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Über die MAgie von Plätzen und die Verbundenheit

Manche Plätze rufen einen. Manche Plätze bedeuten etwas Besonderes in deinem Leben. Manche Plätze sind so fremd und doch so vertraut.

Die letzten zwei Wochen waren sehr turbulent und zugleich wunderschön. Ich hielt die beiden ersten Kräuterwanderungen seit dem Coronalockdown und bin sehr glücklich darüber, dass wieder ein wenig Leben ins Seelenhaus kommt. Ich merke auch, dass ich mehr Zeit für die Dinge und Erledigungen brauche als noch vor ein paar Monaten. Der Lockdown und das Burnout haben mich gelehrt, langsamer zu gehen, gütiger zu mir selbst zu sein und ehrlicher, was meine Grenzen angeht. Das ist megaschön!

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Auf der Suche nach Verbündeten

Der Beifuss in Blüte

Ein Gedanke, der mich sehr beschäftigt ist der, der Pflanzenverbündeten. Immer mehr komme ich zu dem Schluss, dass ich nicht sehr viele Pflanzen brauche um mich gut zu fühlen und den Grundstock meiner Gesundheit zu erhalten. Interessant ist auch, dass der Gedanke bei vielen Kräuterkundigen in der Vergangenheit bereits präsent war. Ich merke oft sehr stark, dass es mich zu gewissen Pflanzen hinzieht. Diese Pflanzen lassen etwas in mir anklingen – sie lassen etwas ertönen.

Manche Pflanzen finde ich interessant und bin vom Verstand her fasziniert, was sie doch alles bewirken können. Bei anderen Pflanzen wiederum ist es anders: Ein tiefes Gefühl der Hingabe und Verbundenheit, der Faszination und Liebe erfüllt mich bei ihrem Anblick und ihrem Duft.

Für mich bedeutet das, mich auf den Weg einer langen und spannenden Reise zu begeben – eine Reise auf der Suche nach meinen Verbündeten. Sie begleiten mich ein Leben lang und rücken für mich vieles zurecht.

Wie ist das bei dir? Hast du dir schon einmal darüber Gedanken gemacht? Hast du auch das Gefühl, dass du gewisse Pflanzen hast die fast alles für dich wieder gut machen? Zu welchen Pflanzen fühlst du dich hingezogen?

Star of Bethlehem / der doldige Milchstern und meine Reise zu (mit) den Bachblüten

der doldige Milchstern / Ornithogalum umbellatum

Ich habe eine Weile überlegt, ob ich das Schreiben soll. Ich teile hier mit dir zum Teil sehr persönliche Erlebnisse – und doch: es gibt Erfahrungen, die sind so tiefgreifend, dass man das Gefühl hat, wenn man das jetzt schreibt, macht man sich nackt. Doch ich möchte es schreiben, denn nur so kannst vielleicht auch du neue Schritte machen.

Diese wunderschöne Blume ist eine Bachblüte. Ich bin ehrlich, ich weiß nicht sonderlich viel über Bachblüten. Doch wie ich an sie gekommen bin bzw. was sie in mir auslösten, dass will ich dir gerne erzählen. Ich habe in den letzten zwei Jahren 3 Bachblüten genommen: Die erste war Larch (die Lärche), die zweite war Oak (die Eiche) und die dritte war Star of Bethlehem (doldiger Milchstern).

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Der Ackerschachtelhalm / die Strukturen im Leben

der Ackerschachtelhalm / Equisetum arvense

Die letzten Tage waren anstregend. Manchmal frage ich mich, wie lange so eine Migräneattacke eigentlich dauern kann. In meinem Fall waren das jetzt vier Tage. Die letzten beiden Tage ohne Triptane waren die Hölle. Ich hab gestern zufällig gelesen, dass Lewis Carroll, der Autor von Alice im Wunderland, die skurrilen Traumwelten von Alice aufgrund seiner starken Migräneanfälle kreiert hat. Ich liebe Alice im Wunderland – sie hat meine Kindheit beflügelt und bunt gemacht. Dann fiel mir etwas ein, an das ich lange nicht mehr gedacht habe: Als Kind, wenn ich im Bett lag, hatte ich oft das Gefühl, dass mein Kopf riesengroß ist und meine Hände so winzig, dass sie nicht mal mehr spürbar sind. Diese Erlebnisse von komplett verrückten Größenverhältnissen meines Körpers hatte ich ständig. Im Nachhinein betrachtet, waren das wohl Vorboten der Migräne, die wenige Jahre später auftauchte…

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wie es mit den Kursen dieses Jahr weitergeht

Ich habe mir Gedanken gemacht, wie es heuer mit den Kräuterkursen aussehen wird. Die ursprüngliche Variante mit einem Indoorteil in der Kräuterwerkstatt ist ohnehin hinfällig. Der Raum ist zu klein, um sich laut neuer Regeln, mit mehr als einer Person darin aufzuhalten. Doch es sind nicht nur die Regeln, die meine Entscheidungen beeinflussen, auch Bauchgefühl und Vernunft schwingt mit. Ich gehöre zur Risikogruppe und ich denke auch einige der Menschen die einen Kräuterkundekurs besuchen haben gesundheitliche Geschichten zu erzählen. Aus Rücksicht und Weitsicht möchte ich daher keine Risiken eingehen. Der Kurs diesen Sonntag wird natürlich nicht stattfinden und ich werde auch heuer die geplanten Kurse nicht in dieser Form abhalten.

