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Cbd Tinktur selbermachen

Wichtig: In Österreich ist Cbd erst ab 18 Jahren freigegeben! Bitte informiere dich darüber, wie es in deinem Land ist!

Cbd ist die Abkürzung für Cannabidiol. Neben dem berauschenden Thc, ist das Cbd ein Stoff der Hanfpflanze, der medizinisch gesehen sehr interessant ist. Cbd ist nicht psychoaktiv wirksam – das heißt es beeinträchtigt dich in deinem Alltag nicht. In Österreich ist seit gut 3 Jahren Cbd erlaubt, die verwendeten Pflanzen dürfen einen Thc Gehalt von 0,3% nicht überschreiten. Die Pflanzen, die als Cbd verkauft werden, sind so gezüchtet, dass das Cannabidiol möglichst hoch und das Thc unter 0,3% ist.

Ich habe damals gleich zu Beginn über Monate Cbd Öl genommen um zu sehen, ob es einen Effekt auf den Diabetes oder die Migräne hat. Ich hab hunderte von Euro ausgegeben in der Zeit, da ich so große Hoffnungen hatte. Der Erfolg war mäßig, den Blutzucker beeinflusst es kaum, in den schlimmen Migräneattacken kann es kein Triptan ersetzen.

Mittlerweile sehe ich es ein wenig realistischer, als in der anfänglichen Euphorie über das Cbd. Ich hatte dann aufgehört es zu kaufen, da mir die Preise auf Dauer einfach zu hoch waren. (Ich hab teilweise €200.- im Monat für Cbd ausgegeben.)

Was das Cbd bei mir kann:

  • Beruhigen: Es entspannt mich und wirkt angstlösend auf mich.
  • Zu besserem Schlaf verhelfen: Der Schlaf wird tiefer, jedoch keineswegs traumlos und dumpf. Am nächsten Morgen ist man gut ausgeschlafen.
  • Leichte Schmerzen erträglicher machen: Das ist ein Riesenpunkt! An den Tagen wo die Migräne so dahindämmert, hilft es zu entspannen und sich zu regenerieren.

In letzter Zeit plagt mich die Migräne mehrere Tage in der Woche und so muss einfach eine Alternative her, um in der 10/20 Regel bleiben zu können. (Die 10/20 Regel besagt, dass nur an 10 Tagen im Monat ein Schmerzmittel genommen werden darf. Das ist wichtig für uns Migräniker, da es sonst zu einem medikamenteninduzierten Dauerkopfschmerz kommen kann.)

Also hab ich mir gedacht: Probiere doch mal, aus dem Cbd eine Tinktur herzustellen! Gesagt getan!

Mein erster Versuch vor einigen Monaten, war die klassische Herangehensweise: Das Kraut zerkleinern, mit Weinbrand (ich weiß nicht wieso, der muss für mich hier einfach sein – sonst verwende ich immer Korn…) ansetzen, 4 Wochen stehen lassen und jeden Tag schütteln. Das Ergebnis war ok, doch auch nicht wirklich mehr.

Ich hab ein wenig recherchiert und eine für mich ganz brauchbare Anleitung gefunden, um so eine Tinktur selber herzustellen. (Quelle: https://firstclass-cbd.ch/eigene-cannabis-tinktur-herstellen/)

Ich hab sie heute abgefüllt und gleich getestet, da heute der perfekte Tag dafür ist. Ich habe seit gestern eine Migräneattacke, die ich mit einem Triptan behandelt habe. Der starke Schmerz ist weg, doch all die anderen Faktoren sind da: Schwindel, dumpfer Schmerz, Orientierungslosigkeit, depressive Stimmung etc. was halt so da ist, bei Migräne außer den heftigen Schmerzen. Und siehe da: Der Kopf fühlt sich besser an, ich bin gelassener und freue mich, dass ich endlich eine preiswertere Alternative zum Öl gefunden habe 🙂

