Schlagwort-Archive: giftpflanzen

Der Klatschmohn / Papaver rhoeas

Der Klatschmohn / Papaver rhoeas

Er gehört zu meinen absoluten Lieblingspflanzen – der Klatschmohn. Seine leuchtend roten Blüten sind wie das pure Leben und die Zartheit seiner Blütenblätter ist einfach betörend. Er gehört zur Familie der Mohngewächse und ist leicht giftig. Das Alkaloid Rhoeadin wirkt leicht schmerzstillend. Außerdem enthält er Schleimstoffe und ist somit ein guter Begleiter bei Husten. Als beruhigender Abendtee tut er richtig gut in stressigen Zeiten.

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Die Haselwurz / Asarum europaeum

Die Haselwurz / Asarum europaeum

Die Haselwurz ist eine alte Zauberpflanze. Sie steht vorallem für das Vertreiben von allem Üblen. Man verräucherte sie um Krankheiten und Unheil zu vertreiben und fern zu halten. Sie gehört zur Familie der Osterluzeigewächse und ist giftig. Vorallem das enthaltene ätherische Öl soll für die stark brechreizerzeugende Wirkung verantwortlich sein.

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Das zweiblättrige Schattenblümchen / Maianthemum bifolium

Das Zweiblättrige Schattenblümchen / Maianthemum bifolium

Das Schattenblümchen gehört zur Familie der Maiglöckchengewächse. Es enthält, wie auch die Maiglöckchen, Glykoside die herzwirksam sind – ist also giftig. Interessant ist, dass keinerlei volksheilkundliche Anwendungen bekannt sind, die sich auf das Herz beziehen. Es wurde früher als harntreibendes Mittel verwendet, davon ist aber abzuraten, aufgrund der unbestimmten Giftigkeit.

Die Pflanze wächst gern an schattigen Plätzen im Wald und ist sehr schön anzusehen. Eine unglaubliche Eleganz und Zartheit strahlt sie durch ihre stufenartig angeordneten zwei Blätter und ihr zarten weißen Blüten aus. Viel Freude eim Entdecken 🙂

Die Akelei / Aquilegia vulgaris

Die Akelei / Aquilegia vulgaris

Akelei

Um der Frühlingszeit Verscheiden, unter Blumen mancherlei, auf den Weiden blühst du schön und frank und frei, Akelei!

Sommerschwül ist’s und im Walde hört man nur des Kuckucks Schrei; Ach wie balde, starb dahin der holde Mai! Akelei!

Durch die Forstung ohn‘ Ermüden pirscht dahin die Jägerei. Roß und Rüden ruft der Hörnerklang herbei, Akelei!

Nach der Quelle dunklem Glanze beugt der Hirsch sein Prachtgeweih, doch die Lanze bohrt sein lechzend Herz entzwei. Akelei!

Dunkle Tropfen Blutes rannen, eine Blume stand dabei, um die Tannen schwang sich hoch der kühne Weih. Akelei!

Aber draußen vor dem Walde, sangen Hirten zur Schalmei: Ach wie balde starb dahin der holde Mai! Akelei!

Gedicht von Hermann von Lingg
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Die Einbeere / Paris Quadrifolium

Die Einbeere / Paris quadrifolium

Ein durch und durch magisches Pflänzchen ist sie – die Einbeere. Du bist ihr vielleicht schon einmal begegnet, bei deinem Spaziergang durch den Mischwald. Sie wächst sehr gern in der Nähe von Buchen und fällt durch ihr sonderbares Erscheinen auf. Es ist interesant, wenn man liest, dass die Einbeere früher auch Dollwurz genannt wurde. Wie die Tollkirsche auch, bezieht sich der alte Name auf die psychoaktive Wirkung und es ist leicht möglich, dass die Pflanzenteile der Einbeere Wirkweisen in die halluzinogene Richtung besitzten. Doch auch hier wieder, bitte keine Selbstversuche, denn die Einbeere ist giftig. Über den Grad der Giftigkeit ist man sich nicht ganz einig, am meisten scheint die Beere giftig zu sein.

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Die Herbstzeitlose – Colchicum autumnale

Die Herbstzeitlose – Colchicum autumnale

Eine der giftigsten Pflanzen die wir in unseren Breiten haben ist die Herbstzeitlose. Sie gehört zur Familie der Zeitlosengewächse und enthält das tödlich giftige Colchicin. Es handelt sich um ein Zellgift, welches die Zellteilung hemmt. Die Vergiftung wird fatalerweise erst nach frühestens 12 Stunden bemerkt, wenn ein Magenauspumpen nichts mehr bringt. In den meisten Fällen verläuft eine Vergiftung tödlich. Die Pflanze hat einen verkehrten Rhythmus – sie bildet erst die Blätter, dann reift die Frucht im Mai/Juni und im Spätsommer, wenn Blätter und Frucht weg sind kommen die krokusähnlichen Blüten zum Vorschein.

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Die Zauberkräuter: Die Tollkirsche

Die Tollkirsche / Atropa belladonna

Sie ist die Dritte der drei Schicksalsgöttinen Klotho, Lachesis und Atropos. Die Erste spinnt den Lebensfaden, die Zweite teilt ihn zu und die Dritte schneidet ihn ab. Die Belladonna ist wohl die berühmteste unserer Giftpflanzen. Selbst die, die nicht viel über Pflanzen wissen, kennen sie. Kaum ein Elternteil, dass seine Kinder nicht vor den verlockend glänzenden Beeren warnt – gut so! Bereits zwei bis drei Beeren können für Kinder tödlich sein. Bei Erwachsenen ist ab der doppelten Menge mit ernsthaften Komplikationen zu rechnen. Von euphorischen Zuständen bis hin zur Atemlähmung und dem Tod. Christian Rätsch beschreibt in seiner Enzyklopädie der psychoaktiven Pflanzen seine Erfahrungen mit der Tollkirsche. Von Selbstversuchen rate ich dringend ab!

Die „schöne Frau“ hat eine lange Geschichte. Die Zauberkräuter: Die Tollkirsche weiterlesen

Die Zauberkräuter: Das Bilsenkraut

Sie ist eine der ältesten Giftpflanzen Europas und sie hat viel zu erzählen. Die hoch giftige Pflanze war Zutat der Hexensalben, auch Flugsalben genannt, die zu bestimmten rituellen Anlässen von Kräuterkundigen Frauen verwendet wurden. Die Zauberkräuter: Das Bilsenkraut weiterlesen