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Rosenwasser selber herstellen

Ich möchte dir heute gern zeigen, wie du selber ganz easy Rosenwasser herstellen kannst. Ich habe vor einiger Zeit bereits einen Beitrag zum Thema Hydrolate verfasst, indem die sehr häufig gebrauchte Methode des Dämpfeinsatzes beschrieben ist. Es gibt allerdings Pflanzen, wie die Rose zum Beispiel, die direkt aus dem Wasser heraus destilliert werden, da sie ansonsten verkleben. Und genau das zeig ich dir heute 🙂

Du brauchst:

  • einen großen Topf
  • einen Dämpfeinsatz
  • ein kleines Schälchen
  • eine Edelstahl Rührschüssel
  • ein sauberes Geschirrtuch
  • einen Trichter
  • ein Gefäß zur Aufbewahrung
  • ca. 30g getrocknete Bio Rosen

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Als erstes kommen die Rosen in den Topf. Dann gibst du soviel Wasser dazu, dass der Wasserspiegel beim Einsetzen des Dämpfeinsatzes noch darunter liegt.

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Dann kommt der Dämpfeinsatz in den Topf und in die Mitte stellst du dein Schälchen. Jetzt kannst du die Herdplatte schon auf die höchste Stufe einschalten.

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Dann bedeckst du den Topf mit deiner Edelstahlschüssel und befüllst sie mit eiskaltem Wasser. Wenn du Eiswürfel zur Hand hast, dann gib sie rein.

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Währenddessen richtest du das Auffanggefäß mit dem Trichter her. Es dauert ein paar Minuten, bis die ersten Tropfen Hydrolat in deinem Schälchen landen. Der Prozess funktioniert so: Wenn das Wasser kocht, steigt der mit Inhalststoffen gesättigte Dampf auf und kondensiert an der kalten Fläche deiner Rührschüssel. Das Kondenswasser tropft als Hydrolat in dein Schälchen. Kontrolliere mit dem Finger das Wasser in der Schüssel – ist es ein wenig warm, tausche es aus, greife währenddessen das Schälchen mit dem sauberen Geschirrtuch und gieße das Hydrolat in die Flasche. Diesen Vorgang kannst du einige Male wiederholen. Bei mir kommen meist ca 200ml kräftiges, wohlduftendes Hydrolat dabei raus. Du kannst natürlich noch länger hydrolieren – du wirst allerdings merken, dass sich der Geruch verändert und somit auch die Qualität deines Hydrolats.

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Ich hab heute vier verschiedene Pflanzenwasser hergestellt: Rose, Lavendel, Apfelminze und Zitrone-Vanille. Für die endgültige Lagerung ist es gut dunkle Flaschen zu nehmen. Bewahre die Hydrolate kühl auf und vermeide große Temperaturschwankungen. Das fertige Rosenwasser ist besonders duftend, wenn du es noch ein paar Wochen nachreifen lässt. Dann hält es sich mindestens 1 Jahr. Ich wünsch dir viel Spaß beim Hydrolieren ❤

die ersten Wildkräuter

rote Taubnessel und Vogelmiere

Ich bin so happy! Heute habe ich die ersten Wildkräuter gesammelt. Es tut so unglaublich gut wieder frisches Grün in den Händen zu halten. Jedes Jahr freue ich mich so sehr auf den Moment – und wie die schmecken! Die volle Lebensenergie steckt in den kleinen Geschenken 🙂

Wo vor genau einer Woche noch eine dicke Schneedecke lag, blitzen heute schon die ersten Kräuter und Frühblüher aus dem Waldboden heraus. Was ich heute entdeckt habe: Huflattich, Brennessel, rote Taubnessel, Ehrenpreis, Vogelmiere, Leberblümchen, Krokusse, Knoblauchrauke, Hahnenfuss, Lungenkraut, Spitzwegerich, Hirtentäschel und Schöllkraut.