Das Cbd wird fein zerkleinert und auf das Backblech gegeben. Bei 115°C kommt es für 30 Minuten in den Ofen.
Dann wird es mit Weinbrand gemischt und in die Gefriertruhe gestellt.
In den Tagen wird es immer wieder rausgenommen zum Schütteln. Der Alkohol gefriert nicht.
Nach 5 Tagen wird die Tinktur gefiltert. Die Reste drücke ich noch aus.
Fertig ist deine Cbd Tinktur 🙂

Zur Herstellung:

Ich hab aus etwa 2 Gramm Cbd Blüten 200ml Tinktur gemacht und diese hat (zumindest bei mir, empfangendes und feinfühliges Wesen 😀 ) Wirkung! Das oben verlinke Rezept würde für diese Menge etwa 12 Gramm beinhalten. Die 2 Gramm Cbd kosten €20.- . Das ist wirklich super und ich freu mich gerade riesig darüber 🙂

Für 200ml Tinktur brauchst du:

  • 2g Cbd Blüten
  • 200ml Weinbrand
  • 1 Schraubglas
  • Braun- oder Blauglasfläschchen mit Tropfverschluss
  • Einen kleinen Trichter
  • Ein feines Sieb oder einen Kaffeefilter
  • Ein Backrohr

Damit sich das Cannabidiol richtig aus der Pflanze lösen kann, braucht es Hitze. Das war auch damals der Punkt, warum ich von meiner ersten Tinktur nicht so sonderlich begeistert war.

Stelle dein Backrohr auf Ober- Unterhitze 115°C ein. Zerkleinere die Cbd Blüten sehr fein. Gib sie auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech und schieb sie in den Ofen für eine halbe Stunde bei 115°C.

Danach kannst du das Kraut in dein Schraubglas geben, mit dem Weinbrand befüllen und fest durchschütteln. Stelle das Schraubglas danach für 5 Tage in den Gefrierschrank und schüttle es 2x am Tag gut durch. Keine Sorge, der Weinbrand gefriert nicht, dafür ist der Alkoholgehalt zu hoch. Nach den fünf Tagen, ist deine Tinktur fertig, du kannst sie filtern, die Reste ausdrücken und in die Fläschchen füllen.

(Anmerkung: In den Kommentaren des Beitrags, der verlinkten Quelle heißt es, dass der Gefrierschrank nicht nötig ist. Ich kann nur sagen, dass diese Methode sehr gut funktioniert hat und ich daher keinen Vergleich anstellen kann, ob die Tinktur genauso kräftig wird, wenn man sie bei Zimmertemperatur stehen lässt.)

Ich wünsch dir ganz viel Freude beim Experimentieren und mit deinem Endprodukt. Ganz egal, ob du es zum Entspannen, gegen leichte Schmerzen, für besseren Schlaf oder gegen Unruhe verwendest. Ich nehme nur wenige Tropfen direkt unter die Zunge ein. Finde für dich heraus, welche Dosierung die deine ist <3




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Never give up

Manchmal ist alles schwer. Manchmal ist alles zu viel, oder zu wenig, zu tief oder zu seicht. Manchmal bin ich mir selbst nicht gut genug.

Es gibt sie zuhauf – diese Phasen, in denen ich das furchtbare Gefühl des Versagens in mir trage. Alles geht zu langsam, nichts läuft so, wie man es sich vorgestellt hat.

Diese Phasen sind schwer zu ertragen. All die Krankheiten – manchmal lasten sie auf mir wie ein großer Stein. Langsam – viel zu langsam bin ich mir selbst. Was wollte ich nicht schon alles erreicht haben – seit 4 Jahren nebenbei selbstständig – und noch immer viel zu wenig um davon leben zu können. Mein Plan war ganz ein anderer…

Angekommen an einem Punkt, wo der Brotjob nicht mehr machbar ist – zu oft krank – zu viele Schmerzen. Manchmal ist alles schwer… manchmal ist alles zu viel.

Auch diese Momente gibt es und sie sind nicht schön. Auch sie dürfen da sein – auch sie wollen gespürt und gelebt werden. Auch die Angst – die Angst wie es weitergeht, die Angst, noch mehr zu versagen.

