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Kräuter abfüllen

Heute Morgen hab ich Kräuter abgefüllt und möchte dich gerne daran teilhaben lassen 🌺🌱🌼

Abgefüllt hab ich: 🌸 Rotklee, Waldmeister, Quendel, Dost, Günsel, Löwenzahnblüten und Ackerschachtelhalm. 🌱

Ich fülle gerne in Schraubgläser ab. Du kannst natürlich auch Papiersäckchen verwenden, das Aroma bleibt in den Gläsern jedoch besser erhalten. Wichtig ist, dass die Kräuter komplett durch getrocknet sind, sonst besteht Schimmelgefahr.

Beschrifte die Gläser mit der Pflanze und dem Abfülljahr.

Viel Freude dabei 🌻



Aromatische Waldspaghetti

Aus Wildkräutern kochen, wie wunderbar das ist. Ein spannende Reise der Geschmäcker beginnt.

Es braucht ein wenig Zeit zu erschmecken, was zusammenpasst und was nicht. Heute haben wir einen Volltreffer gelandet ❤

Drei Wildkräuter sind in der Soße gelandet:

Wilder Schnittlauch (gekielter Lauch), Goldnessel und Knoblauchsrauke.

Statt der Goldnessel kannst du auch andere Taubnesseln verwenden, denn sie schmecken alle nach Pilzen 🍄.

Für 4 Personen brauchst du:

  • 500g Spaghetti
  • Eine Handvoll Wildkräuter: Goldnessel, Knoblauchsrauke und wilder Lauch
  • Eine halbe, kleine Zwiebel
  • Sahne
  • Butter
  • Etwas Parmesan
  • Salz, Pfeffer, Muskatnuss

Die Spaghetti in einem großen Topf Salzwasser kochen.

Die Zwiebel und alle Wildkräuter klein aufschneiden.

In einem Topf etwas Butter zergehen lassen und die Zwiebel goldgelb dünsten. Die Wildkräuter dazugeben und eine Zeit lang auf mittlerer Stufe dünsten. Vom Spaghetti Kochwasser ein paar Löffel zu den Kräutern geben, mit Pfeffer und Muskatnuss abschmecken und auf kleiner Flamme zugedeckt köcheln lassen.

Kurz vor Ende der Spaghetti-Kochzeit die Kräutersoße mit Sahne aufgießen, etwas geriebenen Parmesan dazu geben und umrühren. Die Soße mit dem Pürierstab pürieren und anschließend mit einem kleinen Stück Butter verfeinern.

Die Spaghetti abseihen, zurück in den Topf geben und mit der Soße vermischen. Gut durchziehen lassen und mit ein wenig Pfeffer bestreut servieren.

🌱Mahlzeit🌱



❤️ Danke für deine Wertschätzung ❤️
Nadine Bachler
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Eine Handvoll Glück – die ersten Wildkräuter

Die ersten Wildkräuter in diesem Jahr 🙂

Es ist für mich jedes Jahr ein besonderer Moment, die ersten Wildkräuter in den Händen zu halten! Das erste frische Grün durchflutet meinen Körper mit unglaublicher Lebensenergie – so schön <3

Wo vor 2-3 Wochen noch Schnee lag, sprießt jetzt das neue Leben. Wenn ich so eine Handvoll Kräuter in den Händen halte, dann wird mir klar, was Hildegard von Bingen mit der Grünkraft meinte.

Ich hab hier Vogelmiere, rote Taubnessel und ein wenig Ehrenpreis in der Hand. (Beim verlinken der Kräuter fällt mir gerade auf, dass ich letztes Jahr die gleichen Kräuter gesammelt habe.)

