Schütze deine Seele

Die Thuje – der Lebensbaum

Heuer braucht es ganz starke Medizin, denn dieses Jahr verlangt einem wirklich viel ab. Die Thuje ist der Lebensbaum. Ein Kaliber wie sie, ist energetisch momentan genau das Richtige. (Zumindest für mich.)

Begonnen hat das Jahr für mich mit einem Burn Out, das unbehandelt blieb aufgrund der Coronakrise und des Verharmlosens meines ehemaligen Arztes. Ich hab meinen Hintern selbst gerettet, dazu muss ich mich posthum bei Edward Bach bedanken, für sein Geschenk der Bachblüten an die Menschheit und meine unerschütterliche Kraft in den dunkelsten Momenten.

Wir sind seit Mittwoch spät Abends in Quarantäne – meine Tochter wurde (nachdem in ihrer Klasse ein Fall war) positiv getestet. Zum Glück ist sie nicht erkrankt (sie hustet nur ein wenig und schläft schlecht) und mein Sohn und ich sind negativ. Die Sorge und Angst war trotzdem sehr belastend. Ich gehöre ja zur Risikogruppe (Diabetes Typ 1, Sarkoidose) und da macht man sich schon so seine Gedanken.

Ich möchte gerne mit dir teilen, wie ich die Tage verbringe und was mich stärkt und mir Kraft und Licht schenkt. Anmerkung: Die genannten Dinge sollen KEINEN Schutz vor – oder eine Behandlung einer Infektion mit Corona darstellen – nicht, dass das hier falsch verstanden wird 🙂

Ich bin unendlich dankbar für mein Kräuterwissen! Das bin ich ohnehin immer, in solchen Momenten allerdings umsomehr. Es gibt mir das Gefühl, dass ich etwas tun kann, dass ich nicht hilflos dastehe und das Gegebene hinnehmen muss. Ich glaube, dass es auch für meine beiden Kinder Geborgenheit vermittelt, wenn ich mit Tee und Tropfen aus der Hausapotheke antanze.

Ich koche jeden Abend eine Tasse Beifuss Tee. Beifuss ist auf der energetischen Ebene stark reinigend und vertreibt alles Fremde und Schlechte.

Meine Tochter bekommt jeden Tag eine Tasse Thymian – Quendel – Lindenblütentee. Thymian und Quendel sind altbekannte Hustenmittel und die Lindenblüten erweichen und wirken schweißtreibend.

Ich hab Wacholder und Melissenöl in der Duftlampe. Der Wacholder ist eines der energetisch am stärksten reinigenden Pflanzen die wir bei uns haben. Und die Melisse beruhigt.

Ich besprühe den Raum mit Holunderhydrolat. Das reinigt energetisch ebenfalls. Der Holunder war schon immer einer der besten Freunde des Menschen.

Ich gebe uns Vitamin D. Ich weiß, da scheiden sich die Geister – ich persönlich fühle mich wohl damit. (Die Dosis macht das Gift.)

Ich lese und lerne. Nachdem mein Wurzelkurs gestern nicht stattfinden konnte, stürze ich mich ins Lernen. Ich bin kurz davor meinen Abschluss als Kräuterpädagogin (nach Corona im zweiten Anlauf, diesmal über Fernstudium) zu machen und beginne mit der Ausbildung zur Bachblüten Beraterin. (Mein Erlebnis im Mai mit den Blüten war prägend und wegweisend – siehe dazu den Beitrag von dem Star of Bethlehem)

Ich versuche trotz Abstand zu meiner Tochter, ihr viel Liebe und Wärme zu geben – und vorallem ihr zu vermitteln, dass alles gut ist. Manchmal kommt es mir so vor, als wären wir in einem Psychokrieg. Die seelische Komponente ist so riesengroß – auch (oder vorallem) für die Kinder. Meine Tochter war die ersten beiden Tage so tieftraurig. Es braucht so viel Liebe heuer ❤

Ich werde ruhig. Wie so oft merke ich, dass in schwierigen Situationen Kraft entsteht. Diese Kraft ist eine sehr ruhige Kraft.