Tag drei der Migräne – jeden Monat ein Status… jeden Monat ein bisschen weniger Kraft. Und trotzdem ist da etwas: es ist die Hoffnung, dass es wieder besser wird, dass es Freude und Freiheit gibt.

Never give up <3



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Die Salzsole und Gespräche mit Gott

Ein Salzkristall

Manchmal bin ich einfach wütend und die vielgeprießene Dankbarkeit bleibt meilenweit entfernt von mir. Ich hatte vorgestern wieder einmal einen Tiefpunkt. Es gibt Momente, da wird mir alles zu viel. Die ständigen Schmerzen – die Migräneattacken die alle paar Tage kommen und mein Leben zur Hölle machen. Ich bin meistens voller Hoffnung, dass es wieder besser wird, doch manchmal verlässt sie mich. Dazu kommen miserable Blutzuckerwerte seit Wochen – die laufen so nebenbei… das Migränemonster ist stärker als der Diabetes.

Ich bete nicht oft – manchmal frag ich mich ob ich an Gott glaube? Ich denke schon… Ich wollte mit ihm reden und ihn bitten, dass es besser wird, doch ich wurde einfach nur wütend. Ich schrie ihn an und fragte ihn, ob er diesen Scheiß hier wirklich ernst meint? Ist das wirklich sein Ernst? Ist das meine Lebensaufgabe, mit diesen chronischen, unheilbaren Erkrankungen zu kämpfen? Alles alleine tragen zu müssen? Wie verdammt noch mal stellt er sich vor, dass ich meinem Lebensplan folgen soll, wenn ich ständig gequält werde?

Ich war so wütend… und am nächsten Tag ging es ein wenig besser. Ich entschuldigte mich bei ihm, für meine nicht sehr charmanten Worte. Und ich hatte ein sehr schönes Erlebnis gestern in der Kantine bei der Arbeit. Eine liebe Bekannte, die auch unter Migräne leidet, sagte mir, dass es ihr so gut tut, sich mit einem Baum zu verbinden. Sie hatte es in dem Newsletter gelesen, den ich für eine liebe Freundin monatlich schreibe. Sie meinte, sie war den Tränen nahe, als sie die Anleitung dazu gelesen hatte und es hat sie tief berührt. Das hat mich sehr glücklich gemacht. Da ist sie wieder – meine Lebensaufgabe – ganz stark und klar<3

Danke

Und so kam ich in letzter Zeit, verzweifelt auf der inneren Suche nach Linderung, nach langen Monaten wieder zur Salzsole. Sie tut wirklich gut und du kannst sie sehr leicht selber ansetzen. Alles was du brauchst ist ein Schraubglas und Salzsteine aus dem Reformhaus.

Gib zwei, drei Steine in dein Schraubglas, fülle es bis oben mit kaltem Wasser und lass sie stehen. Ich gib immer einen Zettel drunter mit einem schönen Wort drauf. Liebe, Heilung, Kraft oder ein Herz <3 Nach 24 Stunden ist sie voll gesättigt und du kannst sie verwenden. Wenn das Glas leerer wird, gieße einfach Wasser drauf und warte wieder einen Tag. Deine Sole behält immer die gleiche Sättigung – du kannst gar nichts falsch machen 🙂

Wofür du sie verwenden kannst:

  • Einen Teelöffel nüchtern am Morgen in einem Glas Wasser geben und trinken.
  • Zum Baden
  • Zum Kochen
  • Für Teilbäder (Füße, Hände)
  • Für die Gesichtspflege
  • Zum alkoholfreien Konservieren von Pflanzenteilen
  • Als Raumspray
Die frisch angesetzte Sole.

Ich wünsche dir viel Freude beim Sole machen und hoffe du bist einigermaßen in deiner Mitte. Ich schick dir ganz viel Liebe, Kraft und Durchhaltevermögen <3 (Was auch immer du davon brauchst und möchtest.)

