Schlagwort-Archive: pflanzenseele

die Kräuterkunde und (unheilbare) chronische Erkrankungen Teil 1: Diabetes Mellitus Typ 1

Es kitzelt mich schon länger in den Fingern, zu diesem Thema etwas zu schreiben. Es ist vielschichtig, aus meiner Sicht auch oft sehr emotional belegt. Es herrschen Irrglaube, Unverständnis, falsche Annahmen und Hoffnungen.

Es ist für manche eine Schwarz-Weiß Malerei: Entweder du glaubst an die Schulmedizin, die Wissenschaft und nimmst Medikamente, oder du liest Bücher von Christian Rätsch und Wolf Dieter Storl, beschäftigst dich mit Kräuterkunde, Schamanentum, Elementarwesen und glaubst an Pflanzenseelen und Hildegards Grünkraft.

So: here I am! Ich glaube an beides, schaffe es immer wieder trotz aller Schwierigkeiten diese Welten in mir zu vereinen und lebe sehr gut damit.

Ganz stolz und glücklich über meinen ersten Glucosesensor nach 18 Jahren Diabetes 🙂

Ich werde oft gefragt, ob es denn kein Kraut gegen den Diabetes gibt. Da liest man ja so viel: Zimt soll ja der Hit sein zum Beispiel! Da braucht man ja fast kein Insulin mehr! Das ist Blödsinn, Diabetes Typ 1 ist eine Autoimmunerkrankung, bei der die insulinproduzierenden Zellen (Betazellen) in der Bauchspeicheldrüse zu nahezu 100% zerstört sind, die interessiert sich recht wenig für Zimt.

Trotzdem, hab ich über die vielen Jahre die Erfahrung gemacht, dass für mich (!) einige Pflanzen zeitweise eine kleine Erleichertung im Blutzuckermanagment und der Anpassung der Insulinbedarfsmenge darstellen können.

Das hat unterschiedliche Gründe: Zum einen sind schwankende Blutzuckerwerte und Insulinbedarfsmengen sehr stark mit der psychischen Verfassung verbunden. Zum anderen, erleichtern leberwirksame Pflanzen, zeitweilig die Mengenanpassung für Insulin. Auch mit Gerbstoffen kann ich immer wieder ganz gute Erfahrungen machen. Es handelt sich dabei immer um kurze Stupser, um den Haushalt wieder ein wenig besser in den Griff zu bekommen. Dauerwirkung stellt sich dadurch keine ein. Aber auch schon kurze Phasen der leichteren Insulinbedarfsanpassung, fühlen sich wie ein kleiner Urlaub an 🙂 (Das betrifft alles mich – das heißt bei dir, oder dem Diabetiker, den du kennst, kann das ganz anders sein. Jeder chronisch Kranke ist anders, jeder Körper reagiert anders!)

Glücklich in der Wiese, bei der Kontaktaufnahme mit dem Löwenzahn <3

Im folgenden stell ich dir ein paar Pflanzen vor, die mein System immer wieder ein wenig anstupsen.

Die jungen Blätter der Eberesche

Junge Ebereschenblätter sind flauschig und zart.

Die Eberesche ist ein Rosengewächs. Wie alle Rosengewächse, verfügt sie über reichlich Gerbstoffe, die in den jungen Blättern noch etwas milder sind. Ganz intuitiv zieht es mich zu dieser Pflanze und ich genieße die jungen Blätter einmal im Jahr sehr, in einer Teemischung. In dieser Teemischung landet noch Löwenzahn (Bitterstoffe) und andere Gerbstoffhaltige Pflanzen, wie zum Beispiel Nelkenwurz oder Brombeerblätter. Auch die jungen Heidelbeerblätter können gesammelt werden und in die Mischung beigefügt werden. Wenn du einen empfindlichen Magen hast, sei mit Gerbstoffen eher sparsam.