Vielleicht kann dir dieser Beitrag ein wenig Mut schenken, falls auch du diesen Herbst oder Winter in eine ähnliche Situation kommen solltest. Pass auf dich auf und bleib gesund – im Innen wie im Außen ❤

Lebensbaum Thuje

Die knotige Braunwurz / Scrophularia nodosa ~ Die Wurzelzeit

Die Braunwurz im Juni

Es ist Wurzelzeit – juhu! Noch bis Ende des Monats ist die beste Zeit im Jahr um heilkräftige Wurzeln zu graben. Warum im Herbst? Weil sich die Pflanze zurückzieht und ihre Kraft in der Wurzel sammelt. Warum nicht mehr im November? Das ist Ansichtssache. Einige graben den ganzen Winter über. Ich persönlich halte mich daran, ab Samhain (31. Oktober) bis Imbolc (Maria Lichtmess 02. Februar) keine Pflanzenteile zu sammeln. Die Natur ruht und die Pflanzen gehören der Unterwelt. Handhabe das, ganz wie du es möchtest. Spür in dich rein und du wirst sehen, ob sich das Sammeln nach dem Zeitpunkt für dich gut anfühlt oder nicht. Es gibt da kein Richtig oder Falsch 🙂

Die Wurzel mit ihren Knoten die als Signatur dienten.

Zurück zur heutigen Pflanze: Sie ist eine große Heilerin und Helferin. Die Braunwurz ist eher selten anzutreffen und kann sich hervorragend tarnen. (Ähnlich wie die Tollkirsche) Ihr unscheinbares Erscheinungsbild soll dich nicht trügen – sie steckt voller Heilkraft. Der lateinische Name verrät ihr Anwendungsgebiet. Skrofulose war eine Erkrankung, die Halsgeschwüre verursachte. Man behandelte sie mit der Braunwurz aufgrund der Signatur der Wurzel – sie weist ebenfalls Knoten auf. Heutzutage fand man heraus, dass sie tatsächlich entsprechend wirkende Inhaltsstoffe besitzt. Wie wundervoll ❤

Die Blüten der Braunwurz

Und sie kann noch mehr – sie wirkt stark antiviral. Speziell gegen Herpes Viren fährt sie ihre Geschütze aus und zwar gegen alle! (Zoster, genitalis und simplex) Auch bei Lymphknotenschwellungen kannst du sie verwenden und sie lindert die Schmerzen und Entzündungen im Körper. Generell wird sie äußerlich verwendet als Salbe. Wenn du es brauchst, kannst du die Tinktur oder den Tee für kurze(!) Zeit auch innerlich anwenden.

Nochmal als Anmerkung: Speziell bei geschwollenen Lymphknoten ist ärztliche Abklärung wichtig! Kräutermedizin sollte immer ergänzend und nach ärztlicher Abklärung der Beschwerden genommen werden.

Der Braunwurzmönch lässt es sich schmecken

Die Pflanze erkennst du auch an ihrem unverwechselbarem Geruch, wenn du die Blätter zerreibst. Eine Kursteilnehmerin sagte mal, sie riecht wie Brot – irgendwie trifft es das ganz gut 😀

Du findest sie in Wäldern, an lichten Stellen und gern an Wegrändern. Wie so oft warten die Pflanzen darauf, dass sie uns helfen können. Verwendet wird in erster Linie die Wurzel, die du ab Anfang September graben kannst. Solltest du im Sommer etwas von der Pflanze brauchen, kannst du auch ihre stark gerbstoffhaltigen Blätter für Tee oder Tinktur verwenden. Am heilkräftigsten ist ihre Wurzel. Ich setze die Wurzel in Doppelkorn an, lasse sie sechs Wochen im Dunklen ausziehen und schüttle das Glas jeden Tag. Danach verarbeite ich sie zur Salbe weiter um sie in praktischer Form bei der Hand zu haben, wenn der Herpes mal wieder keine Ruhe gibt. Sie ist ein toller Zusatz in einem Lippenpflegestift, wenn man vermehrt zu Fieberblasen neigt. Kräuter die ebenfalls gute Dienste bei diesem Leiden leisten sind: Johanniskraut, Melisse, Storchschnabel und Brunelle.

Ich wünsch dir viel Freude in der Natur. Sie zieht (wieder einmal) ihr schönstes Kleid an für dich ❤

Das Salomonsiegel / Die vielblütige Weißwurz – Die großen Lehrmeister

Das Salomonsiegel / Polygonatum odoratum

Der Schwarzspecht ist ein Kräutermann,

kennt manches Zauberkraut im Tann,

das im Verborgnen sprießet.

Er hält ob einer Wurzel Wacht,

die alle Schlösser springen macht

und jede Tür erschließet.

