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Die Blutwurz / Potentilla erecta

Die Blutwurz / Potentilla erecta

Endlich ist sie da – die Zeit zum Wurzeln graben! Diese besondere Zeit im Jahr liebe ich so sehr. Im September und Oktober ist die beste Zeit, um an die tiefen Schätze der Heilpflanzen zu gelangen. Der Grund dafür ist dieser: Wenn die Pflanze versamt und beginnt zu welken, dann zieht sie ihre Kräfte zurück in die Erde – zurück in ihre Wurzel. Darum ist es besser im Herbst zu graben als im Sommer, wenn die Pflanze ihre Säfte und Kräfte im oberen Teil sammelt. Es ist gut, die Plätze deiner Lieblingspflanzen schon im Sommer zu kennen, wenn die Pflanze noch blüht, dann fndest du sie im Herbst schneller um die Wurzel zu graben.

Die Blüte der Blutwurz hat 4 Blütenblätter.

Diese Zeitqualität ist so besonders, denn auch wir dürfen an unsere Wurzeln gehen und uns fragen: Was gibt mir Halt? Was hält mich fest? Was will ich loslassen? Wo will ich tiefer gehen? Wo will ich Wurzeln schlagen?

Wichtig ist beim Wurzelngraben, dass du dir bewusst bist der Pflanze jetzt alles zu nehmen. Das bedeutet: Grabe nur, was du kennst, was du brauchst und soviel wie du brauchst. Wurzeln sind Kraftpakete – man braucht nur sehr wenig um heilkräftige Pulver, Tees, Tinkturen, Öle und Salben herzustellen.

Ein Blutwurzteppich im Wald 🙂

Eine dieser Kraftpflanzen ist die Blutwurz. Sie scheint so zart, denn ihr oberirdisches Auftreten ist winzig und fein. Ihre kleinen gelben Blüten leuchten aus dem Waldboden hervor. Das Rosengewächs wächst gern an sonnigen und trockenen Stellen im Wald. Gräbst du die Wurzel, wirst du erstaunt sein, wie mächtig sie im Vergleich zu Blätter und Blüten der Pflanze ist.

Die Wurzel der Blutwurz – wie ein kleines Alien sieht sie aus 🙂

Der Name kommt vom Inneren der Wurzel, die eine blutrote Färbung aufweist, wenn man sie anschneidet und von ihrer blutstillenden Wirkung. Früher glaubte man, das Pulver der Wurzel hilft die Menstruation anzutreiben und ein Amulett der Wurzel um den Hals getragen, schützt vor allem Bösen. Die Wurzel wurde auch zum Färben von Stoffen und Wolle verwendet – die erzielte Farbe ist ein Gelbbrauner Ton.

Sie ist voll von Gerbstoffen die zuammenziehend wirken. Das kann helfen bei Durchfall, Zahnfleischbluten, Entzündungen im Mund- und Rachenraum und schlecht heilenden Wunden. Du kannst die Wurzel nach dem Sammeln aufschneiden und trocknen für Tee oder Pulver. Wenn du Tee machen möchtest denk daran, Wurzeln auszukochen. Aufgießen alleine ist zu schwach um die Wirkstoffe zu bekommen. Einfacher ist eine Tinktur herzustellen. (Mit mindestens 60% Alkohol, denn Wurrzeln brauchen das um ihre Wirkstoffe herzugeben.) Lass die Tinktur ca 4-6 Wochen stehen, schüttle sie jeden Tag und seihe ab in dunkle Fläschchen. Ein paar Tropfen in einem Glas Wasser einnehmen oder bei Bedarf damit gurgeln.

Das Innere der Wurzel hat eine rote Färbung.

Die Tinktur wirkt auf mich Kraft gebend, vermittelt Stärke und Vitalität. Wenn ich mich sehr schwach fühle, geben mir ein paar Tropfen der Tinktur neue Kraft und Energie ❤

Ich wünsch dir viel Freude, beim Entdecken der heilkräftigen Wurzelpflanzen. Wie ist das bei dir? Nutzt du auch Wurzeln? Welche Wurzeln nutzt du? Was machst du daraus? Alles Liebe 🙂

Die kleine Braunelle / Prunella vulgaris

Die kleine Brunelle / Prunella vulgaris

Heute möcht‘ ich dir gerne die kleine Brunelle – oder Braunelle – vorstellen. Sie wächst zahlreich in Wiesen (auch in der Stadt) und an Wegrändern im Wald. Die Braunelle gehört zur Familie der Lippenblütler. Sie enthält Gerbstoffe, Flavonoide, Vitamine und Saponine. Du kannst beide Brunellenarten (die große und die kleine) gleich anwenden – beide sind heilkräftig.

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Die Engelwurz / Angelica

Die Wald Engelwurz / Angelica sylvestris

Zu ihr habe ich wohl das emotionalste Verhältnis. Ich liebe diese Pflanze – sie ist für mich heilig, wenn man das so nennen kann. Lange, bevor ich wusste dass sie die Engelwurz ist, hat sie mich schon verzaubert mit ihrer unglaublichen Ausstrahlung. Der Name ist wohlverdient, denn sie hat wirklich etwas Engelsgleiches an sich.

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Die Schafgarbe / Achillea millefolium

Die Schafgarbe / Achillea millefolium kann auch rosa blühen

Sie ist heuer eine der wichtigsten Begleiterinnen für mich – die Schafgarbe. Es ist so schön zu lauschen, welche Pflanzen für einen wichtig sind. Letztes Jahr war es der Mohn, vorletztes Jahr die Disteln und heuer ist es die Schafgarbe, die meine Verbündete ist.

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Das Fünffingerkraut / Potentilla reptans

Das Fünffingerkraut / Potentilla reptans

Fast magisch zieht es mich zu dieser winzig, unscheinbaren Pflanze momentan hin. Hattest du das auch schonmal, dass eine Pflanze dich ganz stark anspricht? Gehe dem nach, denn die Pflanze kann mit ziemlicher Sicherheit momentan etwas in dir heilen. Die Anwendungsmöglichkeiten müssen nicht unbedingt immer Sinn ergeben, denn eines ist klar: kein Mensch, kein Buch, kein Lexikon weiß alles über eine Pflanze. Wichtig ist natürlich, dass sie nicht giftig ist. Solltest du dich zu einer Giftpflanze stark hingezogen fühlen, dann nimm sie in homöopathischen Dosen ein. Beginne erst mit sehr niedrigen Potenzen und schau, was sich in dir tut. Das ist nur eine Option, ich will hier keine Freigabe für alle Pflanzen, sei es als Homöopathikum oder schon gar nicht in ihrer Reinform geben, denn vieles wird nicht vertragen und oder tödlich giftig! Du machst diese Experimente also immer auf Risiko, dessen musst du dir bewusst sein.

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