Rote Taubnessel und Vogelmiere haben mich heute so angesprochen, dass ich sie mitgenommen habe. Ich möchte euch die Beiden gerne näher vorstellen:

Rote Taubnessel / Lamium purpureum

Die Schwestern der roten Taubnessel sind die gelbe und die weiße Taubnessel. Im Gegensatz zu den Beiden wird die rote Taubnessel in der Heilkunde kaum gebraucht. Trotzdem hat sie ähnliche Wirkstoffe, vielleicht nur etwas schwächer. Die Taubnesseln sind tolle Frauenkräuter und haben positive Wirkungen auf die Lunge, sind auswurffördernd und wirken antibakteriell. Die rote Taubnessel gehört zu der Familie der Lippenblütler, daher hat sie viele ätherische Öle. Wenn du an der Pflanze riechst, wirst du gleich den aromatischen Geruch vernehmen – Mmmhh. Sie wirkt sich positiv auf das Hautbild aus und hat entzündungshemmende Wirkstoffe. Du kannst sie als Beigabe für einen Wildkräutersalat, gehackt auf ein Butterbrot oder in einer Wildkräutersuppe genießen.

Vogelmiere / Stellaria media

Die Vogelmiere gehört zur Familie der Nelkengewächse. Du bist sicherlich schon tausend Mal über sie gelaufen und hast sie gar nicht bemerkt. So winzig und unscheinbar sind die kleinen Blätter dieser Pflanze. Sie schmeckt ein bisschen wie junger Mais und hat etwas frisch, kresseartiges im Geschmack nur ohne Schärfe. Das Vitalstoffpacket erkennst du ganz leicht indem du den Stengel brichst: Ist ein „Hühnerdarm“ zu sehen (siehe Bild, der schmale Stengel im breiten Teil), handelt es sich um die Vogelmiere. Sie bildet wunderschöne kleine weiße Blüten die wie Sterne aussehen, daher auch ihr anderer Name Sternmiere. Sie enthält reichlich Kieselsäure und Vitamin C, das macht sie für unsere Zellen zu wahrem Gold. Außerdem wirkt sie antirheumatisch und leicht schmerzlindernd. Durch die enthaltenen Cumarine verzaubert sie in ihrem Geschmack! Du kannst sie genau wie die rote Taubnessel in Wildkräutersalaten als Beigabe, in Suppen oder Aufstrichen genießen. Einzig Trocknen macht nicht viel Sinn, denn sie verliert einige ihrer wertvollen Inhaltsstoffe.

Ich wünsch dir ganz viel Freude beim Entdecken der ersten grünen Vitalstoffbomben und beim Genießen in der Natur ❤

PS: Wenn du Lust hast mehr über die Frühblüher und ersten Kräuter zu erfahren, dann ist der nächste Kräuterkurs genau richtig für dich 🙂

Selbstgemachter Lippenbalsam ~ und wie du einen Warmauszug machst

Hast du schon mal deinen eigenen Lippenbalsam gemacht? Eine selbstgemachte Lippenpflege ist schnell hergestellt. In gekauften Pflegeprodukten befinden sich zum Teil Stoffe, die nicht unbedingt auf (in) dem Mund landen sollten. Ein nächster Vorteil ist, dass du je nach gewünschtem Ölauszug und ätherischem Öl noch eine Wirkung und einen Geschmack zaubern kannst, ganz so wie es dir passt 🙂

Ich habe aus getrockneten Ringelblumen und kaltgepresstem Sonnenblumenöl einen Öl – Warmauszug hergestellt, du kannst auch nur Öl verwenden. Ich mag Sonnenblumenöl sehr gern, es eignen sich aber auch alle anderen kaltgepressten Öle, geh hier ganz nach deinen Vorlieben. Ringelblumen pflegen die zarte Lippenhaut sanft und schützen sie durch die enthaltenen Carotinoide. Pflanzen die sich auch noch super eignen würden sind z.B.: Rosen, Kamille, Johanniskraut, Melisse, Veilchen und viele mehr… Solltest du öfters mit Fieberblasen zu kämpfen haben ist eine Mischung aus Johanniskraut und Melisse ein großer Helfer.

Ringelblumen Öl – Warmauszug

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Rosenwasser und Salbei Deo Spray

Rosen Hydrolat und Salbei Hydrolat als Deo

Heute hab ich Rosenwasser und Salbeiwasser hydroliert und möchte dich gern daran teilhaben lassen.

