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Die Knoblauchrauke – Alliaria petiolata

Die Knoblauchrauke – Alliaria petiolata

Die Knoblauchrauke gehört zur Familie der Kreuzblütler und ist ein wundervolles Wildkraut für die Kräuterküche. Ich liebe ihren Geschmack! Sie ist dezenter, als der Bärlauch und harmonisiert mit anderen Wildkräutern ganz super. Die enthaltenen Senfölglycoside machen die Pflanze zu einem gesunden Darmreiniger. Ätherische Öle zaubern den tollen Knoblauchgeschmack. Sie eignet sich gut für Salate, Brotaufstriche, Kräutersalze, Suppen und zum Garnieren anderer Gerichte. Sie wirkt desinfizierend, wundheilend, antibakteriell, antiviral, antimykotisch (pilzhemmend) und schleimlösend. Ein gesundes Wildkraut das richtig gut schmeckt!

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Der Huflattich – Tussilago farfara

Der Huflattich – Tussilago farfara

Heute stelle ich dir eine kleine Frühlingssonne vor: den Huflattich. Er gehört zu den ersten Blümchen, die nach dem Winter im Wald hervorblitzen. Wie kleine Sonnen erhellen die Blüten die Sinne. Ist er verblüht bildet sich das hufeisenförmige Blatt. Er wächst sehr gern auf Ruderalflächen. Der Huflattich gehört zur Familie der Korbblütler und ist eine altbekannte Zutat in Hustentees. Sein lateinischer Name verrät schon viel über seine Heilkraft – tussis ist der Husten. Vor einigen Jahren ist er aus Mischungen verschwunden aufgrund der in ihm enthaltenen Pyrrolizidinalkaloide. Daher wird im Allgemeinen davon abgeraten, ihn wild zu sammeln und zu verwenden. Die Alkaloidmenge ist jedoch eher gering im Vergleich zu anderen Pflanzen, daher lässt es sich meistens vertreten, ihn kurz bei akuter Bronchitis anzuwenden. Am besten nur in Mischungen und nur solange, bis eine Besserung der Beschwerden eintritt. Für eine Teemischung kannst du die Blüten samt Stengel und auch das später kommende Blatt verwenden. Bitte sammle nicht zuviel, den erstens braucht man nur sehr wenig und zweitens ist er mancherorts schon eine Seltenheit geworden.

Der Huflattich – Tussilago farfara

Eine Idee für eine Hustenteemischung:

Huflattich (Blüten und/oder Blätter), Lungenkraut, Eibischwurzel (oder Malvenblüten), Thymian (oder Quendel), Melisse.

Alles zu gleichen Teilen mischen und genießen 🙂

Das Johanniskraut – Hypericum perforatum – Der Seelentröster

Das Johanniskraut – Hypericum perforatum

Du wirst dich vielleicht wundern, warum ich dir jetzt das Johanniskraut vorstelle, obwohl es noch lange nicht Blütezeit hat. Seine Zeit kommt erst im Hochsommer, wenn die gleißende Sonne die stärksten Heilkräuter mit ihrer Kraft beschenkt.

Das Johanniskraut rettet momentan mein Seelenleben. Jeden Abend trinke ich ein oder zwei Tassen und spüre dabei, wie es mich erhält, mich tröstet und mir innerlich wieder Licht schenkt. Es sind schwierige Zeiten, vielen von uns geht es momentan richtig schlecht. Ausgangssperren, Familienstreit, Existenzängste, Ängste um die Gesundheit, etc…

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Das Wechselblättrige Milzkraut – Chrysosplenium alternifolium

Das Wechselblättrige Milzkraut – Chrysosplenium alternifolium
Das Wechselblättrige Milzkraut – Chrysosplenium alternifolium

Ein bemerkenswertes, kleines Pflänzchen ist das Milzkraut. Total in Vergessenheit geraten und wenig beachtet. Es gehört zur Familie der Steinbrechgewächse. Das Milzkraut besitzt eine unglaubliche Leuchtkraft und hat (zumindest auf mich) eine magische Anziehung. Es wächst bevorzugt in schattigen, feuchteren Plätzen im Mischwald. Früher wurde es im Sinne der Signaturenlehre bei Erkrankungen derMilz verwendet, doch heute ist es gänzlich aus der Heilkräuterkunde verschwunden. Es ist in geringen Mengen aufgrund der Bitterkeit essbar – kleine Teile eignen sich gut für Salate, oder als Topping für Kartoffel- und Gemüsesuppen. Viel freude beim Entdecken dieser wundersamen, kleinen Pflanze.

