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Giersch Salbe bei Gicht

Der Giersch in voller Blüte

Der Giersch ist wohl das beste, pflanzliche Helferlein bei Gicht. Zur Pflanze hab ich dir hier im April schon einiges erzählt.

Gestern hab ich zum ersten Mal Gierschsalbe gemacht, weil sie momentan in unserer Familie gebraucht wird. Eine Kombination aus frisch gegessenem Giersch und der Salbe die örtlich auf die betroffenen Stellen aufgetragen wird bringt nun hoffentlich Linderung.

Die Salbe ist flott gerührt – der Giersch wächst nahezu überall. Sei dir beim Sammeln bitte zu 100% sicher, denn der Doldenblütler kann leicht verwechselt werden und das kann fatal sein. Typisch ist die Dreizahl der Blätter und der gekerbte Blattstiel.

Für die Salbe brauchst du: (Ich hab gleich eine größere Menge gemacht – halbiere sonst einfach.)

  • 250ml Olivenöl (oder Sonnenblumenöl, Distelöl,…)
  • eine Handvoll frischen Giersch
  • 15g Lanolin
  • 25g Bienenwachs
  • Außerdem:
  • eventuell ätherisches Öl für den Duft (ich hab 10 Tropfen Lemongrass genommen)
  • Eine Schüssel
  • ein Tuch zum Filtern
  • Gläschchen zum Einfüllen
  • ca. 1 Stunde Zeit

Schüttle den gesammelten Giersch um Insekten zu entfernen. In einem kleinen Topf wird ein bisschen Wasser zum kochen gebracht für ein Wasserbad.

Zupfe den Giersch mit den Fingern in kleine Stückchen und gib sie in eine Schüssel. Fülle dann das Olivenöl (oder ein Öl deiner Wahl) ebenfalls in die Schüssel und stell sie in das Wasserbad. Schalte die Herdplatte zurück auf die geringste Stufe und lasse deine Giersch/Ölmischung eine halbe Stunde lang ziehen.

In der Zeit kannst du immer wieder umrühren (am besten mit Holz, Glas oder Plastik) um die Pflanze gut in das Öl zu transformieren. Die Temperatur sollte bei ca. 70 Grad liegen – doch keine Sorge – auch ohne Thermometer bekommst du das hin, wenn du das Wasser im Wasserbad auf kleinster Flamme simmern lässt.

Nach Ablauf der Zeit kannst du das Öl durch ein Tuch filtern. Presse es gut aus, pass aber auf, dass du dich nicht verbrennst. Der Ölauszug hat eine wunderschöne, grüne Farbe bekommen. Gratuliere: du hast eben einen Warmauszug hergestellt! Das kannst du mit allen Pflanzenteilen, auch mit Wurzeln so machen um das Öl dann weiter zu verarbeiten.

Das Öl kannst du dann in ein sauberes Schraubglas gießen und nun kommt das Bienenwachs und das Lanolin dazu. (Die Salbe lässt sich übrigens auch ohne Lanolin rühren, wird dann aber ein wenig „bockiger“.) Jetzt stellst du das Glas wieder ins Wasserbad und rührst solange, bis sich das Wachs und das Lanolin komplett aufgelöst haben.

Dann nimmst du das Glas raus und rührst die Salbe kalt. Wenn du es sehr eilig hast, kannst du das im kalten Wasserbad machen – dann geht das sehr schnell. Wenn du Zeit hast, dann rühre sie langsam kalt, es ist sehr meditativ 🙂 Wenn sie milchig wird und fester wird, kannst du etwas ätherisches Öl dazu geben und die Salbe in Döschen abfüllen. Verschließe sie erst, wenn die Salbe ausgekühlt ist. Am besten bewahrst du sie gekühlt auf, dann hast du lang Freude an ihr.

Gutes Gelingen ❤

Ich nimm dich mit ein paar Bildern mit beim Salbenrühren 🙂