Gedicht von Rudolf Baumbach

Das Salomonsiegel ist eine durch und durch mystische Pflanze. Ihre Ausstrahlung ist zauberhaft, geheimnissvoll und stark. Sogar die gebrüder Grimm erwähnen die Pflanze in der Sage „Die Springwurzel“ und auch in anderen Märchen kommt sie vor. Man sagte ihr nach, sie könne alle Türen öffnen. Sie steht auch in enger Verbindung mit dem Specht.

Das Rhizom des Salomonsiegels – auch Siegelwurz genannt.

Betrachtet man die Wurzel genau, sieht man in regelmäßigen Abständen siegelartige Verdickungen. Kein Wunder, dass diese magische Wurzel zur Träumerei anregt!

Für mich ist die Pflanze ein großer Lehrmeister. Dazu möcht ich dir gerne eine Geschichte erzählen:

Letzten Herbst, war ich mit einer Bekannten im Wald zum Wurzelgraben. Sie wollte sich Siegelwurz mitnehmen, um eine Verletzungssalbe zu machen. Wir wurden fündig und sie begann zu graben. Eine, zwei, drei….sieben, acht, neun.. Ich fragte sie, ob sie eine Soldatenkolonie versorgen möchte, denn die Menge die sie grub war unfassbar groß. „Ich brauche das.“ Meinte sie nur darauf. Ich konnte dem nicht ganz folgen, denn mit der gegrabenen Menge konnte sie Salbe für sicherlich 40-50 Menschen herstellen. Das tat mir sehr weh.

Ein paar Wochen später, waren wir erneut unterwegs – allerdings an einem anderen Platz. Ich fragte sie, ob sie denn schon reichlich Tinkturen angesetzt hatte aus den Wurzeln. Sie meinte: „Nein, ich hab den Sack ganz vergessen und konnte ihn nicht mehr finden.“ Wow, so viele Wurzeln und dann noch einfach „vergessen“… Mir war klar, dass dies wohl unsere letzte Runde sein wird. Ich fotografierte ein wenig und merkte, dass sie erneut zu graben begann. Ich fragte sie, was sie mache. Sie sagte: „Ich grabe noch ein Salomonsiegel – ich brauch es ja!“ Ich kam näher und sah, dass sie eine Schwalbenwurz grub! Diese Pflanze ist, vorallem in der Wurzel tödlich giftig und führt zu einer Atemlähmung. Sie erschrak und ließ von der Pflanze ab.

Ich bekam Gänsehaut. Die Pflanze hatte ihr eine Lehre erteilt – ob sie es verstanden hat, weiß ich bis heute nicht (wir haben keinen Kontakt mehr). Mir hat es wieder einmal gezeigt, dass wir respektvoll mit unserer Umwelt umgehen sollen. Es ist nicht in Ordnung, einfach nur zu nehmen, ohne sich auch nur eine Sekunde darüber Gedanken zu machen, ob wir das auch wirklich brauchen.


Es gibt die vielblütige Weißwurz und das Salomonsiegel, welche sich sehr ähnlich sind. Die vielblütige Weißwurz hat mehrere Blüten an einer Stelle und duftet nicht – das Salomonsiegel hat je nur eine Blüte an einer Stelle und verströmt einen wundervoll, süßen Duft.

Die vielblütige Weißwurz / Polygonatum multiflorum

Beide Pflanzen sind in ihren oberirdischen Teilen giftig. Verwendet wird ausschließlich die Wurzel (das Rhizom) beider Pflanzen äußerlich. Sie ist eine großartige Heilerin für alle Sehnen, Bänder, Verknotungen, Verdickungen unter der Haut etc. Am besten machst du dir eine Tinktur daraus und verarbeitest sie weiter zu einer Salbe. Sie kann mit Beinwell gemischt in eine Verletzungs-, Sport-, Sehnensalbe eingearbeitet werden.

Im Herbst leuchten die gelben Blätter, der welkenden Pflanze richtig aus dem Waldboden. Oftmals hängen noch die dunkelblauen, giftigen Beeren an der Pflanze dran.

Das Salomonsiegel im Herbst.

Hast du diese magische Pflanze schon entdeckt? Ich wünsche dir eine zauberhafte Zeit im Oktober. Zwei Vollmonde begleiten uns in diesem Monat und bieten uns einen wunderbar kräftigen Raum um heilkräftige Wurzeln zu sammeln ❤

Tinkturen aus Wurzeln selber machen- eine Freude

Die unterschiedlichen Farben der Tinkturen sind so schön!