Die Vogelmiere – Stellaria media

Die Vogelmiere – Stellaria media
Typisches Erkennungsmerkmal: Der dünne Faden im Stengel

Die Vogelmiere gehört zur Familie der Nelkengewächse. Für viele ist sie ein lästiges Unkraut doch zu Unrecht, denn sie ist sehr gesund und bietet uns viele wertvolle Inhaltsstoffe. Mittlerweile hat sie bei vielen Menschen einen festen Platz in der Frühjahrskur, denn sie ist voller Vitamine und Mineralstoffe und hat eine Menge Chlorophyll. Sie wirkt kühlend und nimmt das Hitzegefühl bei Entzündungen. Sie wirkt antiviral, entzündungshemmend und harntreibend. Man sollte sie am besten frisch essen, da sie getrocknet an Inhaltsstoffen verliert. Man kann aus ihr einen Öl Ansatz herstellen, der sich dunkel gelagert ca. ein halbes Jahr hält. Typisches Erkennungsmerkmal ist der dünne Faden im Stengel und die einseitige Behaarung am Stengel. Wenn sie blüht bildet sie winzig kleine weiße Blüten, die wie Sternchen aussehen. Der Geschmack der frischen Pflanze erinnert an jungen Mais. Du kannst sie in Salaten, in Aufstrichen oder in Smoothies verwenden.

Ich wünsche dir alles Liebe und viel Gesundheit ❤

Der Bärlauch – Allium ursinum / sicher erkennen

Der Bärlauch – Allium ursinum

Der Bärlauch gehört zur Familie der Amaryllisgewächse und ist eine der wertvollsten Frühlingspflanzen. Er hat zahlreiche Inhaltsstoffe die sich positiv auf unseren Körper auswirken. Jod, Eisen, Vitamin C und das Allicin, das für den Knoblauchgeschmack verantwortlich ist. Der Bärlauch ist ein beliebtes Wildkraut, dass zu zahlreichen Speisen verarbeitet wird: Bärlauchpesto, Bärlauchnudeln, Bärlauchknödel, Bärlauchsuppe, Bärlauchsalz etc. Doch auch als Heilpflanze hat er einiges zu bieten: Er wirkt cholesterinsenkend, blutdrucksenkend, antisklerotisch (das bedeutet: er wirkt Arterienverkalkungen entgegen), antibiotisch und sorgt für eine gute Darmflora. Eine Tinktur aus Bärlauch hilft dem Körper außerdem eingelagertes Quecksilber auszuleiten. Beim Sammeln von Bärlauch ist das genaue Bestimmen unumgänglich! Verwechslungsgefahr besteht mit dem hochgiftigen Maiglöckchen und der tödlich giftigen Herbstzeitlose.

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Die Pestwurz – Petasites hybridus

Die Pestwurz – Petasites hybridus
Die Pestwurz – Petasites hybridus

Du kennst das kleine Alien sicherlich und hast dich vielleicht schon mal gefragt was oder wer es denn ist. Es ist die Pestwurz und sie gehört zur Familie der Korbblütler. Ihren Namen hat sie aus früheren Zeiten, wo sie noch viel verwendet wurde. Man sagte ihr nach sogar bei der Pest zu helfen. Doch heutzutage ist die Magie rund um sie entzaubert. Sie enthält nämlich Pyrrolizidinalkaloide welche die Leber schädigen können und es wird vom Sammeln abgeraten. In der Apotheke sind zahlreiche Pestwurz Präparate gegen Migräne erhältlich. Die dort eingesetzten Pflanzen sind eigene Züchtungen in denen das Alkaloid nicht vorhanden ist. Die Wurzel und die jungen Blätter wirken krampflösend, schmerzstillend und beruhigend. Auch eine antidepressive Wirkung wird der Pestwurz nachgesagt. Die jungen Blätter ähneln denen des Huflattichs, die ausgewachsenen Blätter der Pestwurz im Hochsommer können bis zu einem Meter Durchmesser erreichen! Was für eine bezaubernde Pflanze 🙂

die ersten Wildkräuter

rote Taubnessel und Vogelmiere

Ich bin so happy! Heute habe ich die ersten Wildkräuter gesammelt. Es tut so unglaublich gut wieder frisches Grün in den Händen zu halten. Jedes Jahr freue ich mich so sehr auf den Moment – und wie die schmecken! Die volle Lebensenergie steckt in den kleinen Geschenken 🙂