Die Vogelmiere kannst du ganz leicht erkennen:

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Kräutersalz aus frischen Kräutern

Kräuter auf dem Bild oben: Schafgarbe; von links nach rechts: Dost, weiße Taubnessel, Wirbeldost, Brunelle;

Heute hab ich den Vorrat für Kräutersalz wieder aufgestockt. Das Salz ist so beliebt bei uns und ich verschenke soviel davon 🙂 . Ich ließ mich überraschen, was die Zutaten anging und streifte im Wald umher. Dabei raus kam: Schafgarbe, Dost, Wirbeldost, Weiße Taubnessel und Brunelle. Was für eine Kombi! Ich möchte euch gern kurz die Kräuter vorstellen, die im Salz gelandet sind:

Die Schafgarbe

Die Schafgarbe / Achillea millefolium ist eine großartige Heilpflanze. Sie verfügt über Ätherische Öle, die ihren unverwechselbaren Duft und Geschmack ausmachen. Sie hat ebenfalls Bitterstoffe und Gerbstoffe. Sie ist sehr wertvoll für den Darm, die Leber, den Magen und die Galle. Sie regt den Appetit an und weckt die Lebensgeister. Außerdem wirkt sie antiviral und antibakteriell.

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Der Löwenzahn / Taraxacum ruderalia

Der Löwenzahn / Taraxacum ruderalia

Wie selbstverständlich er doch für uns ist – der Löwenzahn. So weitverbreitet, so wenig beachtet, ist er einer unserer stärksten Heilpflanzen. Es gibt ca. 500 verschiedene Arten von Löwenzahn! Er gehört zur Familie der Korbblütler und ist sehr wertvoll für uns Menschen, die ganze Pflanze findet Verwendung in der Kräuterkunde. Zu den Inhaltsstoffen gehören zahlreiche Vitamine, Kieselsäure, Magnesium, Kalzium, Eisen, Inulin, Bitterstoffe u.v.m. Er ist eine wichtige Entschlackungspflanze und bietet sich toll für Frühjahrskuren an. Der Löwenzahn wirkt sich positiv auf Leber, Galle, Nieren und Lymphe aus. Er reinigt das Zwischenzellgewebe und lindert allergische Symptome. Die Wurzel kann geröstet als Kaffeeersatz verwendet werden. Sie enthält viel Inulin und ist somit bei Diabetes ein gutes Wildgemüse. Außerdem wird der Wurzel nachgesagt, bei Brustkrebs als Ergänzung zur schulmedizinischen Therapie sehr hilfreich zu sein.

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Der Giersch / Aegopodium podagraria

Der Giersch / Aegopodium podagraria

Der Giersch gehört zur Familie der Doldenblütler. Typisch für den Giersch ist die Dreizahl der Blätter und der gekerbte Blattstiel. Die Blätter kommen im Frühling aus dem lichten Waldboden hervor. Der Giersch ist eine tolle Pflanze für die Wildkräuterküche, denn sein milder, frischer Geschmack passt zu vielen Gerichten. Er enthält viel Vitamin C und Spurenelemente. Die große Stärke des Giersch ist seine harnsäuretreibende Wirkung, das macht ihn bei Gicht zu einem der besten Kräutermittel. (Podagra = Gicht) Andere Namen sind auch Erdholler und Geißfuß. Er wird, wie viele andere Frühlingskräuter auch, hauptsächlich frisch verwendet. Bei Gicht kann eine Kur mit Frischsaft Gutes tun und auch sonst gibt das Kraut neue Kraft nach einem langen Winter. Auch äußerlich als Salbe oder Wickel kann der Giersch bei Gicht helfen und die Schmerzen und Entzündungen lindern. Er reinigt das Blut und gibt Kraft.

Ich wünsch dir ein schönes Wochenende und viel Gesundheit <3

Die Mondviole / Lunaria

Die Mondviole / Lunaria

Heute stell ich dir einen sogenannten Gartenflüchtling vor: Die Mondviole. Die ursprünglich nur in Gärten gepflanzte Blume kommt stellenweise verwildert in Waldrändern und an Wanderwegen vor. Sie gehört zur Familie der Kreuzblütler. Die Mondviole leuchtet im Frühling auf Wegrändern hervor mit ihren wunderschönen, pink – violetten Blüten, die wie bei allen Kreuzblütlern, vierzählig sind. Sie enthält Senfölglykoside, die antibakteriell wirken und Vitamine, allen voran Vitamin C. Sie wirkt schweiß- und harntreibend. Du kannst sie als Beigabe im Wildkräutersalat oder auf’s Butterbrot geben und die Blüten verzieren Frühlingsgerichte, denn sie sind äußerst dekorativ. Ihren Namen hat sie aufgrund des Samenstandes – die Scheidewände sehen aus wie der Mond, einfach wunderschön!

