Schlagwort-Archive: cumarine

Der Steinklee und die betörende Magie der Cumarine

Der betörende Duft des Steinklees kommt von den Cumarinen

Das Foto ist nicht ganz scharf, doch ich finde es so passend, wenn ich versuchen will zu beschreiben, was der Duft der Cumarine in mir auslöst. Wenn ich am Steinklee, am Labkraut oder am Waldmeister rieche, beamt es mich geradewegs kurz in den Himmel. Ich empfinde den Geruch als erfrischend, Lebensenergie spendend, betörend, beruhigend, schmerzlindernd und krampflösend. Er regt mich zum Träumen an und macht mich durch und durch glücklich.

Der echte Steinklee / Melilotus officinalis

Es gibt den echten (gelbblühenden) Steinklee und den weißen Steinklee. Beide sind heilkräftig, der gelbe allerdings etwas mehr. Sie gehören beide zur Familie der Schmetterlingsblütler und blühen zur selben Zeit. Du erkennst sie unter anderem an dem betörenden Geruch den sie verströmen, doch dieser ist nicht immer gleich stark – wenn das Wetter wechselt riecht er am kräftigsten. Für den Geruch sind die Cumarine verantwortlich. Sie wirken entzündungshemmend, beruhigend und stimmungsaufhellend. Bitte dosiere mit Vorsicht, denn ein zuviel davon macht starke Kopfschmerzen. In geringen Dosen bewirkt die Pflanze das Gegenteil: Sie hilft bei leichten Schmerzen, wirkt antibakteriell und entzündungshemmend und sorgt für einen ruhigen und tiefen Schlaf. In der Schwangerschaft solltest du auf Steinklee verzichten.

Der weiße Steinklee / Melilotus albus

Er wirkt stark blutverdünnend und sollte nicht zusammen mit blutverdünnenden Medikamenten genommen werden. Diese Eigenschaft ist großartig bei Venenproblemen,(für die Venen machst du am besten eine Salbe aus ihm) Thromboseneigung und natürlich auch für Raucher und Diabetiker hilfreich. Ich mach mir eine feine Teemischung und gib ihn zu einem Drittel oder Fünftel dazu. Einen schönen Abendtee, mit Ziest, Melisse und Steinklee zum Beispiel 🙂 Besonders im Winter, wenn die Tage dunkel und kurz sind, gibt einem der Duft der Cumarine wieder Licht, Energie und Geborgenheit.

Du findest ihn gern am Rand von Äckern oder am Strassenrand. (Dort solltest du nur sammeln, wenn die Straße kaum befahren ist.) Du kannst ihn auch für Limonaden oder Desserts zum Aromatisieren verwenden. Eine gute Möglichkeit ist es, ihn zusammen mit Zucker anzusetzen – so hast du einen wunderbar aromatisierten Zucker, der traumhaft duftet.

Viel Freude beim Entdecken ❤

Das Echte Labkraut / Galium verum und das Wiesenlabkraut / Galium mollugo

Das echte Labkraut / Galium verum
Das Wiesenlabkraut / Galium mollugo

Ich liebe Labkräuter! Der Duft der Cumarine ist so wunderbar. Beide Labkräuter gehören zu der Familie der Rötegewächse. Das besondere Erkennungsmerkmal an ihnen ist die in Quirlen angeordnete Blattstellung rund um den Stängel. Beide Labkräuter haben große Heilwirkung auf unsere Lymphe und Nieren.

Man sagt ihnen sogar nach krebshemmend zu sein und sie sind eine gute Ergänzung in der Therapie. Sie reinigen die Lymphe und Nieren. Die enthaltenen Cumarine wirken beruhigend und stimmungsaufhellend, sodass sie auch bei leichten Depressionen unterstützend helfen können. Sie wirken entzündungshemmend und antibakteriell.

Am besten trocknet man sie für Tee. (Das Gelbe wird beim Trocknen dunkel – keine Sorge, das ist normal). Du kannst auch eine Tinktur herstellen: Die Pflanze zerkleinern, in ein Schraubglas füllen und mit Korn oder Wodka bedecken. An einem dunklen Ort für 3-6 Wochen ziehen lassen und jeden Tag schütteln. Danach in dunkle Fläschchen abfüllen und tropfenweise (oder 1Tl/Tag) einnehmen.

Das echte Labkraut wird auch Liebfrauenbettstroh genannt, das Wiesenlabkraut wurde von der Kräuterfrau Maria Treben oft und gerne verwendet. Das echte Labkraut ist auch eine tolle Räucherpflanze. Der Geruch beruhigt und stimuliert zugleich. Er gibt Schutz und öffnet für die Liebe. Viel Freude beim Entdecken dieser wundervollen Pflanzen und genieß‘ diese ganz besondere Sommersonnenwende ❤

Das Wiesenlabkraut / Galium mollugo