Schlagwort-Archive: kräuter

Die Königskerze / Verbascum

Die Königskerze / Verbascum – die wunderschönen Blüten

„Gehe aufrecht – bleib mutig.“ Das scheint sie zu sagen – die Königskerze. Sie gehört zur Familie der Braunwurzgewächse. Ihre majestätische Ausstrahlung ist wunderschön! Und sie weiß, dass sie etwas besonderes ist: Man erzählte sich, dass sie um ihre Heilkräfte gebeten werden will! Auch ich hatte ein Erlebnis, dass das bestätigt. Ich wollte unlängst ein paar Blüten einer wunderschönen Königskerze mitnehmen und rutschte unmittelbar vor ihr aus. Sofort dachte ich an die Überlieferungen. Ich bin generell der Meinung, man soll sich auf die Pflanzen vorher einstimmen. Wenn ich alleine bin beim Sammeln, liebe ich es ein kleines Lied zu summen oder ein spontan selbstgedichtetes „Gsatzl“ zu sprechen. Da kamen schon lustige Dinge raus: „Liebes Labkraut sei so fein, heile alle Leiden mein. Heile alle meine Lieben mit deinen frischen Trieben…“ usw.. 🙂 Die Blüten blühen immer nur kurz, dann öffnen sich die nächsten. Du brauchst also etwas Geduld beim Sammeln. Trockne die Blüten schnell, denn sie verderben leicht und bewahre sie in einem Schraubglas auf, denn sonst ziehen sie Feuchtigkeit an.

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Kräuterkunde mit dem Mond / Diabetes Teemischung

Morgendlicher Blick auf den Vollmond Ende September 2018

Zugegeben, ich bin kein Profi was das Gärtnern mit dem Mond angeht. Doch beim Sammeln und Verarbeiten, da versuche ich doch, mich an gewissen Mondphasen zu orientieren, soweit es möglich ist. Ich mache das ganz und gar nicht streng – denn die moderne Realität lässt es oft nicht zu, an genau dem richtigen Zeitpunkt die Zeit zum Sammeln oder Weiterverarbeiten zu haben.

Es heißt, dass man rund um den Vollmond besser keine Heilkräuter sammelt, da sie ganz und gar dem Kosmos zugewandt sind und nicht ihre volle Kraft bei sich haben. Der beste Zeitpunkt, um Kräuter zu sammeln ist rund um den Neumond. Vorallem für Wurzeln hat das Gültigkeit, denn dann sind die Säfte im Inneren. Der Vollmond wiederrum eignet sich gut, um Tinkturen, Öle oder andere Essenzen im Mondenschein aufzuladen. Ich persönlich nutze ihn sehr gerne, um Teemischungen zu erstellen, oder Ansätze (Tinkturen, Öle, etc.) abzufüllen. So hab ich auch heute die ersten beiden Tinkturen dieses Jahres abgefüllt nachdem sie drei Wochen ziehen durften.

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Das Schöllkraut / Chelidonium

Das Schöllkraut / Chelidonium

Das Schöllkraut gehört zur Familie der Mohngewächse und ist leicht giftig. Vor allem der gelbe Milchsaft ist ätzend. Bei Warzen kann man ihn allerdings direkt draufgeben. Es wirkt stark antiviral und kann, verarbeitet in einer Creme, bei Herpes und Papilloma-Viren helfen. Wichtig ist, es immer nur extrem stark verdünnt (homöopathisch) einzunehmen. Auch bei Leber und Augenbeschwerden kann das Schöllkraut helfen. Der Milchsaft darf nie in die Augen kommen! Getrocknet verliert es schnell an Wirkstoffen, etwa nach einem halben Jahr sind die meisten Inhaltsstoffe verflogen. Man findet es auch unter der Schneedecke im Winter, wenn man sich die Plätze gemerkt hat wo es wächst. Es enthält etwa 20 verschiedene Alkaloide und den Wirkstoff Berberin, der sich in Versuchen als krebshemmend erwies.

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Das Fünffingerkraut / Potentilla reptans

Das Fünffingerkraut / Potentilla reptans

Fast magisch zieht es mich zu dieser winzig, unscheinbaren Pflanze momentan hin. Hattest du das auch schonmal, dass eine Pflanze dich ganz stark anspricht? Gehe dem nach, denn die Pflanze kann mit ziemlicher Sicherheit momentan etwas in dir heilen. Die Anwendungsmöglichkeiten müssen nicht unbedingt immer Sinn ergeben, denn eines ist klar: kein Mensch, kein Buch, kein Lexikon weiß alles über eine Pflanze. Wichtig ist natürlich, dass sie nicht giftig ist. Solltest du dich zu einer Giftpflanze stark hingezogen fühlen, dann nimm sie in homöopathischen Dosen ein. Beginne erst mit sehr niedrigen Potenzen und schau, was sich in dir tut. Das ist nur eine Option, ich will hier keine Freigabe für alle Pflanzen, sei es als Homöopathikum oder schon gar nicht in ihrer Reinform geben, denn vieles wird nicht vertragen und oder tödlich giftig! Du machst diese Experimente also immer auf Risiko, dessen musst du dir bewusst sein.