So sieht es momentan in meinem Kämmerchen aus. Die Tinkturen stehen nur für ein Foto am Fensterbrett – Wurzeltinkturen ziehen bei mir immer im Dunklen aus. Die Farben sind so wundervoll!

Auf dem Bild oben siehst du (von links nach rechts): Baldrian, Beinwell, Braunwurz (Wurzel und Blatt), Blutwurz, Engelwurz (Wurzel und Samen), Salomonsiegel;

Ein Tinktur aus Wurzeln verlangt starken Alkohol. Am besten verwendest du mindestens 60%igen Korn. Und sie braucht eine Weile, bis sich die Stoffe voll und ganz gelöst haben – meine Wurzelauszüge stehen 6 Wochen lang. Zuerst reinigst du die Wurzel, dann schneidest du sie in kleine Stückchen und gibst sie in ein Schraubglas. (1/3 -1/2 ist eine gute Füllmenge) Dann gießt du mit dem starken Alkohol auf und stellst sie an einen dunklen, warmen Platz. Schüttle sie jeden Tag mit guten Gedanken. Ich denke immer bei der jeweiligen Tinktur an ihre Heilwirkungen während des Schüttelns um sie zu aktivieren ❤

Die Beinwell Tinktur frisch angesetzt;

Nach ca. 6 Wochen kannst du sie filtern und in ein dunkles Fläschchen mit Tropfaufsatz abfüllen. Je nach Beschwerden kannst du dreimal täglich ein paar Tropfen im Wasser einnehmen.

Anmerkung: Salomonsiegel, Beinwell und Braunwurz werden nur äußerlich verwendet! Ich verarbeite sie zu Salben weiter.

Die wunderschöne Siegelwurz (Salomonsiegel).

Hast du momentan auch Tinkturen beim Ausziehen? Hast du schon einmal eine heilkräftige Wurzel gesammelt?

Viel Freude dabei und genieß die wunderbaren Herbsttage ❤

Die Blutwurz / Potentilla erecta

Die Blutwurz / Potentilla erecta

Endlich ist sie da – die Zeit zum Wurzeln graben! Diese besondere Zeit im Jahr liebe ich so sehr. Im September und Oktober ist die beste Zeit, um an die tiefen Schätze der Heilpflanzen zu gelangen. Der Grund dafür ist dieser: Wenn die Pflanze versamt und beginnt zu welken, dann zieht sie ihre Kräfte zurück in die Erde – zurück in ihre Wurzel. Darum ist es besser im Herbst zu graben als im Sommer, wenn die Pflanze ihre Säfte und Kräfte im oberen Teil sammelt. Es ist gut, die Plätze deiner Lieblingspflanzen schon im Sommer zu kennen, wenn die Pflanze noch blüht, dann fndest du sie im Herbst schneller um die Wurzel zu graben.

Die Blüte der Blutwurz hat 4 Blütenblätter.

Diese Zeitqualität ist so besonders, denn auch wir dürfen an unsere Wurzeln gehen und uns fragen: Was gibt mir Halt? Was hält mich fest? Was will ich loslassen? Wo will ich tiefer gehen? Wo will ich Wurzeln schlagen?

Wichtig ist beim Wurzelngraben, dass du dir bewusst bist der Pflanze jetzt alles zu nehmen. Das bedeutet: Grabe nur, was du kennst, was du brauchst und soviel wie du brauchst. Wurzeln sind Kraftpakete – man braucht nur sehr wenig um heilkräftige Pulver, Tees, Tinkturen, Öle und Salben herzustellen.

Ein Blutwurzteppich im Wald 🙂

Eine dieser Kraftpflanzen ist die Blutwurz. Sie scheint so zart, denn ihr oberirdisches Auftreten ist winzig und fein. Ihre kleinen gelben Blüten leuchten aus dem Waldboden hervor. Das Rosengewächs wächst gern an sonnigen und trockenen Stellen im Wald. Gräbst du die Wurzel, wirst du erstaunt sein, wie mächtig sie im Vergleich zu Blätter und Blüten der Pflanze ist.

Die Wurzel der Blutwurz – wie ein kleines Alien sieht sie aus 🙂

Der Name kommt vom Inneren der Wurzel, die eine blutrote Färbung aufweist, wenn man sie anschneidet und von ihrer blutstillenden Wirkung. Früher glaubte man, das Pulver der Wurzel hilft die Menstruation anzutreiben und ein Amulett der Wurzel um den Hals getragen, schützt vor allem Bösen. Die Wurzel wurde auch zum Färben von Stoffen und Wolle verwendet – die erzielte Farbe ist ein Gelbbrauner Ton.