Es kann sein, dass ich im sehr kleinen Rahmen draussen Kräuterspaziergänge machen werde, mehr wird diesen Frühling und Sommer nicht stattfinden. Anfangs hat mich der Gedanke etwas betrübt, doch mittlerweile bin ich sehr dankbar für diese „Pause“. Ich lerne noch soviel dazu und nutze die Zeit um mich noch stärker mit der Natur zu verbinden. Ich lausche den Pflanzen und ihren Geschichten. All diese Erfahrungen, und die Kraft der Stille fließen in meine Projekte ein. Und ich weiss jetzt schon, dass es meine Kurse enorm bereichern wird, diese Zeit haben zu dürfen. Jedes Kräuterjahr ist ein Geschenk an uns, durch das wir lernen und wachsen dürfen. Mit jedem Jahr gehe ich erneuert und bereichert in ein nächstes. Und ich freue mich so sehr, Kurse zu halten mit dem neu gewonnenem Wissen dieses wertvollen Jahres.

Nutze auch du die Zeit, die dir dieses Jahr (hoffentlich) geschenkt wird um zu lauschen und still zu werden. Höre die Stimmen der Natur und die Lieder und Geschichten der Pflanzen und deiner Seele ❤

Der Beinwell / Der Meister der unsichtbaren Leiden

Der Beinwell / Symphytum officinale

Was für eine faszinierende Pflanze er doch ist. Ich hatte schon immer einen ganz besonderen Respekt vor ihm – so kraftvoll ist er.

Der Beinwell / Symphytum officinale

Bis jetzt hatte ich jedoch wenig Kontakt zu ihm. Ich mache zwar immer Beinwellsalbe, falls sich in meiner Familie jemand verletzen sollte, habe aber selbst noch keine Anwendung hinter mir. Für Freunde mache ich des öfteren die Salbe und sie sind sehr erfreut, über die wohltuende und schmerzlindernde Wirkung des Beinwells.

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Blütenöle / Kräuteröle – neue Einsichten

Letzten Juli hab ich bereits einen Beitrag zum Thema Blütenöle geschrieben, es war einer der Ersten hier. Und heute möchte ich wieder über das Thema schreiben. Denn weisst du, was das Wunderbarste an der Kräuterkunde ist? Sie ist lebendig, sie ist ständig im Fluss und ich lerne nie nie nie aus. Und die größten Geschenke sind die Einsichten, die kommen, wenn die Seele lauscht und das Herz ruhig ist. Dafür bin ich so dankbar, darum liebe ich die Kräuterkunde so sehr!

So ist mir auch heute etwas bewusst geworden: Ich werde in Zukunft die Öle je nach deren Einsatz unterschiedlich zubereiten. Was ich damit meine, erklär ich dir gern. Zuerst möcht ich dir ein paar Bilder zeigen, von Ölen die ich über die letzten Jahre angesetzt habe.

Ich liebe Blüten- und Kräuteröle. Sie sind sanfte und starke Medizin zugleich. Einige sind wahre Klassiker: das Johanniskrautöl und das Ringelblumenöl zum Beispiel. Die Öle können innerlich (Anmerkung: Das Pestwurzöl enthält Pyrrolizidine und sollte nur äußerlich verwendet werden.) und äußerlich verwendet werden. Sie können auch als Salbengrundlage weiterverarbeitet werden, so kannst du mit etwas Bienenwachs ganz easy eine heilkräftige Salbe rühren.

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Der Alpensud und das Bauchgefühl

Manchmal hab ich das Gefühl, dass ich im ständigen Widerspruch zwischen Verstand und Intuition lebe und handle. Schon immer. Viel Verantwortung braucht viel Verstand. Dachte ich zumindest immer… Alles muss planbar sein, alles kontrolliert. Seit Jahren müssen auch meine Kinder nach „Plan“ funktionieren, wieso sollte es anders sein, ich muss es doch auch. In der Früh ist jede Minute kostbar, alle müssen rechtzeitig los, die Jause und mein Essen müssen hergerichtet sein und auf geht’s in den Schul- und Arbeitstag. Wann wir uns wieder sehen? Am späten Nachmittag. Ob ich dann noch Nerven für irgendwas habe? Nein… Doch das ist das „richtige“ Leben, das „normale“ Leben, nachdem sich scheinbar manche in den letzten Wochen, wo alles Kopf steht, sehnen.

Was für eine Illusion.

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Ode an die Insekten

Ich wollte dir heute eigentlich etwas über die Schlüsselblume erzählen. Doch der Besuch von einem Taubenschwänzchen auf meinem Stadtbalkon hat mich so sehr verzaubert, dass ich die Schlüsselblumen nach hinten schieben muss.

Ich hab leider kein Foto von dem Taubenschwänzchen, bitte schau dir das im Internet an, denn es ist ein so wunderschönes Insekt! Ich hab es zuvor erst einmal gesehen im Kräutergarten meiner Lehrerin in Natters. Wie erstaunlich es doch ist, dass es jetzt, in dieser menschenleeren Zeit, an eine der meistbefahrenen Straßen nach Innsbruck schafft. Ich hab mich so wahnsinnig über seinen Besuch gefreut und hab immer noch Sonne im Herzen. Ich möchte an dieser Stelle einmal allen Insekten danken, für die unglaubliche Arbeit, die sie für uns Menschen erledigen. Und viele von uns schenken ihnen keinerlei Beachtung, im Gegenteil, sie werden als eklig, gefährlich und lästig empfunden. Das ist wirklich schade und ich möchte dir heute deshalb meine schönsten Insektenbilder zeigen und dir ein wenig ihre Welt eröffnen.

Ich kenne mich leider gar nicht aus mit den unterschiedlichen Arten und wäre wirklich sehr glücklich darüber, wenn mir jemand die Namen der Tiere verraten kann ❤

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