Schlagwort-Archive: schamanin

Schwedenbitter / Anwendungen nach alten Überlieferungen und Maria Treben

Lindern mit der Kraft der Natur

Maria Treben war eine Ausnahmepersönlichkeit. Sie war eine Schamanin. Für viele klingt das vielleicht fremd, doch ich denke wir haben zum Teil ein falsches Bild vom Schamanentum. Es ist heutzutage „cool“ ein Schamane oder eine Schamanin zu sein. Doch in Wahrheit kann man sich das nicht aussuchen. Man wird zum Schamanen – oder eben nicht. Maria Treben war definitiv eine.

Sie konnte mit ihrer Kräuterapotheke erfolgreich Krankheiten heilen. Mithilfe der Kraft Gottes (ihre unmittelbare Kraft- und Inspirationsquelle) erzielte sie erstaunliche Ergebnisse. Oft wurde sie angefeindet, doch sie ließ sich nicht beirren. Ob unsereins auch die selben Ergebnisse erzielt mit ihren Empfehlungen sei dahingestellt – es braucht meist mehr zum Heilen, als die Inhaltsstoffe oder die Wirkkombination diverser Pflanzen. Trotzdem können auch wir uns an ihrer Apotheke Gottes – wie sie es nannte – erfreuen und bedienen.

Ein Fixpunkt in ihrem Wirken war der Schwedenbitter (oft wird auch von den Schwedenkräutern gesprochen). Der Schwedenbitter ist eine sehr alte Kräutermischung, die wahrscheinlich im 16./17. Jhd entstanden ist. Wie du ihn selber machen kannst, hab ich dir im gestrigen Post gezeigt. Heute möcht ich dir gern unterschiedliche Anwendungsmöglichkeiten weitergeben, die nach Überlieferungen bekannt sind.

Wichtig: Auch hier gilt wie immer: Kräuterempfehlungen ersetzen keinen Arzt! Bei ernsten Beschwerden rate ich dringend zum Arztbesuch. Bei Babys, Kindern, Schwangeren und gebrechlichen Menschen ist vor der Einnahme stets ein Arzt zu befragen. Schwedenbitter ist für Babys, kleine Kinder und Schwangere aufgrund des hohen Gehalts an Kampfer nicht geeignet!

Äußerliche Anwendung:

Wichtig ist die betroffene Stelle erst einzufetten. Es eignet sich dazu sehr gut eine Ringelblumensalbe, Beinwellsalbe, Gänseblümchensalbe oder einfach etwas Kokosöl. Der Alkohol im Schwedenbitter würde sonst die Haut zu stark austrocknen. Der Schwedenbitter wird dann auf ein Stück Stoff geträufelt, auf die betroffene Hautstelle gelegt und mit einem trockenem Tuch umwickelt. Je nach Bedarf bleibt dieser Umschlag bis zu vier Stunden auf der Stelle. Sollte die Haut nachher gereizt sein, muss man die Dauer verkürzen und nachher nochmals eincremen.

Unterstützend bei: Gicht, Rheuma, Arthrose, Nackensteife, Kopfschmerzen, Insektenstiche, Gelenkschmerzen, Muskelverspannungen, Narbenbehandlung, Wundbehandlung, etc

Innere Anwendung:

Laut Überlieferungen wird der Schwedenbitter verdünnt in etwas Wasser oder Tee eingenommen. So wirkt er sanfter und kann sich gut im Körper verteilen. Als Kur werden morgens und abends 1 Tl eingenommen. Bei Beschwerden werden 3x am Tag 1 Tl eingenommen. Bei sehr großen Beschwerden kann die Menge bis auf 3 El gesteigert werden. (Bitte mit dem Arzt abklären!)

Unterstützend bei: Schlafstörungen, Erkältungen, Grippe, Nebenhöhlenentzündungen, Bronchitis, Darmerkrankungen, Magenverstimmungen, Verdauungsproblemen, Übelkeit, Durchfall, Rachenentzündungen, Fieber, Kopfschmerzen, Verstopfungen, etc

Ich wünsche dir guten Gelingen beim zubereiten deines eigenen Schwedenbitters. Du kannst ihn natürlich auch in der Apotheke oder Drogerie besorgen 🙂 Bleib gesund und hab ein schönes Wochenende!