Sie ist voll von Gerbstoffen die zuammenziehend wirken. Das kann helfen bei Durchfall, Zahnfleischbluten, Entzündungen im Mund- und Rachenraum und schlecht heilenden Wunden. Du kannst die Wurzel nach dem Sammeln aufschneiden und trocknen für Tee oder Pulver. Wenn du Tee machen möchtest denk daran, Wurzeln auszukochen. Aufgießen alleine ist zu schwach um die Wirkstoffe zu bekommen. Einfacher ist eine Tinktur herzustellen. (Mit mindestens 60% Alkohol, denn Wurrzeln brauchen das um ihre Wirkstoffe herzugeben.) Lass die Tinktur ca 4-6 Wochen stehen, schüttle sie jeden Tag und seihe ab in dunkle Fläschchen. Ein paar Tropfen in einem Glas Wasser einnehmen oder bei Bedarf damit gurgeln.

Das Innere der Wurzel hat eine rote Färbung.

Die Tinktur wirkt auf mich Kraft gebend, vermittelt Stärke und Vitalität. Wenn ich mich sehr schwach fühle, geben mir ein paar Tropfen der Tinktur neue Kraft und Energie ❤

Ich wünsch dir viel Freude, beim Entdecken der heilkräftigen Wurzelpflanzen. Wie ist das bei dir? Nutzt du auch Wurzeln? Welche Wurzeln nutzt du? Was machst du daraus? Alles Liebe 🙂

Der Lavendel / Lavandula angustifolia

Der Lavendel / Lavandula angustifolia

Eigentlich wollte ich dir heute eine heilkräftige Pflanze vorstellen deren Wurzel man verwendet – es beginnt ja jetzt die Zeit zum Graben. Doch da mich heute wieder einmal die Migräne erwischt hat und ich mich schon den ganzen Tag mit Lavendel bedufte, dacht ich mir, ich stell dir mal diese wundervolle Pflanze ein wenig näher vor.

Sie ist auch die Heilpflanze des Jahres 2020 und sie darf nicht auf meinem Blog fehlen. So here we go 🙂

Lavendel ist eine mediterrane Pflanze, die bei uns wild nicht wächst. Du kannst sie allerdings super in deinem Garten oder auf dem Balkon ziehen und wirst lange Zeit Freude an ihr haben. Die Pflanze ist mehrjährig und blüht Jahr für Jahr auf’s Neue. Der Duft scheidet die Geister: manche lieben ihn, manche hassen ihn. Kein Wunder, denn er ist durchdringend und intensiv. Ich liebe den Duft von Lavendel!

Eine beruhigende Pflanze – der Lavendel.

Der beste Zeitpunkt zum Ernten ist der Hochsommer. Im Spätsommer sollte man ihn nicht mehr schneiden, denn er verliert sonst wichtige Kraft für den kommenden Winter. Das tolle am Lavendel im Garten oder auf deinem Balkon ist auch, dass er Fliegen fern hält. Auch Motten hassen den Duft – deshalb hängt man seit jeher ein Säckchen gefüllt mit getrocknetem Lavendel in den Kleiderschrank. (Wer Lavendelduft nicht mag, kann auch Rainfarn verwenden)

Lavendel gehört zur Familie der Lippenblütler und ist voll von ätherischen Ölen. Dieses Öl kann man bei Verbrennungen nach dem Kühlen direkt auf die betroffene Stelle tropfen und es bleiben Brandblasen erspart. Die Wirkung ist unglaublich – ich hab das schon mermals gemacht. Es ist auch für Kinder verträglich, was (in starker Konzentration) bei ätherischen Ölen eine Seltenheit ist. Ich hab meinen Kindern wo sie noch kleiner waren, zum Einschlafen oft einen Tropfen des Öls auf das Kissen gegeben. Sie mochten das sehr gerne. Der Lavendel hat stark entspannende Eigenschaften. Er hilft Ängste, Krämpfe, An- und Verspannungen zu lösen und bringt einen gut ins Land der Träume. Ich hab heuer Lavendelhydrolat gemacht. Das ist wundervoll als beruhigender Gesichts- und Körperspray, als Kissenspray und wirkt unterstützend bei Kopfschmerzen. Ich gebe gern ein kaltes oder heißes (je nach Schmerzart) Tuch mit einem Tropfen ätherischen Lavendelöl auf die Stirn und den Nacken.