Der Löwenzahn

Der Löwenzahn

Eine so tolle, kraftvolle Pflanze! Mit seinen Bitterstoffen regt er den gesamten Verdauungstrakt an und ist leberwirksam. Besonders die Stängel sind voller Kraft für den Stoffwechsel. Auch hier gilt: Sparsam anwenden, wenn du empfindlich bist. Ich gebe die Blüten gern mitsamt den Kelchen in bittere Teemischungen und nasche die Stängel mitsamt Blüten ab und zu von der Wiese. Im Herbst und im Vorfrühling, esse ich sehr gerne die Wurzel – am liebsten roh im Salat.

Die Mariendistel

Die wunderschöne Blattrosette der Mariendistel

Was für eine zauberhafte Pflanze! Ich liebe Disteln – ich liebe sie alle. Bei der Mariendistel werden die leberwirksamen Samen verwendet. Bei uns in Tirol, treffe ich sie sehr, sehr selten an, daher besorge ich mir so alle 2 Jahre die Samen in der Apotheke und mache eine kleine Kur mit ihnen. Das tut rundum sehr gut und balanciert meine Werte ein wenig aus. Disteln sind stark mit dem Thema Wut verbunden – mehr dazu hier.

Das Johanniskraut

Das Johanniskraut in voller Blüte

So eine wunderbare Seelenpflanze! Das Johanniskraut bringt Licht in die dunkelsten Winkel und ist ein (auch wissenschaftlich anerkanntes) Antidepressivum. Ich mag den herb schmeckenden Tee so gerne. Es gibt allerdings auch Kontraindikationen: Schwangerschaft, Medikamenteneinnahme (nicht alle, aber einige) und stark lichtempfindliche Haut. Wenn es meiner Psyche besser geht, sind auch meine Werte stabiler.

Das Echte Labkraut

Das Echte Labkraut im Juli, in voller Blüte

Der Duft des echten Labkrauts ist betörend: Die enthaltenen Cumarine geben ihm den unwiderstehlichen Duft. Auch der Waldmeister, der Steinklee und das Wiesenlabkraut sind voller Cumarine. Sie wirken leicht blutverdünnend und stimmungsaufhellend. Da freut sich das Gemüt und der Körper drüber! Dosiere sparsam, denn zuviel an Cumarinen macht böse Kopfschmerzen. (Jedem Rauschmittel sein Kater 😀 )

Schwarzkümmelöl

Schwarzkümmelsamen

Mit Schwarzkümmelöl mache ich immer wieder kurze Zeit die Erfahrung, dass mein Insulinbedarf ein wenig sinkt und sich daher sehr kohlenhydratreiche Mahlzeiten besser berechnen lassen. Der ägyptische Schwarzkümmel ist mit unserer Jungfer im Grünen verwandt. Die Samen unserer Pflanze sind allerdings um ein Alkaloid reicher und sollten daher nicht in den Mengen des Schwarzkümmels konsumiert werden. Mit den Samen der Jungfer im Grünen hab ich bisher keine Erfahrung. Schwarzkümmelöl bekommt man im Bio Laden – ein Teelöffel vor den Mahlzeiten tut für kurze Zeit gut.

Es gibt noch zahlreiche Pflanzen, die mir immer wieder guttun, nur mir fallen sie gerade nicht ein. Doch eines haben sie alle gemeinsam: sie verzaubern mich und bringen mich in eine andere Schwingung. Davon profitiert der Körper immer! Ganz egal wie unheilbar die Erkrankung ist, es gibt immer ein besser oder schlechter. Der Kontakt mit der Pflanzenwelt ist einfach wundervoll <3

Ich wünsche dir noch einen schönen Sonntag. Hast du auch Erfahrungen, bei chronischen Erkrankungen mit diversen Pflanzen, die sich nicht unbedingt immer nachvollziehen lassen? Lass es mich gerne wissen 🙂



❤️ Danke für deine Wertschätzung ❤️
Nadine Bachler 
IBAN: AT09 2050 3033 0197 1259      
BIC: SPIHAT22XXX  

Teemischung Neubeginn ~ Wie Kräuter dich bei inneren Prozessen unterstützen können

Der Morgen heute war durch und durch in Farben getränkt.

