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Kräutersalz aus frischen Kräutern

Kräuter auf dem Bild oben: Schafgarbe; von links nach rechts: Dost, weiße Taubnessel, Wirbeldost, Brunelle;

Heute hab ich den Vorrat für Kräutersalz wieder aufgestockt. Das Salz ist so beliebt bei uns und ich verschenke soviel davon 🙂 . Ich ließ mich überraschen, was die Zutaten anging und streifte im Wald umher. Dabei raus kam: Schafgarbe, Dost, Wirbeldost, Weiße Taubnessel und Brunelle. Was für eine Kombi! Ich möchte euch gern kurz die Kräuter vorstellen, die im Salz gelandet sind:

Die Schafgarbe

Die Schafgarbe / Achillea millefolium ist eine großartige Heilpflanze. Sie verfügt über Ätherische Öle, die ihren unverwechselbaren Duft und Geschmack ausmachen. Sie hat ebenfalls Bitterstoffe und Gerbstoffe. Sie ist sehr wertvoll für den Darm, die Leber, den Magen und die Galle. Sie regt den Appetit an und weckt die Lebensgeister. Außerdem wirkt sie antiviral und antibakteriell.

Der Dost / wilder Oregano

Der Dost / Origanum vulgare ist unser wildwachsender Oregano. Die Wälder bei uns sind heuer voll von ihm ❤ . Er besitzt ebenso ätherische Öle die sehr gesund für unseren Darm sind. Er wirkt auch entspannend und anregend zugleich auf unser Nervensystem. Er regt den Appetit an und fördert die Verdauung. Ein tolles, wildes Würzkraut zum Start in deine Wildkräuterreise.

Die Weiße Taubnessel

Die Weiße Taubnessel / Lamium album ist eine große Frauenpflanze (keine Sorge: auch Männern tut sie gut). Sie wirkt schützend auf unsere Schleimhäute und ist sehr vitaminreich. Ihr Geschmack ist unverwechselbar: zart pilzähnlich – ein Hochgenuss.

Der Wirbeldost

Der Wirbeldost / Clinopodium vulgare ist eine so tolle Pflanze! Sie wirkt verdauungsfördernd und schleimlösend. Das besondere an ihr ist der Wirkstoff Betulin, dem nachgesagt wird krebshemmend zu sein. Geschmacklich erinnert sie an den Dost, nur ein wenig „minziger“. Mmmhh

Die Brunelle oder Braunelle (die violettblühende Pflanze im Bild)

Die Brunelle / Prunella vulgaris – klein aber oho, muss man zu dieser Pflanze sagen. Sie wächst gern in Wiesen, sogar mitten in der Stadt und ist ein richtiges Kraftpaket. Vorallem ihre stark antivirale Wirkung ist großartig. Sie kann bei Herpes Anfälligkeit sehr gute Dienste leisten, aber auch bei Hals- und Rachenentzündungen wirkt sie sich positiv auf unseren Körper aus.

Wie ich Kräutersalz am liebsten zubereite:

Es gibt unterschiedliche Arten Kräutersalz zuzubereiten. Zum Beispiel mit getrockneten Kräutern. Das geht flott und sieht auch nett aus, da Salz und Kräuter nachwievor getrennt sind. Meine Lieblingsart ist mit frischen Kräutern Salz zu bereiten. Erstens nimmt das Salz eine tolle grüne Farbe an und zweitens gehen die vollen Wirkstoffe der Kräuter in das Salz über. Genaugenommen gibt es noch einen dritten Grund für mich: das lange Verreiben des Salzes mit den Kräutern, wirkt stark auf die Sinne. Die Gedanken kreisen und gehen auf Reise, das ist sehr meditativ.

Wer mir auf Instagram (oder Facebook) folgt, den hab ich heute schon in den Stories beim Salzmörsern mitgenommen. Ich möchte dir hier gerne in Bildern die Schritte zeigen, die bei der Salzherstellung anfallen.

Zeit benötigst du etwa 1 1/2 Stunden und du brauchst grobes Salz, denn nur dieses lässt sich gut verreiben mit den Kräutern. Los Geht’s!

Viel Freude beim Nachreiben 😀

Der Löwenzahn / Taraxacum ruderalia

Der Löwenzahn / Taraxacum ruderalia

Wie selbstverständlich er doch für uns ist – der Löwenzahn. So weitverbreitet, so wenig beachtet, ist er einer unserer stärksten Heilpflanzen. Es gibt ca. 500 verschiedene Arten von Löwenzahn! Er gehört zur Familie der Korbblütler und ist sehr wertvoll für uns Menschen, die ganze Pflanze findet Verwendung in der Kräuterkunde. Zu den Inhaltsstoffen gehören zahlreiche Vitamine, Kieselsäure, Magnesium, Kalzium, Eisen, Inulin, Bitterstoffe u.v.m. Er ist eine wichtige Entschlackungspflanze und bietet sich toll für Frühjahrskuren an. Der Löwenzahn wirkt sich positiv auf Leber, Galle, Nieren und Lymphe aus. Er reinigt das Zwischenzellgewebe und lindert allergische Symptome. Die Wurzel kann geröstet als Kaffeeersatz verwendet werden. Sie enthält viel Inulin und ist somit bei Diabetes ein gutes Wildgemüse. Außerdem wird der Wurzel nachgesagt, bei Brustkrebs als Ergänzung zur schulmedizinischen Therapie sehr hilfreich zu sein.

