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Salbe / Creme aus Tinkturen rühren

Das Ende der Wurzelsammelzeit naht und einige der angesetzten Tinkturen eignen sich wunderbar zur Weiterverarbeitung als Salbe (Creme). Kurz zu den Bezeichnungen: Es wird oft von Salbe, Cremes oder Balsam gesprochen. Ich hab das so gelernt, dass eine Salbe eine reine Fettsalbe ist (also ohne Wasserphase wie eine Tinktur oder ein Hydrolat), eine Creme enthält eine Wasserphase und ein Balsam enthält Harze.

Jetzt beginnt die Zeit, um aus den wertvollen Ölen und Tinkturen Salben zu rühren.

Heute möchte ich dir gern mein liebstes Rezept vorstellen für Heilcremes. Du kannst es beliebig abwandeln was die Tinkturen, das verwendete Öl und die ätherischen Öle betrifft.

Tolle Tinkturen für Cremes sind zum Beispiel:

  • Engelwurz (Erkältung, Husten, Grippe)
  • Beinwell (Schmerzen, Brüche, Verletzungen, Entzündungen, Rheuma, Gicht)
  • Salomonsiegel (Sehnen, Bänder, Bindegewebe)
  • Braunwurz (Herpes, Lymphknotenschwellungen)
  • Melisse (Lippenherpes)
  • Storchschnabel (Herpes)
  • Brunelle (Herpes)
  • Veilchen (Hautprobleme, Flecken)
  • Rosskastanie (Venen, Durchblutung, Bindegewebe)

Tolle (Wirkstoff) Öle für Cremes, Salben und Balsame sind:

  • Ringelblume (Hautheilung allgemein)
  • Karottensamen (Hautalterung)
  • Mohnblüten (Schmerzen)
  • Johanniskraut (Wundheilung, Narbenbildung)
  • Gänseblümchen (Wundheilung, Erkältung bei Kindern)
  • Giersch (Gicht)
  • Fichtennadeln (Erkältung, Husten)
  • Ölauszug der jeweiligen Pflanze in der Tinktur um ein volleres Wirkspektrum zu erhalten

Tolle ätherische Öle für Salben und Cremes sind:

  • Immortelle (Verletzungen, Schmerzen)
  • Lavendel (Erkältungen, Schmerzen)
  • Eukalyptus (Erkältungen, Husten, Grippe)
  • Melisse (Herpes)
  • Teebaumöl (antibakteriell)
  • Weihrauch (Wundheilung, Rheuma, Arthrose, Gicht)
  • Rose (Entzündungen, Herpes)
Die Ringelblume ist die Hautpflanze Nummer 1

Du kannst deine Salben natürlich auch nur mit Olivenöl, Sonnenblumenöl oder Mandelöl rühren. Auch diese Salben haben durch die verwendete Tinktur eine hervorragende Wirkung. Jetzt zum Rezept 🙂

Heilcreme aus Tinkturen

• 100ml Öl (Sonnenblumenöl, Olivenöl, Mandelöl, oder: Beinwellöl, Mohnblütenöl, Ringelblumenöl, Johanniskrautöl, etc.)
• 20g Bienenwachs
• 10g Lanolin anhydrid
• 30ml Tinktur (können auch gemischt werden, zb: 15ml Beinwelltinktur und 15ml Salomonsiegel Tinktur)
• Eventuell Ätherische Öle (ca. 5-10 Tropfen)


Außerdem:
• 2 Marmeladengläser
• 1 kleiner Topf in dem die 2 Gläser stehen können
• Kleine Döschen oder Gläschen für die fertige Salbe
• Messbecher
• Einen Glas- oder Holzstab (oder Löffel) zum Rühren

Es wird solange gerührt, bis sich das Wachs und das Lanolin vollständig aufgelöst haben.


Zuerst wird ein Wasserbad aufgestellt. In ein Marmeladenglas kommt das Öl, das Bienenwachs und das Lanolin. In das andere Marmeladenglas kommt die Tinktur.
Beide Gläser kommen ins Wasserbad. Jetzt wird solange gerührt, bis sich das Bienenwachs und das Lanolin vollständig im Öl aufgelöst haben.
Beide Gläser aus dem Wasserbad nehmen (Vorsicht heiß) und die Tinktur langsam in das Ölgemisch leeren.
Nun beginnt das Rühren. Dafür nimmst du am Besten ein Geschirrtuch, wickelst es um das Marmeladenglas und beginnst die Salbe zu Rühren. Wenn sie dicker wird, kannst du ein paar Tropfen ätherische Öle dazugeben.
Dann wird die Salbe in saubere Gläschen / Döschen abgefüllt. Sie werden erst verschlossen, wenn die Salbe ganz abgekühlt ist.

Kühl und dunkel und nach Anbruch im Kühlschrank lagern.
Haltbarkeit ca. 1 Jahr.

Ich wünsch dir viel Freude beim Herstellen ❤

Lärchenpechsalbe selber machen

Die Lärche im November – der einzige Nadelbaum der seine Nadeln alle verfärbt und abwirft.

Die Lärche ist ein wundervoller Lichtbaum. Ich liebe die Ausstrahlung dieses Baumes so sehr! Er ist einzigartig in seiner Art, denn er verfärbt seine Nadeln im Herbst golden, wie seine beblätterten Brüder und Schwestern und wirft danach alle Nadeln ab.

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Giersch Salbe bei Gicht

Der Giersch in voller Blüte

Der Giersch ist wohl das beste, pflanzliche Helferlein bei Gicht. Zur Pflanze hab ich dir hier im April schon einiges erzählt.

Gestern hab ich zum ersten Mal Gierschsalbe gemacht, weil sie momentan in unserer Familie gebraucht wird. Eine Kombination aus frisch gegessenem Giersch und der Salbe die örtlich auf die betroffenen Stellen aufgetragen wird bringt nun hoffentlich Linderung.

Die Salbe ist flott gerührt – der Giersch wächst nahezu überall. Sei dir beim Sammeln bitte zu 100% sicher, denn der Doldenblütler kann leicht verwechselt werden und das kann fatal sein. Typisch ist die Dreizahl der Blätter und der gekerbte Blattstiel.

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Ringelblumen – Rosen PflegeCreme

Salbenrühren ist eine megaschöne Tätigkeit, es entspannt mich total. Das Rühren gegen Ende ist pure Medidation. Was die Zutaten angeht, hatte ich Lust auf Rosen und Ringelblumen. Ich hab noch Hydrolate übrig und diese bieten sich wunderbar an um in Cremes weiterverarbeitet zu werden. Ringelblumenöl, habe ich keines mehr, deshalb hab ich aus getrockneten Blüten einen Warmauszug hergestellt. Geht easy und flott. Die Creme darf meine Hände jetzt duftend und beschützend durch die Coronazeit begleiten.

Die Zutaten für die Ringelblumen – Rosen Pflegecreme
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Meine Salbenbasics

Wie geht es deinen Händen in der Coronazeit? Meine sehen aktuell so aus:

Das viele Händewaschen macht meiner ansonsten robusten Haut stark zu schaffen. Gerade in diesen Tagen wende ich mich wieder verstärkt meiner Salbenküche zu und hoffe, das baldige Linderung eintritt.

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