Wo vor genau einer Woche noch eine dicke Schneedecke lag, blitzen heute schon die ersten Kräuter und Frühblüher aus dem Waldboden heraus. Was ich heute entdeckt habe: Huflattich, Brennessel, rote Taubnessel, Ehrenpreis, Vogelmiere, Leberblümchen, Krokusse, Knoblauchrauke, Hahnenfuss, Lungenkraut, Spitzwegerich, Hirtentäschel und Schöllkraut.

Rote Taubnessel und Vogelmiere haben mich heute so angesprochen, dass ich sie mitgenommen habe. Ich möchte euch die Beiden gerne näher vorstellen:

Rote Taubnessel / Lamium purpureum

Die Schwestern der roten Taubnessel sind die gelbe und die weiße Taubnessel. Im Gegensatz zu den Beiden wird die rote Taubnessel in der Heilkunde kaum gebraucht. Trotzdem hat sie ähnliche Wirkstoffe, vielleicht nur etwas schwächer. Die Taubnesseln sind tolle Frauenkräuter und haben positive Wirkungen auf die Lunge, sind auswurffördernd und wirken antibakteriell. Die rote Taubnessel gehört zu der Familie der Lippenblütler, daher hat sie viele ätherische Öle. Wenn du an der Pflanze riechst, wirst du gleich den aromatischen Geruch vernehmen – Mmmhh. Sie wirkt sich positiv auf das Hautbild aus und hat entzündungshemmende Wirkstoffe. Du kannst sie als Beigabe für einen Wildkräutersalat, gehackt auf ein Butterbrot oder in einer Wildkräutersuppe genießen.

Vogelmiere / Stellaria media

Die Vogelmiere gehört zur Familie der Nelkengewächse. Du bist sicherlich schon tausend Mal über sie gelaufen und hast sie gar nicht bemerkt. So winzig und unscheinbar sind die kleinen Blätter dieser Pflanze. Sie schmeckt ein bisschen wie junger Mais und hat etwas frisch, kresseartiges im Geschmack nur ohne Schärfe. Das Vitalstoffpacket erkennst du ganz leicht indem du den Stengel brichst: Ist ein „Hühnerdarm“ zu sehen (siehe Bild, der schmale Stengel im breiten Teil), handelt es sich um die Vogelmiere. Sie bildet wunderschöne kleine weiße Blüten die wie Sterne aussehen, daher auch ihr anderer Name Sternmiere. Sie enthält reichlich Kieselsäure und Vitamin C, das macht sie für unsere Zellen zu wahrem Gold. Außerdem wirkt sie antirheumatisch und leicht schmerzlindernd. Durch die enthaltenen Cumarine verzaubert sie in ihrem Geschmack! Du kannst sie genau wie die rote Taubnessel in Wildkräutersalaten als Beigabe, in Suppen oder Aufstrichen genießen. Einzig Trocknen macht nicht viel Sinn, denn sie verliert einige ihrer wertvollen Inhaltsstoffe.

Ich wünsch dir ganz viel Freude beim Entdecken der ersten grünen Vitalstoffbomben und beim Genießen in der Natur ❤

PS: Wenn du Lust hast mehr über die Frühblüher und ersten Kräuter zu erfahren, dann ist der nächste Kräuterkurs genau richtig für dich 🙂

Februar ~ Imbolc ~ und wie mein Kräuterjahr beginnt

Die Rotbuche im Februarlicht

In der Nacht von gestern auf heute ist Imbolc, oder auch Maria Lichtmess. Unsere Vorfahren glaubten daran, dass ab dem heutigen Tag die Pflanzenwelt wieder dem Menschen zugetan ist, während sie die letzten drei Monate der Unterwelt gehörte. Heute kehrt das Licht zurück und die Säfte steigen in den Bäumen auf. Ich spüre jedes Jahr den Februarbeginn mit seiner unbändigen Energie und Lebenslust. Er birgt die Kraft der Erneuerung in sich und das ist ein so schönes Gefühl!

Das Kräuterjahr beginnt für mich jetzt und ich möchte dich gern daran teilhaben lassen, was ich so im Februar treibe 🙂

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