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Der Lavendel / Lavandula angustifolia

Der Lavendel / Lavandula angustifolia

Eigentlich wollte ich dir heute eine heilkräftige Pflanze vorstellen deren Wurzel man verwendet – es beginnt ja jetzt die Zeit zum Graben. Doch da mich heute wieder einmal die Migräne erwischt hat und ich mich schon den ganzen Tag mit Lavendel bedufte, dacht ich mir, ich stell dir mal diese wundervolle Pflanze ein wenig näher vor.

Sie ist auch die Heilpflanze des Jahres 2020 und sie darf nicht auf meinem Blog fehlen. So here we go 🙂

Lavendel ist eine mediterrane Pflanze, die bei uns wild nicht wächst. Du kannst sie allerdings super in deinem Garten oder auf dem Balkon ziehen und wirst lange Zeit Freude an ihr haben. Die Pflanze ist mehrjährig und blüht Jahr für Jahr auf’s Neue. Der Duft scheidet die Geister: manche lieben ihn, manche hassen ihn. Kein Wunder, denn er ist durchdringend und intensiv. Ich liebe den Duft von Lavendel!

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Die Pestwurz – Petasites hybridus

Die Pestwurz – Petasites hybridus
Die Pestwurz – Petasites hybridus

Du kennst das kleine Alien sicherlich und hast dich vielleicht schon mal gefragt was oder wer es denn ist. Es ist die Pestwurz und sie gehört zur Familie der Korbblütler. Ihren Namen hat sie aus früheren Zeiten, wo sie noch viel verwendet wurde. Man sagte ihr nach sogar bei der Pest zu helfen. Doch heutzutage ist die Magie rund um sie entzaubert. Sie enthält nämlich Pyrrolizidinalkaloide welche die Leber schädigen können und es wird vom Sammeln abgeraten. In der Apotheke sind zahlreiche Pestwurz Präparate gegen Migräne erhältlich. Die dort eingesetzten Pflanzen sind eigene Züchtungen in denen das Alkaloid nicht vorhanden ist. Die Wurzel und die jungen Blätter wirken krampflösend, schmerzstillend und beruhigend. Auch eine antidepressive Wirkung wird der Pestwurz nachgesagt. Die jungen Blätter ähneln denen des Huflattichs, die ausgewachsenen Blätter der Pestwurz im Hochsommer können bis zu einem Meter Durchmesser erreichen! Was für eine bezaubernde Pflanze 🙂

Das (Migräne) Monster

Es ist Wintersonnenwende. Um genau zu sein 04 Uhr 30 und ich bin wach. Ich sitze am Pc und schreibe diesen Beitrag. Kein Wunder, wenn ich mir meine letzten beiden Tage näher betrachte. Ich habe vorgestern komplett im Bett verbracht. Nein, kein Leisureday, auch keine Grippe. Das Monster war wieder da. Ich habe keine anderen Worte mehr für die Migräne. Sie, es oder er ist ein Monster. Punkt. Die Heftigkeit der letzten Attacke war grausam. Ich bin wirklich ein lebensfroher Mensch, aber in diesen Momenten wünsch ich mir dann nur, das ES aus ist. Dabei hatte ich einen tollen November, komplett schmerzfrei ging ich durch den Monat. Doch die letzten beiden Wochen waren die Hölle. Von 14 Tagen, waren 7 mit Schmerzen gefüllt. Einer davon so heftig, dass ich dachte, jetzt ist es aus. Aber warum schreib ich dir das? Ich will nicht jammern, ich möchte dir Mut machen. Mich begleitet diese Last seit ca. 25 Jahren und ich habe immer wieder Phasen, in denen es sehr gut läuft. Und ich bin ständig am Suchen und Ausprobieren, was helfen könnte. Ich hab mir, wie du dir sicherlich denken kannst, zahlreiche Gedanken zu dem Thema gemacht und möchte dich uneingeschränkt daran teilhaben lassen. Vielleicht ist ja etwas dabei, dass dir hilft. Das wäre schön <3

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