Was für ein wundervolles Licht das heute Morgen war 🙂 Ich hab schon in der Früh begonnen, schöne Dinge für Weihnachten zu mischen und abzufüllen.

Ganz spontan entsteht vieles was ich mache. Für die Teemischungen lass ich mich meistens ganz nach meinem Gefühl leiten – was rein will, darf rein. Das wundervolle an Pflanzen ist, dass sie neben ihren zahlreichen Wirkungen auf den Körper, auch Wirkungen auf unser Seelenleben haben. Gut geeignet, um uns diese Wirkungen zugänglich zu machen, sind Teemischungen.

Teemischung Neubeginn ~ Wie Kräuter dich bei inneren Prozessen unterstützen können weiterlesen

Der Beifuß / Artemisia vulgaris

Der Beifuß / Artemisia vulgaris

Hui, da gehen die Emotionen hoch, wenn ich an diese wundervolle Pflanze denke. Der Beifuß ist einer meiner Verbündeten. Er begleitet mich seit Anbeginn meiner Suche zu mir Selbst in der Natur. Sein Duft ist berauschend – die zerriebenen Blüten haben etwas kampferähnliches und der Duft steigt einem sofort in den Kopf. Dort arbeitet er auch, denn er öffnet das Kronenchakra.

Der Beifuß / Artemisia vulgaris weiterlesen

Der Feinstrahl – Einjähriges Berufkraut / Erigeron annuus

Der Feinstrahl – Einjähriges Berufkraut / Erigeron annuus

Heute möchte ich dir gerne einen Neophyten vorstellen: Das Einjährige Berufkraut oder auch Feinstrahl genannt. Du kennst die hoch wachsende Pflanze sicher vom Wandern im Wald. Sie wird als invasiv beschrieben – das trifft allerdings nicht auf alle Gegenden zu. Mancherorts ist sie eher selten und bereichert mit ihren zauberhaften Blüten. Ich mag diese Pflanze sehr gerne. Ich finde sie bezaubernd, mit ihren zarten Blütenblättern und dem leicht bläulichen Schimmer der Blätter und Blüten, der vorallem beim Trocknen sichtbar wird.

Der Feinstrahl – Einjähriges Berufkraut / Erigeron annuus weiterlesen

Die Engelwurz / Angelica

Die Wald Engelwurz / Angelica sylvestris

Zu ihr habe ich wohl das emotionalste Verhältnis. Ich liebe diese Pflanze – sie ist für mich heilig, wenn man das so nennen kann. Lange, bevor ich wusste dass sie die Engelwurz ist, hat sie mich schon verzaubert mit ihrer unglaublichen Ausstrahlung. Der Name ist wohlverdient, denn sie hat wirklich etwas Engelsgleiches an sich.

Die Engelwurz / Angelica weiterlesen

Über die MAgie von Plätzen und die Verbundenheit

Manche Plätze rufen einen. Manche Plätze bedeuten etwas Besonderes in deinem Leben. Manche Plätze sind so fremd und doch so vertraut.

Die letzten zwei Wochen waren sehr turbulent und zugleich wunderschön. Ich hielt die beiden ersten Kräuterwanderungen seit dem Coronalockdown und bin sehr glücklich darüber, dass wieder ein wenig Leben ins Seelenhaus kommt. Ich merke auch, dass ich mehr Zeit für die Dinge und Erledigungen brauche als noch vor ein paar Monaten. Der Lockdown und das Burnout haben mich gelehrt, langsamer zu gehen, gütiger zu mir selbst zu sein und ehrlicher, was meine Grenzen angeht. Das ist megaschön!

Über die MAgie von Plätzen und die Verbundenheit weiterlesen

Die Strahlenlose Kamille / Matricaria discoidea

Matricaria discoidea

Die Kraft, das Weh im Leib zu stillen,

verlieh der Schöpfer den Kamillen.

Sie blühn und warten unverzagt,

auf jemand, den das Bauchweh plagt.