Innerlich kann der Lavendel als Tee, Ölauszug oder Tinktur bei Unruhe, Schlafstörungen, Stressbewältigung, Ängsten, Bauchschmerzen, Blähungen und Erkältungen helfen. Das tolle ist, man kann das ganze Jahr den Lavendel nutzen, auch zur Herstellung von Tinkturen, Salben und Hydrolaten, denn in getrockneter Form hat er kaum Einbußen.

Frisch angesetzter alkoholfreier Lavendelauszug.

Auch in Salben verarbeitet oder als Badezusatz ist er toll. Am Besten machst du dir einen Ölauszug, lässt es so als Massageöl oder du machst dir mit ein wenig Bienenwachs eine Salbe daraus.

Wie du ganz einfach eine Salbe machst zeig ich dir hier. (Einfach das Lärchenpech weglassen und als Basisöl den Lavendelölauszug verwenden). Den Ölauszug erstellst du entweder warm (Warmauszug) oder kalt indem du getrockneten Lavendel zur Hälfte in ein Schraubglas füllst und mit Oliven- oder Sonnenblumenöl aufgießt. Drei Wochen an der Fensterbank stehen lassen und jeden Tag gut schütteln.Wie du zuhause ohne Destille eine Hydrolat zaubern kannst zeig ich dir hier.

Auf der energetischen Ebene hilft der Lavendel beim Loslassen. Er löst Verkrampfungen auf emotionaler Ebene und hilft uns das Schwere im Leben hinter uns zu lassen. Zugleich lässt er uns tief ins Innere blicken – immer mit dem Gefühl sicher und geborgen zu sein. Eine wundervolle Pflanze ❤

Ich wünsch dir noch einen entspannten Sonntag Abend und einen guten Start in die neue Woche 🙂

Der Beifuß / Artemisia vulgaris

Der Beifuß / Artemisia vulgaris

Hui, da gehen die Emotionen hoch, wenn ich an diese wundervolle Pflanze denke. Der Beifuß ist einer meiner Verbündeten. Er begleitet mich seit Anbeginn meiner Suche zu mir Selbst in der Natur. Sein Duft ist berauschend – die zerriebenen Blüten haben etwas kampferähnliches und der Duft steigt einem sofort in den Kopf. Dort arbeitet er auch, denn er öffnet das Kronenchakra.

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Die Goldruten (Kanadische und Echte)

Die Kanadische Goldrute / Solidago canadensis

Eines vorweg: Ich liebe die Goldruten! Sie sind für mich pure Sonnenmedizin und sie leiten das Ende des Sommers ein. Jedes Jahr wenn sie zu blühen beginnen, werde ich ein wenig wehmütig. Bei uns in Tirol findet man die Kanadische Goldrute und wesentlich seltener die Echte Goldrute.

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Lärchenpechsalbe selber machen

Die Lärche im November – der einzige Nadelbaum der seine Nadeln alle verfärbt und abwirft.

Die Lärche ist ein wundervoller Lichtbaum. Ich liebe die Ausstrahlung dieses Baumes so sehr! Er ist einzigartig in seiner Art, denn er verfärbt seine Nadeln im Herbst golden, wie seine beblätterten Brüder und Schwestern und wirft danach alle Nadeln ab.

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Der Kräuterbuschen – Bündel binden zum Kräuterweihtag

Mein Kräuterbündel vom letzten Jahr

Die Tradition rund um den Kräuterbuschen ist uralt. Seit Jahrhunderten wird zu Maria Himmelfahrt die Kräuterweihe vollzogen, doch der Brauch wurzelt tiefer. Bereits bei den Kelten und Germanen wurden zu dieser Zeit im Jahr von den Kräuterfrauen, Schamanen und Hebammen die heilkräftigsten Kräuter gesammelt. Die Feste im Kräuterjahr hatten früher kein genaues Datum – man orientierte sich nach dem Mond. So wurden die wertvollsten Kräuter rund um den Augustneumond gesammelt. Jetzt nennt man die Zeit von Maria Himmelfahrt (15. August) bis Maria Namen (8. September) Frauendreißiger. Die Kräuter, die zu dieser Zeit gesammelt werden, sollen die größte Wirkung haben.

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Kräuterwanderungen, Kräuterworkshops und Kräuterkurse in Innsbruck