Schlagwort-Archive: kräutersammeln

Der Quendel / Thymus serpyllum

der Quendel / Thymus serpyllum

Dieses kleine Pfänzchen hast du vielleicht schon einige Male beim Wandern getroffen ohne es bemerkt zu haben, denn es ist wirklich winzig. Der Quendel ist eine wahre Kraftpflanze , robust und Lebensenergie spendend gehört er für mich irgendwie zum August. Er wächst gerne in trockenen Waldwiesen und liebt die Sonne. Der Quendel gehört zur Familie der Lippenblütler und ist die wilde Form des Gartenthymians. Er enthält reichlich ätherische Öle, Gerbstoffe, Bitterstoffe und Vitamine.

der Quendel / Thymus serpyllum

Den winzig kleinen Quendel kannst du schnell und leicht liegend trocknen und ihn als Tee verwenden. Er ist ein starkes Hustenkraut: er ist auswurffördernd, antibakteriell, schweißtreibend, antiseptisch und harntreibend. In meinem Erkältungs- und Hustentee hat er seinen fixen Platz und ich möchte ihn nicht mehr missen. Eine feine Hustenteemischung ist zum Beispiel: Spitzwegerich, Huflattich und Quendel.

Der Alpen Steinquendel / Acinos alpinus wächst bei uns in Tirol auch.

Auch in der Küche verfeinert er Gerichte mit seinem feinen, dezenten Aroma. Er schmeckt nicht so intensiv wie der Gartenthymian, doch seine feine Note verzaubert. Du kannst auch ein tolles Gewürzöl mit ihm ansetzen. Super schmeckt er gemischt mit Dost – das zaubert ein einheimisch, mediterran schmeckendes Kräuteröl 🙂 (Lass die Kräuter ca. 2 Wochen in Olivenöl im Dunkeln durchziehen und schüttle das Glas jeden Tag.)

Ich wünsche dir noch ein schönes Lughnasadh ❤ Ich war heute im Wald um mich zu bedanken, für all die Geborgenheit, Heilung und Nahrung die uns Mutter Natur schenkt. Einfach schön ❤

Heute im Wald war die pure Geborgenheit anwesend…

Mit allen Sinnen sammeln

Eine Wiese voller Echtem Labkraut (Galium verum)

Was für ein schönes Wochenende das war! Ich hatte wieder eine Kräuterwanderung am Samstag mit ganz wundervollen Menschen und gestern war ich alleine im Wald unterwegs. Ich hatte eine Mission – echtes Labkraut sammeln. Nicht für mich, sondern für eine Frau die an Brustkrebs leidet und Unterstützung zur schulmedizinischen Therapie sucht. Hier kann das Labkraut zusätzlich zur konventionellen Therapie wirklich gute Dienste leisten, denn es wirkt stark auf die Lymphe. Doch auch für die Psyche wirkt es erneuernd, Lebensenergie spendend und aufhellend. Eine so tolle Pflanze!

Ich ging also los, an dem Ort wo ich schon eine Weile nicht mehr war. Es war von den ersten Schritten an ein großes Verbundenheitsgefühl und ich war tief erfüllt von Dankbarkeit, diesen wundervollen Platz nach längerer Zeit wieder zu besuchen. Ich äußerte mit dem Ritual der Wertschätzung meine Bitte und fühlte mich gleich sehr geborgen. Bewusst hatte ich die letzten Jahre hier noch nie das gelbe Labkraut entdeckt. Ich ließ mich treiben, ging ein wenig querfeldein und stand unmittelbar vor einem riesengroßem Fleck voller Labkraut.

Auch Heilziest war anzutreffen – einfach schön 🙂

Sammeln mit allen Sinnen – das trifft es wohl am besten. Das ist es auch, was ich in den Kursen und Wanderungen, neben dem Wissen über die Pflanzen, den Menschen mitzugeben versuche. Öffne dich ganz, äußere deine Bitte und lass dich treiben. Vertraue deiner Intuition und benütze all deine Sinne beim Sammeln: Spüren, riechen, hören, sehen, schmecken – all das gehört zur Kräuterkunde dazu, all das macht dich zum Kräuterkundigen.

Ich weiß, es ist nicht immer leicht, sich so tief fallen zu lassen, aber du wirst sehen, dass es von Mal zu Mal besser geht. Und je nach deiner Tagesverfassung wird es dann Momente geben, da bist du eins mit dem Wald, eins mit der Wiese auf der du stehst und die Pflanzen rufen dich an die richtigen Plätze.

Diese Erlebnisse erfüllen mich mit so unendlich tiefer Dankbarkeit. Und ich weiß, dass ich das Richtige mache, das ich meinem Seelenplan folge ❤ Ich möchte euch noch gern ein paar Bilder von der gestrigen Sammelrunde dalassen und wünsch euch einen superschönen Wochenstart 🙂

Die Witwenblume hat Besuch.
Die faszinierenden Blüten der Pastinake.
Der Augentrost blüht auch schon.
Haselnussliebe 🙂
Der Seerosenteich
Wacholderbeeren in unterschiedlichen Reifegraden.
Das Brillenschötchen