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Weiße Taubnessel – Lamium album

Weiße Taubnessel – Lamium album

Die weiße Taubnessel gehört zur Familie der Lippenblütler und ist eines der besten Frauenkräuter, zusammen mit der Schafgarbe und dem Frauenmantel. Sie kann regulierend bei Problemen im Unterleib wirken und hilft bei gereizten Schleimhäuten die Gesundheit wiederherzustellen. Vor allem die Blüten sind heilkräftig. Sie enthält Schleimstoffe, Gerbstoffe und Saponine. Letztere machen sie auch als Beigabe in Teemischungen wertvoll, denn Saponine unterstützen die Inhaltsstoffe anderer Pflanzen. In der Wildkräuterküche ist sie ein Geschmackserlebnis, denn sie erinnert stark an Champignons und macht sich super in Kräutersalz und Wildkräutersuppen.

Weiße Taubnessel – Lamium album

Um sie haltbar zu machen, kannst du sie trocknen. Am besten du bindest sie zu einem Bündel und hängst sie kopfüber an einem schattigen und gut belüfteten Ort auf. Später kannst du noch Schafgarbe (in Blüte) und Frauenmantel (ebenfalls erst in Blüte) dazu geben und hast einen tollen Frauentee ❤

Der Giersch / Aegopodium podagraria

Der Giersch / Aegopodium podagraria

Der Giersch gehört zur Familie der Doldenblütler. Typisch für den Giersch ist die Dreizahl der Blätter und der gekerbte Blattstiel. Die Blätter kommen im Frühling aus dem lichten Waldboden hervor. Der Giersch ist eine tolle Pflanze für die Wildkräuterküche, denn sein milder, frischer Geschmack passt zu vielen Gerichten. Er enthält viel Vitamin C und Spurenelemente. Die große Stärke des Giersch ist seine harnsäuretreibende Wirkung, das macht ihn bei Gicht zu einem der besten Kräutermittel. (Podagra = Gicht) Andere Namen sind auch Erdholler und Geißfuß. Er wird, wie viele andere Frühlingskräuter auch, hauptsächlich frisch verwendet. Bei Gicht kann eine Kur mit Frischsaft Gutes tun und auch sonst gibt das Kraut neue Kraft nach einem langen Winter. Auch äußerlich als Salbe oder Wickel kann der Giersch bei Gicht helfen und die Schmerzen und Entzündungen lindern. Er reinigt das Blut und gibt Kraft.

Wie du eine Gierschsalbe rührst, die bei Gicht helfen kann, zeig ich dir hier.

Ich wünsch dir ein schönes Wochenende und viel Gesundheit ❤

Der kriechende Günsel / Ajuga reptans

Der kriechende Günsel / Ajuga reptans

Eine erstaunliche Pflanze ist er, der Günsel. Stolz wie eine Kerze, steht er in der Wiese und leuchtet mit seinen lila Blüten aus dem Grün hervor. Er gehört zur Familie der Lippenblütler und wird scheinbar öfters mit der Gundelrebe verwechselt. Wenn du jedoch genau die Pflanzen betrachtest und sie berührst, wird gleich klar, dass sie gänzlich verschieden sind obwohl sie zur selben Familie gehören. Die Gundelrebe schlängelt sich und wirkt sehr beweglich und der Günsel ist starr und strukturgebend.

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Meine Salbenbasics

Wie geht es deinen Händen in der Coronazeit? Meine sehen aktuell so aus:

Das viele Händewaschen macht meiner ansonsten robusten Haut stark zu schaffen. Gerade in diesen Tagen wende ich mich wieder verstärkt meiner Salbenküche zu und hoffe, das baldige Linderung eintritt.

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Das Scharbockskraut – Ranunculus ficaria

Das Scharbockskraut – Ranunculus ficaria

Heute stell ich dir ein kräftigendes Frühlingskraut vor: das Scharbockskraut. Es gehört zur Familie der Hahnenfußgewächse, ist ein toller Vitaminspender im Frühling und es enthält zahlreiche Mineralstoffe. Die jungen Blätter soll man unbedingt vor der Blüte ernten, da die Pflanze nach der Blüte das Alkaloid Protoanemonin bildet und die Blätter leicht giftig und unbekömmlich werden. Die jungen Blätter verwendet man am besten frisch in einem Salat, in Aufstrichen oder im Kräutersalz. Blütenknospen kann man wie Kapern einlegen.

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