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Der Lavendel / Lavandula angustifolia

Der Lavendel / Lavandula angustifolia

Eigentlich wollte ich dir heute eine heilkräftige Pflanze vorstellen deren Wurzel man verwendet – es beginnt ja jetzt die Zeit zum Graben. Doch da mich heute wieder einmal die Migräne erwischt hat und ich mich schon den ganzen Tag mit Lavendel bedufte, dacht ich mir, ich stell dir mal diese wundervolle Pflanze ein wenig näher vor.

Sie ist auch die Heilpflanze des Jahres 2020 und sie darf nicht auf meinem Blog fehlen. So here we go 🙂

Lavendel ist eine mediterrane Pflanze, die bei uns wild nicht wächst. Du kannst sie allerdings super in deinem Garten oder auf dem Balkon ziehen und wirst lange Zeit Freude an ihr haben. Die Pflanze ist mehrjährig und blüht Jahr für Jahr auf’s Neue. Der Duft scheidet die Geister: manche lieben ihn, manche hassen ihn. Kein Wunder, denn er ist durchdringend und intensiv. Ich liebe den Duft von Lavendel!

Eine beruhigende Pflanze – der Lavendel.

Der beste Zeitpunkt zum Ernten ist der Hochsommer. Im Spätsommer sollte man ihn nicht mehr schneiden, denn er verliert sonst wichtige Kraft für den kommenden Winter. Das tolle am Lavendel im Garten oder auf deinem Balkon ist auch, dass er Fliegen fern hält. Auch Motten hassen den Duft – deshalb hängt man seit jeher ein Säckchen gefüllt mit getrocknetem Lavendel in den Kleiderschrank. (Wer Lavendelduft nicht mag, kann auch Rainfarn verwenden)

Lavendel gehört zur Familie der Lippenblütler und ist voll von ätherischen Ölen. Dieses Öl kann man bei Verbrennungen nach dem Kühlen direkt auf die betroffene Stelle tropfen und es bleiben Brandblasen erspart. Die Wirkung ist unglaublich – ich hab das schon mermals gemacht. Es ist auch für Kinder verträglich, was (in starker Konzentration) bei ätherischen Ölen eine Seltenheit ist. Ich hab meinen Kindern wo sie noch kleiner waren, zum Einschlafen oft einen Tropfen des Öls auf das Kissen gegeben. Sie mochten das sehr gerne. Der Lavendel hat stark entspannende Eigenschaften. Er hilft Ängste, Krämpfe, An- und Verspannungen zu lösen und bringt einen gut ins Land der Träume. Ich hab heuer Lavendelhydrolat gemacht. Das ist wundervoll als beruhigender Gesichts- und Körperspray, als Kissenspray und wirkt unterstützend bei Kopfschmerzen. Ich gebe gern ein kaltes oder heißes (je nach Schmerzart) Tuch mit einem Tropfen ätherischen Lavendelöl auf die Stirn und den Nacken.

Innerlich kann der Lavendel als Tee, Ölauszug oder Tinktur bei Unruhe, Schlafstörungen, Stressbewältigung, Ängsten, Bauchschmerzen, Blähungen und Erkältungen helfen. Das tolle ist, man kann das ganze Jahr den Lavendel nutzen, auch zur Herstellung von Tinkturen, Salben und Hydrolaten, denn in getrockneter Form hat er kaum Einbußen.

Frisch angesetzter alkoholfreier Lavendelauszug.

Auch in Salben verarbeitet oder als Badezusatz ist er toll. Am Besten machst du dir einen Ölauszug, lässt es so als Massageöl oder du machst dir mit ein wenig Bienenwachs eine Salbe daraus.

Wie du ganz einfach eine Salbe machst zeig ich dir hier. (Einfach das Lärchenpech weglassen und als Basisöl den Lavendelölauszug verwenden). Den Ölauszug erstellst du entweder warm (Warmauszug) oder kalt indem du getrockneten Lavendel zur Hälfte in ein Schraubglas füllst und mit Oliven- oder Sonnenblumenöl aufgießt. Drei Wochen an der Fensterbank stehen lassen und jeden Tag gut schütteln.Wie du zuhause ohne Destille eine Hydrolat zaubern kannst zeig ich dir hier.

Auf der energetischen Ebene hilft der Lavendel beim Loslassen. Er löst Verkrampfungen auf emotionaler Ebene und hilft uns das Schwere im Leben hinter uns zu lassen. Zugleich lässt er uns tief ins Innere blicken – immer mit dem Gefühl sicher und geborgen zu sein. Eine wundervolle Pflanze ❤

Ich wünsch dir noch einen entspannten Sonntag Abend und einen guten Start in die neue Woche 🙂