen sind so schön!

So sieht es momentan in meinem Kämmerchen aus. Die Tinkturen stehen nur für ein Foto am Fensterbrett – Wurzeltinkturen ziehen bei mir immer im Dunklen aus. Die Farben sind so wundervoll!

Auf dem Bild oben siehst du (von links nach rechts): Baldrian, Beinwell, Braunwurz (Wurzel und Blatt), Blutwurz, Engelwurz (Wurzel und Samen), Salomonsiegel;

Ein Tinktur aus Wurzeln verlangt starken Alkohol. Am besten verwendest du mindestens 60%igen Korn. Und sie braucht eine Weile, bis sich die Stoffe voll und ganz gelöst haben – meine Wurzelauszüge stehen 6 Wochen lang. Zuerst reinigst du die Wurzel, dann schneidest du sie in kleine Stückchen und gibst sie in ein Schraubglas. (1/3 -1/2 ist eine gute Füllmenge) Dann gießt du mit dem starken Alkohol auf und stellst sie an einen dunklen, warmen Platz. Schüttle sie jeden Tag mit guten Gedanken. Ich denke immer bei der jeweiligen Tinktur an ihre Heilwirkungen während des Schüttelns um sie zu aktivieren ❤

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Der Beifuß / Artemisia vulgaris

Der Beifuß / Artemisia vulgaris

Hui, da gehen die Emotionen hoch, wenn ich an diese wundervolle Pflanze denke. Der Beifuß ist einer meiner Verbündeten. Er begleitet mich seit Anbeginn meiner Suche zu mir Selbst in der Natur. Sein Duft ist berauschend – die zerriebenen Blüten haben etwas kampferähnliches und der Duft steigt einem sofort in den Kopf. Dort arbeitet er auch, denn er öffnet das Kronenchakra.

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Lärchenpechsalbe selber machen

Die Lärche im November – der einzige Nadelbaum der seine Nadeln alle verfärbt und abwirft.

Die Lärche ist ein wundervoller Lichtbaum. Ich liebe die Ausstrahlung dieses Baumes so sehr! Er ist einzigartig in seiner Art, denn er verfärbt seine Nadeln im Herbst golden, wie seine beblätterten Brüder und Schwestern und wirft danach alle Nadeln ab.

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Der Kräuterbuschen – Bündel binden zum Kräuterweihtag

Mein Kräuterbündel vom letzten Jahr

Die Tradition rund um den Kräuterbuschen ist uralt. Seit Jahrhunderten wird zu Maria Himmelfahrt die Kräuterweihe vollzogen, doch der Brauch wurzelt tiefer. Bereits bei den Kelten und Germanen wurden zu dieser Zeit im Jahr von den Kräuterfrauen, Schamanen und Hebammen die heilkräftigsten Kräuter gesammelt. Die Feste im Kräuterjahr hatten früher kein genaues Datum – man orientierte sich nach dem Mond. So wurden die wertvollsten Kräuter rund um den Augustneumond gesammelt. Jetzt nennt man die Zeit von Maria Himmelfahrt (15. August) bis Maria Namen (8. September) Frauendreißiger. Die Kräuter, die zu dieser Zeit gesammelt werden, sollen die größte Wirkung haben.

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