Schlagwort-Archive: alteswissen

Der schwarze Holunder / Sambucus nigra

Der schwarze Holunder / Sambucus nigra

Ich wollte schon vor ein paar Tagen über den Holunder schreiben, aber irgendetwas hielt mich noch ab. Gestern war ich mit einer lieben Freundin im Wald und wir hatten ein paar Holunderblüten gesammelt. Er begleitete uns auf dem gesamten Weg. Abends zu Hause machte ich dann ein Hydrolat aus ihm, weil meine Freundin den Duft soooo sehr liebt. Es ist wundervoll geworden und gehört definitiv erwähnt. Jetzt weiß ich, warum es noch gedauert hat mit dem Holunderpost. Denn eines ist klar: Alles hat seine Zeit ❤

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Der Klatschmohn / Papaver rhoeas

Der Klatschmohn / Papaver rhoeas

Er gehört zu meinen absoluten Lieblingspflanzen – der Klatschmohn. Seine leuchtend roten Blüten sind wie das pure Leben und die Zartheit seiner Blütenblätter ist einfach betörend. Er gehört zur Familie der Mohngewächse und ist leicht giftig. Das Alkaloid Rhoeadin wirkt leicht schmerzstillend. Außerdem enthält er Schleimstoffe und ist somit ein guter Begleiter bei Husten. Als beruhigender Abendtee tut er richtig gut in stressigen Zeiten.

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Die Haselwurz / Asarum europaeum

Die Haselwurz / Asarum europaeum

Die Haselwurz ist eine alte Zauberpflanze. Sie steht vorallem für das Vertreiben von allem Üblen. Man verräucherte sie um Krankheiten und Unheil zu vertreiben und fern zu halten. Sie gehört zur Familie der Osterluzeigewächse und ist giftig. Vorallem das enthaltene ätherische Öl soll für die stark brechreizerzeugende Wirkung verantwortlich sein.

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die Gundelrebe / Glechoma hederacea

die Gundelrebe / Glechoma hederacea

Die Gundelrebe auch Gundermann genannt ist eine ganz besondere Pflanze. Sie gehört zur Familie der Lippenblütler und ist ein tolles Frühlingskraut mit reichlich ätherischen Ölen, Gerbstoffen, Vitamin C und Saponinen. Sie eignet sich gut für Entgiftungskuren, denn sie leitet „schlechte Säfte“ aus dem Körper. Eine besondere Fähigkeit der Gundelrebe ist es scheinbar Blei auszuleiten. Auch äußerlich aufgelegt bei eitrigen und schlecht heilenden Wunden und Furunkeln kann sie Abhilfe schaffen. Früher wurde die Bezeichnung „Gund“ für Eiter verwendet. Die Blätter duften beim Zerreiben aromatisch, denn sie enthält ganz typisch für die Familie der Lippenblütler ganz intensive ätherische Öle.

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Der Ackerschachtelhalm / die Strukturen im Leben

der Ackerschachtelhalm / Equisetum arvense

Die letzten Tage waren anstregend. Manchmal frage ich mich, wie lange so eine Migräneattacke eigentlich dauern kann. In meinem Fall waren das jetzt vier Tage. Die letzten beiden Tage ohne Triptane waren die Hölle. Ich hab gestern zufällig gelesen, dass Lewis Carroll, der Autor von Alice im Wunderland, die skurrilen Traumwelten von Alice aufgrund seiner starken Migräneanfälle kreiert hat. Ich liebe Alice im Wunderland – sie hat meine Kindheit beflügelt und bunt gemacht. Dann fiel mir etwas ein, an das ich lange nicht mehr gedacht habe: Als Kind, wenn ich im Bett lag, hatte ich oft das Gefühl, dass mein Kopf riesengroß ist und meine Hände so winzig, dass sie nicht mal mehr spürbar sind. Diese Erlebnisse von komplett verrückten Größenverhältnissen meines Körpers hatte ich ständig. Im Nachhinein betrachtet, waren das wohl Vorboten der Migräne, die wenige Jahre später auftauchte…

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Die Akelei / Aquilegia vulgaris

Die Akelei / Aquilegia vulgaris

Akelei

Um der Frühlingszeit Verscheiden, unter Blumen mancherlei, auf den Weiden blühst du schön und frank und frei, Akelei!