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Der Giersch / Aegopodium podagraria

Der Giersch / Aegopodium podagraria

Der Giersch gehört zur Familie der Doldenblütler. Typisch für den Giersch ist die Dreizahl der Blätter und der gekerbte Blattstiel. Die Blätter kommen im Frühling aus dem lichten Waldboden hervor. Der Giersch ist eine tolle Pflanze für die Wildkräuterküche, denn sein milder, frischer Geschmack passt zu vielen Gerichten. Er enthält viel Vitamin C und Spurenelemente. Die große Stärke des Giersch ist seine harnsäuretreibende Wirkung, das macht ihn bei Gicht zu einem der besten Kräutermittel. (Podagra = Gicht) Andere Namen sind auch Erdholler und Geißfuß. Er wird, wie viele andere Frühlingskräuter auch, hauptsächlich frisch verwendet. Bei Gicht kann eine Kur mit Frischsaft Gutes tun und auch sonst gibt das Kraut neue Kraft nach einem langen Winter. Auch äußerlich als Salbe oder Wickel kann der Giersch bei Gicht helfen und die Schmerzen und Entzündungen lindern. Er reinigt das Blut und gibt Kraft.

Wie du eine Gierschsalbe rührst, die bei Gicht helfen kann, zeig ich dir hier.

Ich wünsch dir ein schönes Wochenende und viel Gesundheit ❤

Die Mondviole / Lunaria

Die Mondviole / Lunaria

Heute stell ich dir einen sogenannten Gartenflüchtling vor: Die Mondviole. Die ursprünglich nur in Gärten gepflanzte Blume kommt stellenweise verwildert in Waldrändern und an Wanderwegen vor. Sie gehört zur Familie der Kreuzblütler. Die Mondviole leuchtet im Frühling auf Wegrändern hervor mit ihren wunderschönen, pink – violetten Blüten, die wie bei allen Kreuzblütlern, vierzählig sind. Sie enthält Senfölglykoside, die antibakteriell wirken und Vitamine, allen voran Vitamin C. Sie wirkt schweiß- und harntreibend. Du kannst sie als Beigabe im Wildkräutersalat oder auf’s Butterbrot geben und die Blüten verzieren Frühlingsgerichte, denn sie sind äußerst dekorativ. Ihren Namen hat sie aufgrund des Samenstandes – die Scheidewände sehen aus wie der Mond, einfach wunderschön!

Ich wünsche dir einen friedvollen Karfreitag und einen schönen Start ins Osterwochenende. Auch wenn diesmal alles anders ist, keine Familienfeste, kein großes Osteressen, hoffe ich, dass du die Ruhe genießen kannst und sie für dich wertvoll nutzen kannst. Bleib gesund ❤

Die Knoblauchrauke – Alliaria petiolata

Die Knoblauchrauke – Alliaria petiolata

Die Knoblauchrauke gehört zur Familie der Kreuzblütler und ist ein wundervolles Wildkraut für die Kräuterküche. Ich liebe ihren Geschmack! Sie ist dezenter, als der Bärlauch und harmonisiert mit anderen Wildkräutern ganz super. Die enthaltenen Senfölglycoside machen die Pflanze zu einem gesunden Darmreiniger. Ätherische Öle zaubern den tollen Knoblauchgeschmack. Sie eignet sich gut für Salate, Brotaufstriche, Kräutersalze, Suppen und zum Garnieren anderer Gerichte. Sie wirkt desinfizierend, wundheilend, antibakteriell, antiviral, antimykotisch (pilzhemmend) und schleimlösend. Ein gesundes Wildkraut das richtig gut schmeckt!

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Der Huflattich – Tussilago farfara

Der Huflattich – Tussilago farfara

Heute stelle ich dir eine kleine Frühlingssonne vor: den Huflattich. Er gehört zu den ersten Blümchen, die nach dem Winter im Wald hervorblitzen. Wie kleine Sonnen erhellen die Blüten die Sinne. Ist er verblüht bildet sich das hufeisenförmige Blatt. Er wächst sehr gern auf Ruderalflächen. Der Huflattich gehört zur Familie der Korbblütler und ist eine altbekannte Zutat in Hustentees. Sein lateinischer Name verrät schon viel über seine Heilkraft – tussis ist der Husten. Vor einigen Jahren ist er aus Mischungen verschwunden aufgrund der in ihm enthaltenen Pyrrolizidinalkaloide. Daher wird im Allgemeinen davon abgeraten, ihn wild zu sammeln und zu verwenden. Die Alkaloidmenge ist jedoch eher gering im Vergleich zu anderen Pflanzen, daher lässt es sich meistens vertreten, ihn kurz bei akuter Bronchitis anzuwenden. Am besten nur in Mischungen und nur solange, bis eine Besserung der Beschwerden eintritt. Für eine Teemischung kannst du die Blüten samt Stengel und auch das später kommende Blatt verwenden. Bitte sammle nicht zuviel, den erstens braucht man nur sehr wenig und zweitens ist er mancherorts schon eine Seltenheit geworden.

