Schlagwort-Archive: bitterstoffe

Die Engelwurz / Angelica

Die Wald Engelwurz / Angelica sylvestris

Zu ihr habe ich wohl das emotionalste Verhältnis. Ich liebe diese Pflanze – sie ist für mich heilig, wenn man das so nennen kann. Lange, bevor ich wusste dass sie die Engelwurz ist, hat sie mich schon verzaubert mit ihrer unglaublichen Ausstrahlung. Der Name ist wohlverdient, denn sie hat wirklich etwas Engelsgleiches an sich.

Dolden beim Ausrollen – wie eine Mutter die ihr Kind hält 🙂

Sie gehört zur Familie der Doldenblütler und genaues Bestimmen ist hier das Um und Auf, wenn du etwas von ihr sammeln möchtest. Typisch ist der rötliche Stängel, die Blattform und der leichte Lilaton an dem Punkt, wo sich die Blätter teilen.

Der Stängel der Engelwurz ist bereift.
Die typische lila Färbung, an den Blattstielen.

In erster Linie wird ihre Wurzel für Heilzwecke verwendet. Sie wird im ersten Jahr im Herbst gegraben, bevor die Pflanze dann in ihrem zweiten Jahr blühen würde. Es ist also wichtig die Blätter gut zu kennen. Sie hat vieles an Inhaltsstoffen zu bieten: Gerbstoffe, Bitterstoffe und Ätherisches Öl. Die Wurzel wirkt magenstärkend, nervenstärkend, blutreinigend, schweißtreibend und aphrodisierend. Sie kann bei Rheuma, Gicht und grippalen Infekten Helfen.

Die Wurzel der Engelwurz

Am besten sammelst du die Wurzel im September oder Oktober. Säubere sie und trockne sie zum Kauen oder mach dir eine starke Tinktur mit 80% Ansatzkorn und lass sie 6 Wochen ziehen. Ich hab die Erfahrung gemacht, dass sie hilft, wenn man große Umbrüche im Leben zu bewältigen hat. Sie hilft Übergänge besser zu beschreiten und gibt einem Halt, Kraft und Liebe (Selbstliebe stärkend).

Die Wald Engelwurz in voller Blüte

Sie bringt wieder Licht, wenn alles dunkel zu sein scheint. Ich hatte heuer in der Zeit des Corona Lockdowns wo wir komplett unter Quarantäne waren und nicht mal mehr in den Wald durften, einen Wachtraum, in dem sie mich begleitet hat. Früher glaubte man, sie kann vor der Pest schützen und sie beschützt Kinder ganz besonders.

Lerne sie kennen und mach dich selber vertraut mit ihr und ihrer unglaublich heilsamen Ausstrahlung ❤

Die Schafgarbe / Achillea millefolium

Die Schafgarbe / Achillea millefolium kann auch rosa blühen

Sie ist heuer eine der wichtigsten Begleiterinnen für mich – die Schafgarbe. Es ist so schön zu lauschen, welche Pflanzen für einen wichtig sind. Letztes Jahr war es der Mohn, vorletztes Jahr die Disteln und heuer ist es die Schafgarbe, die meine Verbündete ist.

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Der Löwenzahn / Taraxacum ruderalia

Der Löwenzahn / Taraxacum ruderalia

Wie selbstverständlich er doch für uns ist – der Löwenzahn. So weitverbreitet, so wenig beachtet, ist er einer unserer stärksten Heilpflanzen. Es gibt ca. 500 verschiedene Arten von Löwenzahn! Er gehört zur Familie der Korbblütler und ist sehr wertvoll für uns Menschen, die ganze Pflanze findet Verwendung in der Kräuterkunde. Zu den Inhaltsstoffen gehören zahlreiche Vitamine, Kieselsäure, Magnesium, Kalzium, Eisen, Inulin, Bitterstoffe u.v.m. Er ist eine wichtige Entschlackungspflanze und bietet sich toll für Frühjahrskuren an. Der Löwenzahn wirkt sich positiv auf Leber, Galle, Nieren und Lymphe aus. Er reinigt das Zwischenzellgewebe und lindert allergische Symptome. Die Wurzel kann geröstet als Kaffeeersatz verwendet werden. Sie enthält viel Inulin und ist somit bei Diabetes ein gutes Wildgemüse. Außerdem wird der Wurzel nachgesagt, bei Brustkrebs als Ergänzung zur schulmedizinischen Therapie sehr hilfreich zu sein.

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Das (Migräne) Monster

Es ist Wintersonnenwende. Um genau zu sein 04 Uhr 30 und ich bin wach. Ich sitze am Pc und schreibe diesen Beitrag. Kein Wunder, wenn ich mir meine letzten beiden Tage näher betrachte. Ich habe vorgestern komplett im Bett verbracht. Nein, kein Leisureday, auch keine Grippe. Das Monster war wieder da. Ich habe keine anderen Worte mehr für die Migräne. Sie, es oder er ist ein Monster. Punkt. Die Heftigkeit der letzten Attacke war grausam. Ich bin wirklich ein lebensfroher Mensch, aber in diesen Momenten wünsch ich mir dann nur, das ES aus ist. Dabei hatte ich einen tollen November, komplett schmerzfrei ging ich durch den Monat. Doch die letzten beiden Wochen waren die Hölle. Von 14 Tagen, waren 7 mit Schmerzen gefüllt. Einer davon so heftig, dass ich dachte, jetzt ist es aus. Aber warum schreib ich dir das? Ich will nicht jammern, ich möchte dir Mut machen. Mich begleitet diese Last seit ca. 25 Jahren und ich habe immer wieder Phasen, in denen es sehr gut läuft. Und ich bin ständig am Suchen und Ausprobieren, was helfen könnte. Ich hab mir, wie du dir sicherlich denken kannst, zahlreiche Gedanken zu dem Thema gemacht und möchte dich uneingeschränkt daran teilhaben lassen. Vielleicht ist ja etwas dabei, dass dir hilft. Das wäre schön ❤

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