Sommerschwül ist’s und im Walde hört man nur des Kuckucks Schrei; Ach wie balde, starb dahin der holde Mai! Akelei!

Durch die Forstung ohn‘ Ermüden pirscht dahin die Jägerei. Roß und Rüden ruft der Hörnerklang herbei, Akelei!

Nach der Quelle dunklem Glanze beugt der Hirsch sein Prachtgeweih, doch die Lanze bohrt sein lechzend Herz entzwei. Akelei!

Dunkle Tropfen Blutes rannen, eine Blume stand dabei, um die Tannen schwang sich hoch der kühne Weih. Akelei!

Aber draußen vor dem Walde, sangen Hirten zur Schalmei: Ach wie balde starb dahin der holde Mai! Akelei!

Gedicht von Hermann von Lingg
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Der Löwenzahn / Taraxacum ruderalia

Der Löwenzahn / Taraxacum ruderalia

Wie selbstverständlich er doch für uns ist – der Löwenzahn. So weitverbreitet, so wenig beachtet, ist er einer unserer stärksten Heilpflanzen. Es gibt ca. 500 verschiedene Arten von Löwenzahn! Er gehört zur Familie der Korbblütler und ist sehr wertvoll für uns Menschen, die ganze Pflanze findet Verwendung in der Kräuterkunde. Zu den Inhaltsstoffen gehören zahlreiche Vitamine, Kieselsäure, Magnesium, Kalzium, Eisen, Inulin, Bitterstoffe u.v.m. Er ist eine wichtige Entschlackungspflanze und bietet sich toll für Frühjahrskuren an. Der Löwenzahn wirkt sich positiv auf Leber, Galle, Nieren und Lymphe aus. Er reinigt das Zwischenzellgewebe und lindert allergische Symptome. Die Wurzel kann geröstet als Kaffeeersatz verwendet werden. Sie enthält viel Inulin und ist somit bei Diabetes ein gutes Wildgemüse. Außerdem wird der Wurzel nachgesagt, bei Brustkrebs als Ergänzung zur schulmedizinischen Therapie sehr hilfreich zu sein.

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Das Fünffingerkraut / Potentilla reptans

Das Fünffingerkraut / Potentilla reptans

Fast magisch zieht es mich zu dieser winzig, unscheinbaren Pflanze momentan hin. Hattest du das auch schonmal, dass eine Pflanze dich ganz stark anspricht? Gehe dem nach, denn die Pflanze kann mit ziemlicher Sicherheit momentan etwas in dir heilen. Die Anwendungsmöglichkeiten müssen nicht unbedingt immer Sinn ergeben, denn eines ist klar: kein Mensch, kein Buch, kein Lexikon weiß alles über eine Pflanze. Wichtig ist natürlich, dass sie nicht giftig ist. Solltest du dich zu einer Giftpflanze stark hingezogen fühlen, dann nimm sie in homöopathischen Dosen ein. Beginne erst mit sehr niedrigen Potenzen und schau, was sich in dir tut. Das ist nur eine Option, ich will hier keine Freigabe für alle Pflanzen, sei es als Homöopathikum oder schon gar nicht in ihrer Reinform geben, denn vieles wird nicht vertragen und oder tödlich giftig! Du machst diese Experimente also immer auf Risiko, dessen musst du dir bewusst sein.

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Der kriechende Günsel / Ajuga reptans

Der kriechende Günsel / Ajuga reptans

Eine erstaunliche Pflanze ist er, der Günsel. Stolz wie eine Kerze, steht er in der Wiese und leuchtet mit seinen lila Blüten aus dem Grün hervor. Er gehört zur Familie der Lippenblütler und wird scheinbar öfters mit der Gundelrebe verwechselt. Wenn du jedoch genau die Pflanzen betrachtest und sie berührst, wird gleich klar, dass sie gänzlich verschieden sind obwohl sie zur selben Familie gehören. Die Gundelrebe schlängelt sich und wirkt sehr beweglich und der Günsel ist starr und strukturgebend.

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