Das Rosenwasser hab ich aus getrockneten Blüten hergestellt. Das besondere daran ist, dass sie aus dem Wasser heraus hydroliert werden. Ich habe das fertige Hydrolat noch mit den ätherischen Ölen Cistrose und Jasmin verfeinert. Es ist wunderbar als Gesichts – und Körper Spray.

Das Salbeiwasser hab ich mit einem gehäuften Tl Natron auf 100ml Wasser und etwas ätherischem Öl der Bergamotte in ein Deo verwandelt.

Viel Freude beim Mischen und Experimentieren. 🌿

Der Wald weiß alles

Kennst du das Gefühl, nicht mehr weiter zu wissen? Du zerbrichst dir den Kopf, sorgst dich unendlich und fühlst dich, als ob du den Boden unter den Füßen verlierst?

Geh in den Wald. Gehe alleine, gehe ziellos und gehe mit der Bitte um Antwort und Hilfe.

Du glaubst gar nicht, wie oft mir der Wald schon geholfen hat. Denn er hat immer eine Antwort und Trost. Warum ich jetzt darauf komme? Klar, du hast es dir schon gedacht – natürlich betrifft es mich gerade selber sehr stark. Ich hatte unlängst ein wundervolles Erlebnis. Bei mir sortiert sich (wieder einmal) alles neu. Ich habe es selber so gewollt, bin endlich raus aus meiner Komfortzone und trotzdem – es fühlt sich an als würde jemand meine Glaskugelwelt kräftig durchschütteln. Neue Wege machen mir manchmal Angst und ich fühle mich dann wie ein Seiltänzer ohne Netz. Der Wald weiß alles weiterlesen

Dost ist nicht gleich Dost

Oben: Gemeiner Dost / Origanum vulgare Unten: Wasserdost / Eupatorium cannabinum

Wie lange hat mich das verwirrt mit dem Dost! Meine erste bewusste Begegnung mit dem (Gemeinen) Dost hatte ich letztes Jahr im Wald. Die kleinwüchsige Pflanze lachte mich an und ich machte ein paar Bilder von ihr. Natürlich wollte ich gleich wissen, wie sie heißt. Das Internet spuckte mir Dost aus. Super dacht ich mir, man kann sie essen, sie hat Heilwirkungen und wenn man die Blätter zerreibt und kostet entfaltet sich ein göttlicher Oreganogeschmack und Duft. Doch dann ist da noch so ein (auf den ersten Blick) recht ähnliches Gewächs das zur selben Zeit in Massen blüht. Hmmm…. meine (damals noch sehr laienhaften) Recherchen ergaben Dost. Toll, was denn jetzt? Der große Bruder riecht gar nicht nach Oregano und irgendwie sieht er auch anders aus. Dost ist nicht gleich Dost weiterlesen

auf der Wendeltreppe – oder: Das Leben verläuft in Zyklen

Es ist wie in der Natur und du und ich sind ein Teil davon. Alles Alte kommt wieder, nur anders, besser, neu und es bringt aus der Tiefe des bereits vorhandenen Wissens neue Erkenntnisse mit. Diese Vorgänge kannst du bewusst zulassen. Sie sind unglaublich stark und mächtig. Sie verbinden dich als Menschen mit Erde und Himmel so wie auch die Pflanzen eine Verbindung zwischen Himmel und Erde sind.

Die Spirale des Farns
Die Spirale des Farns

auf der Wendeltreppe – oder: Das Leben verläuft in Zyklen weiterlesen

Blütenöle für Körper und Seele

Heute möchte ich dir zwei meiner liebsten Blütenöle vorstellen:

Johanniskrautöl und Mohnblütenöl

Die Öle sind sehr einfach herzustellen, du brauchst nur ein Schraubglas, Olivenöl und die frisch gesammelten Blüten. Beim Mohnblütenöl hab ich das Glas mit Öl schon dabei wenn ich die Blüten sammeln gehe. Sie sind so unglaublich zart, dass ich sie nicht erst in eine Stofftasche geben möchte. Beim Johanniskraut kannst du das hingegen problemlos so handhaben. Schüttle das Glas gut, sodass alle Blüten mit dem Öl durchtränkt sind. Dann suchst du dir das sonnigste Plätzchen in deiner Wohnung. Entweder direkt am Balkon oder am Fensterbrett. Blütenöle für Körper und Seele weiterlesen