Schlagwort-Archive: maiglöckchen

Der Bärlauch – Allium ursinum / sicher erkennen

Der Bärlauch – Allium ursinum

Der Bärlauch gehört zur Familie der Amaryllisgewächse und ist eine der wertvollsten Frühlingspflanzen. Er hat zahlreiche Inhaltsstoffe die sich positiv auf unseren Körper auswirken. Jod, Eisen, Vitamin C und das Allicin, das für den Knoblauchgeschmack verantwortlich ist. Der Bärlauch ist ein beliebtes Wildkraut, dass zu zahlreichen Speisen verarbeitet wird: Bärlauchpesto, Bärlauchnudeln, Bärlauchknödel, Bärlauchsuppe, Bärlauchsalz etc. Doch auch als Heilpflanze hat er einiges zu bieten: Er wirkt cholesterinsenkend, blutdrucksenkend, antisklerotisch (das bedeutet: er wirkt Arterienverkalkungen entgegen), antibiotisch und sorgt für eine gute Darmflora. Eine Tinktur aus Bärlauch hilft dem Körper außerdem eingelagertes Quecksilber auszuleiten. Beim Sammeln von Bärlauch ist das genaue Bestimmen unumgänglich! Verwechslungsgefahr besteht mit dem hochgiftigen Maiglöckchen und der tödlich giftigen Herbstzeitlose.

Ich möchte euch gern zeigen, worauf ihr achten müsst beim Sammeln. Wenn ihr euch nicht 100% sicher seid, lasst die Pflanze lieber stehen!

Verwechslungsgefahr: Bärlauch, Maiglöckchen und Herbstzeitlose

Unterscheidungsmerkmale:

  • Beim Bärlauch hat jedes Blatt einen Stängel. Die Blattoberseite ist glänzend, die Unterseite matt. Jedes Blatt hat eine markante Mittelrippe, welche beim umbiegen knackt. Er verströmt starken Knoblauchgeruch.
  • Beim Maiglöckchen sind die Blätter zu zweit. Es hat ebenfalls eine Mittelrippe. Die Blattoberseite ist matt und die Unterseite glänzend, also umgekehrt wie beim Bärlauch. Es treibt auch erst ein wenig später aus.
  • Die Herbstzeitlose hat drei ineinander gedrehte Blätter. Die Mittelrippe fehlt. Achtung: Bereits kleine Mengen sind tödlich giftig!

Ich hoffe, ich kann euch damit weiterhelfen 🙂 Solltet ihr momentan angesichts der Ausgangssperren nicht in den Wald kommen, gibt es einen kleinen Trost: im gut sortierten Supermarkt wird auch des öfteren Bärlauch angeboten, dann könnt ihr aus ihm auch so was Feines zaubern ❤

Am liebsten mach ich Bärlauchpesto!

Du brauchst:

Bärlauch, Sonnenblumenkerne, Salz, Pfeffer, ein kaltgepresstes Öl deiner Wahl;

Alles zusammen im Mixer zerkleinern und in ein Schraubglas füllen. Bedecke das Pest im Glas immer mit einer kleinen Ölschicht, dann hält es im Kühlschrank mindestens eine Woche. Das Pesto passt zu Nudeln, Salaten, auf’s Brot, zu Kartoffeln…usw

Viel Spaß!