Der Huflattich – Tussilago farfara

Eine Idee für eine Hustenteemischung:

Huflattich (Blüten und/oder Blätter), Lungenkraut, Eibischwurzel (oder Malvenblüten), Thymian (oder Quendel), Melisse.

Alles zu gleichen Teilen mischen und genießen 🙂

Das Johanniskraut – Hypericum perforatum – Der Seelentröster

Das Johanniskraut – Hypericum perforatum

Du wirst dich vielleicht wundern, warum ich dir jetzt das Johanniskraut vorstelle, obwohl es noch lange nicht Blütezeit hat. Seine Zeit kommt erst im Hochsommer, wenn die gleißende Sonne die stärksten Heilkräuter mit ihrer Kraft beschenkt.

Das Johanniskraut rettet momentan mein Seelenleben. Jeden Abend trinke ich ein oder zwei Tassen und spüre dabei, wie es mich erhält, mich tröstet und mir innerlich wieder Licht schenkt. Es sind schwierige Zeiten, vielen von uns geht es momentan richtig schlecht. Ausgangssperren, Familienstreit, Existenzängste, Ängste um die Gesundheit, etc…

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Die Brennnessel – Urtica dioica

Die Brennnessel – Urtica dioica

Die Brennnessel gehört zu den Brennnesselgewächsen. Sie ist ein richtiges Kraftpacket und ein beliebtes Wildkraut in Suppen, Salaten, Pesto und Smoothies. In ihr sind viele wertvolle Stoffe enthalten, wie zum Beispiel: Magnesium, Kalium, Eisen, Silicium, Karotinoide, Kieselsäure und Vitamin B. Die Nesseln lassen sich einfach außer Kraft setzen: durch mixen, durch blanchieren oder durch ein Nudelholz. Beim Sammeln sollten empfindliche Menschen Handschuhe tragen, ansonsten reicht es zu beachten, die Pflanze von unten her anzugreifen. Als Heilkraut wirkt sie harntreibend, stoffwechselanregend, blutdrucksenkend, blutreinigend, schleimlösend und durchfallhemmend. Es wird ihr nachgesagt bei leichten Darmblutungen hilfreich zu sein. Die Wurzel ist gut für die Prostata und die Samen wirken aphrodisierend.

Eine tolle Pflanze, die du auch im städtischen Raum finden kannst. Für einige Menschen, mich eingenommen, ist das Sammeln von Wildpflanzen momentan fast unmöglich. Durch die bestehenden Ausgangssperren in Innsbruck/Tirol wegen dem Corona Virus, ist das Wandern in Wald und Wiese nicht mehr erlaubt. Pflanzen wie die Brennnessel, kommen auch in Städten vor – achte nur darauf, sie wirklich sehr gut zu waschen und sammle sie nur dann, wenn sie nicht direkt an einer Hundemeile wächst 🙂

Auf bessere Zeiten – alles Liebe!

Das Buschwindröschen – Anemone nemorosa

Buschwindröschen – Anemone nemorosa
Buschwindröschen – Anemone nemorosa

Eines der ersten Blümchen die im Frühling die Tore im Wald öffnen, ist das Buschwindröschen. Es gehört zur Familie der Hahnenfussgewächse und ist eine Anemone. Typisch für Anemonen sind die drei gleichen Hochblätter. (anemos = Wind). Es ist eine Giftpflanze – bereits 30 frische Pflanzen sind tödlich. Früher verwendete man den Frischsaft der Pflanze als blasenziehendes Mittel. Man glaubte, dort wo Buschwindröschen wachsen gibt es keine bösen Geister. Heutzutage wird es nur mehr in der Homöopathie eingesetzt bei zu starker Menstruation und Schlaflosigkeit. Viel Freude beim Entdecken dieser Schönheit wünsch ich dir ❤

Das Wechselblättrige Milzkraut – Chrysosplenium alternifolium

Das Wechselblättrige Milzkraut – Chrysosplenium alternifolium
Das Wechselblättrige Milzkraut – Chrysosplenium alternifolium

Ein bemerkenswertes, kleines Pflänzchen ist das Milzkraut. Total in Vergessenheit geraten und wenig beachtet. Es gehört zur Familie der Steinbrechgewächse. Das Milzkraut besitzt eine unglaubliche Leuchtkraft und hat (zumindest auf mich) eine magische Anziehung. Es wächst bevorzugt in schattigen, feuchteren Plätzen im Mischwald. Früher wurde es im Sinne der Signaturenlehre bei Erkrankungen derMilz verwendet, doch heute ist es gänzlich aus der Heilkräuterkunde verschwunden. Es ist in geringen Mengen aufgrund der Bitterkeit essbar – kleine Teile eignen sich gut für Salate, oder als Topping für Kartoffel- und Gemüsesuppen. Viel freude beim Entdecken dieser wundersamen, kleinen Pflanze.