Die Mistel – eine Erinnerung ans Leben

Die magische Mistel gehört zu den wichtigen Pflanzen der Weihnachtszeit und der Rauhnächte. Über ihre Kraft beim Räuchern hab ich in diesem Beitrag geschrieben. Sie zählt zu den wenigen Pflanzen, die im Winter gesammelt und frisch verwendet werden können. Neben dem Immergrün der Tannen, Fichten und Kiefern und dem Efeu ist sie eine Erinnerung daran, dass es Leben in der kalten und dunklen Zeit gibt.
Die Mistelsalbe – ein kraftvoller Helfer in der Hausapotheke

Jetzt ist die beste Zeit dir aus frischen Misteln eine Mistelsalbe herzustellen. Sie kann dich bei Gelenksschmerzen, Verhärtungen, Entzündungen, rheumatischen Beschwerden und Versteifungen unterstützen. Du brauchst eine frische Mistel, am besten mit den weißen Beeren dran, die sie zur Winterzeit trägt und etwas Fichtenharz, welches du selber sammeln kannst.

Rezept Mistelsalbe
- 1 Handvoll kleingeschnittene Misteln mit Beeren
- 1 daumengroßes Stück Fichtenharz
- 120ml Olivenöl
- 10ml / 1 Schuss Korn (38%)
- 12g Lanolin
- 12g Bienenwachs
- 15 Tr. ätherisches Lavendelöl
- 5 Tr. ätherisches Orangenöl
Die frischen zerkleinerten Misteln mitsamt den Beeren, dem Fichtenharz, dem Schuss Korn, dem Olivenöl und dem Lanolin im Salbenofen erwärmen. (Alternativ in einer Schüssel über dem Wasserbad )
Für die Dauer eines Teelichts (etwa 4h) sanft ausziehen lassen.
Filtern und mit dem Bienenwachs erneut erwärmen, bis es geschmolzen ist. Von der Wärmequelle nehmen.
Nun wird gerührt, bis sich die Konsistenz ein wenig verändert. Dann kommen die ätherischen Öle dazu.
Abfüllen in saubere Döschen und nach dem Abkühlen verschließen.

Viel Freude beim Rühren und einen zauberhaften Start in die Rauhnächte ♥
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