Ich wünsche dir einen friedvollen Karfreitag und einen schönen Start ins Osterwochenende. Auch wenn diesmal alles anders ist, keine Familienfeste, kein großes Osteressen, hoffe ich, dass du die Ruhe genießen kannst und sie für dich wertvoll nutzen kannst. Bleib gesund <3

Das Johanniskraut – Hypericum perforatum – Der Seelentröster

Das Johanniskraut – Hypericum perforatum

Du wirst dich vielleicht wundern, warum ich dir jetzt das Johanniskraut vorstelle, obwohl es noch lange nicht Blütezeit hat. Seine Zeit kommt erst im Hochsommer, wenn die gleißende Sonne die stärksten Heilkräuter mit ihrer Kraft beschenkt.

Das Johanniskraut rettet momentan mein Seelenleben. Jeden Abend trinke ich ein oder zwei Tassen und spüre dabei, wie es mich erhält, mich tröstet und mir innerlich wieder Licht schenkt. Es sind schwierige Zeiten, vielen von uns geht es momentan richtig schlecht. Ausgangssperren, Familienstreit, Existenzängste, Ängste um die Gesundheit, etc…

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Die Brennnessel – Urtica dioica

Die Brennnessel – Urtica dioica

Die Brennnessel gehört zu den Brennnesselgewächsen. Sie ist ein richtiges Kraftpacket und ein beliebtes Wildkraut in Suppen, Salaten, Pesto und Smoothies. In ihr sind viele wertvolle Stoffe enthalten, wie zum Beispiel: Magnesium, Kalium, Eisen, Silicium, Karotinoide, Kieselsäure und Vitamin B. Die Nesseln lassen sich einfach außer Kraft setzen: durch mixen, durch blanchieren oder durch ein Nudelholz. Beim Sammeln sollten empfindliche Menschen Handschuhe tragen, ansonsten reicht es zu beachten, die Pflanze von unten her anzugreifen. Als Heilkraut wirkt sie harntreibend, stoffwechselanregend, blutdrucksenkend, blutreinigend, schleimlösend und durchfallhemmend. Es wird ihr nachgesagt bei leichten Darmblutungen hilfreich zu sein. Die Wurzel ist gut für die Prostata und die Samen wirken aphrodisierend.

Eine tolle Pflanze, die du auch im städtischen Raum finden kannst. Für einige Menschen, mich eingenommen, ist das Sammeln von Wildpflanzen momentan fast unmöglich. Durch die bestehenden Ausgangssperren in Innsbruck/Tirol wegen dem Corona Virus, ist das Wandern in Wald und Wiese nicht mehr erlaubt. Pflanzen wie die Brennnessel, kommen auch in Städten vor – achte nur darauf, sie wirklich sehr gut zu waschen und sammle sie nur dann, wenn sie nicht direkt an einer Hundemeile wächst 🙂

Auf bessere Zeiten – alles Liebe!

Die Pestwurz – Petasites hybridus

Die Pestwurz – Petasites hybridus
Die Pestwurz – Petasites hybridus

Du kennst das kleine Alien sicherlich und hast dich vielleicht schon mal gefragt was oder wer es denn ist. Es ist die Pestwurz und sie gehört zur Familie der Korbblütler. Ihren Namen hat sie aus früheren Zeiten, wo sie noch viel verwendet wurde. Man sagte ihr nach sogar bei der Pest zu helfen. Doch heutzutage ist die Magie rund um sie entzaubert. Sie enthält nämlich Pyrrolizidinalkaloide welche die Leber schädigen können und es wird vom Sammeln abgeraten. In der Apotheke sind zahlreiche Pestwurz Präparate gegen Migräne erhältlich. Die dort eingesetzten Pflanzen sind eigene Züchtungen in denen das Alkaloid nicht vorhanden ist. Die Wurzel und die jungen Blätter wirken krampflösend, schmerzstillend und beruhigend. Auch eine antidepressive Wirkung wird der Pestwurz nachgesagt. Die jungen Blätter ähneln denen des Huflattichs, die ausgewachsenen Blätter der Pestwurz im Hochsommer können bis zu einem Meter Durchmesser erreichen! Was für eine bezaubernde Pflanze 🙂