Der Mensch jedoch in seiner Pein,

glaubt nicht an das, was allgemein

zu haben ist: Er schreit nach Pillen.

Verschont mich, sagt er, mit Kamillen,

um Gottes Willen!

aus Karl heinrich Waggerl: Das heitere Herbarium
Die Strahlenlose Kamille / Matricaria discoidea weiterlesen

Auf der Suche nach Verbündeten

Der Beifuss in Blüte

Ein Gedanke, der mich sehr beschäftigt ist der, der Pflanzenverbündeten. Immer mehr komme ich zu dem Schluss, dass ich nicht sehr viele Pflanzen brauche um mich gut zu fühlen und den Grundstock meiner Gesundheit zu erhalten. Interessant ist auch, dass der Gedanke bei vielen Kräuterkundigen in der Vergangenheit bereits präsent war. Ich merke oft sehr stark, dass es mich zu gewissen Pflanzen hinzieht. Diese Pflanzen lassen etwas in mir anklingen – sie lassen etwas ertönen.

Manche Pflanzen finde ich interessant und bin vom Verstand her fasziniert, was sie doch alles bewirken können. Bei anderen Pflanzen wiederum ist es anders: Ein tiefes Gefühl der Hingabe und Verbundenheit, der Faszination und Liebe erfüllt mich bei ihrem Anblick und ihrem Duft.

Für mich bedeutet das, mich auf den Weg einer langen und spannenden Reise zu begeben – eine Reise auf der Suche nach meinen Verbündeten. Sie begleiten mich ein Leben lang und rücken für mich vieles zurecht.

Wie ist das bei dir? Hast du dir schon einmal darüber Gedanken gemacht? Hast du auch das Gefühl, dass du gewisse Pflanzen hast die fast alles für dich wieder gut machen? Zu welchen Pflanzen fühlst du dich hingezogen?

❤️ Danke für deine Wertschätzung ❤️
Nadine Bachler
IBAN: AT09 2050 3033 0197 1259     
BIC: SPIHAT22XXX 

Star of Bethlehem / der doldige Milchstern und meine Reise zu (mit) den Bachblüten

der doldige Milchstern / Ornithogalum umbellatum

Ich habe eine Weile überlegt, ob ich das Schreiben soll. Ich teile hier mit dir zum Teil sehr persönliche Erlebnisse – und doch: es gibt Erfahrungen, die sind so tiefgreifend, dass man das Gefühl hat, wenn man das jetzt schreibt, macht man sich nackt. Doch ich möchte es schreiben, denn nur so kannst vielleicht auch du neue Schritte machen.

Diese wunderschöne Blume ist eine Bachblüte. Ich bin ehrlich, ich weiß nicht sonderlich viel über Bachblüten. Doch wie ich an sie gekommen bin bzw. was sie in mir auslösten, dass will ich dir gerne erzählen. Ich habe in den letzten zwei Jahren 3 Bachblüten genommen: Die erste war Larch (die Lärche), die zweite war Oak (die Eiche) und die dritte war Star of Bethlehem (doldiger Milchstern).

Star of Bethlehem / der doldige Milchstern und meine Reise zu (mit) den Bachblüten weiterlesen

Der Beinwell / Der Meister der unsichtbaren Leiden

Der Beinwell / Symphytum officinale

Was für eine faszinierende Pflanze er doch ist. Ich hatte schon immer einen ganz besonderen Respekt vor ihm – so kraftvoll ist er.

Der Beinwell / Symphytum officinale

Bis jetzt hatte ich jedoch wenig Kontakt zu ihm. Ich mache zwar immer Beinwellsalbe, falls sich in meiner Familie jemand verletzen sollte, habe aber selbst noch keine Anwendung hinter mir. Für Freunde mache ich des öfteren die Salbe und sie sind sehr erfreut, über die wohltuende und schmerzlindernde Wirkung des Beinwells.

Der Beinwell / Der Meister der unsichtbaren Leiden weiterlesen