Ein besonderes Erlebnis

Als ich 2018 auf einem Vortrag von Wolf Dieter Storl in Rosenheim war, begann er den Abend, indem er durch die Sitzreihen ging und mit Beifuß räucherte. Wolf Dieter Storl hat ein unglaubliches Gespür für die Pflanzenwelt und öffnete für die Zuhörer an diesem Abend einen ganz besonderen Raum. Dieses Erlebnis brannte sich mir ein. Der Beifuß hat die Fähigkeit unseren Geist zu weiten und die Sinne zu schärfen. Nur durch echtes Erleben, können wir Räucherpflanzen wirklich begreifen.
Der Beifuß – Räucherpflanze für Übergänge

Wenn sich Ende Juli seine Blütenknospen silbrig zeigen, dann ist es soweit: der Beifuß kann zum Räuchern gesammelt werden. Er ist eine der wichtigsten Räucherpflanzen im mitteleuropäischen Raum und war bereits unseren Vorfahren heilig. Besonders für große Übergänge, wie Geburt und Tod, aber auch zur Kommunikation mit Ahnen und Geistwesen wurde er verwendet.
Heute können wir seine Kraft beim Räuchern einsetzen, um Neuanfänge, Übergänge und Rituale zu begleiten. Auch für Seelenreisen oder Ahnenthemen ist der Beifuß Räucherstoff der Wahl.
Wie du den Beifuß als Räucherpflanze verwenden kannst

Aus Beifuß lassen sich wunderbar Räucherbündel binden. Verräuchert entfalten sie (am besten im Freien) eine enorme Kraft. So kannst du sie für Rituale oder zum Räuchern einer Person verwenden.

In Räuchermischungen wirkt er harmonischer und sanfter (am Stövchen sehr fein). Verwendet werden die Blütenknospen und Blätter. Er lässt sich gut mit Wacholder, Holunder, Fichtenharz, Weihrauch, Engelwurz oder Alant kombinieren. Je nach Thema, lässt sich so transformierendes und bewegendes Räucherwerk mischen.
Nutze seine Kraft achtsam, dann wird er dir ein guter Schwellenhüter sein in Zeiten des Umbruchs 🔥
„Im Rauch der Holle“ – im Oktober startet die zweite runde der Räucherausbildung. Alle Infos findest du hier:


