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Nerven Tee

Nerven Tee
Johanniskraut, Ringelblume, Ziest, Strahlenlose Kamille, Wiesenlabkraut, Melisse, Klatschmohn

Es gibt wohl kaum etwas das mich so aus der Balance bringt wie Stress. Die Ruhe bleiben, entspannen, durchatmen, Unwichtiges später erledigen etc… all die gut gemeinten Ratschläge helfen mir manchmal nichts wenn ich eben alles Mögliche stämmen muss. Was dann guttut ist ein Tässchen Tee. Ganz kitschig und altmodisch, mit beruhigenden Kräutern drinnen. Und Mutter Natur schaut auf uns – es gibt zum Glück so viele sedative Pflanzen. Ich möchte dir gern kurz die Kräuter in meinem Nerven Tee vorstellen:

Echtes Johanniskraut / Hypericum perforatum

Das „Seelenwiedergutmacher“ Kraut unter den Kräutern! Es ist ein, mittlerweile auch wissenschaftlich anerkanntes, Antidepressivum mit großer Kraft. Die Pflanze ist durch und durch lichtdurchflutet und so vermag sie auch Licht in die dunkelsten Gassen unserer Seele zu lassen. Sie wirkt außerdem antiviral und antibakteriell. Ihre stark entgiftende Wirkung vermag sogar Medikamente unwirksam zu machen. (Auch die Pille)

Ringelblume / Calendula

Die Ringelblume kennst du sicherlich im Zusammenhang mit dem Thema Haut. Du kannst sie auch innerlich anwenden. Sie wird deine Teemischungen nicht nur als Schmuckdroge verschönern! Die Ringelblume ist ein Korbblütler und wie alle Korbblütler hat sie als Thema die Wunden. Innerlich getrunken empfinde ich sie als Seelenwundheiler, der große Kraft besitzt. Sie stärkt und gibt neuen Mut und neue Kraft.

Wald Ziest / Stachys sylvatica

Eine vergessene Heilpflanze die du im Juli im Wald finden kannst. Ich hab diese Pflanze intuitiv in den Nerven Tee getan – ich wusste nur von ihren Wirkungen auf den Körper. Erst im Nachhinein hab ich festgestellt, dass sie gegen Nervenleiden und innere Unruhe gute Dienste leistet. In der Volksheilkunde war der Ziest eine hochgeschätzte Pflanze bei Darmbeschwerden, Zahnfleischbluten, Schwächezuständen und vielem mehr.

Strahlenlose Kamille / Matricaria discoidea

Ein unscheinbares Pflänzchen mit riesiger Kraft. Die strahlenlose Kamille hat ähnliche Heilwirkungen wie ihre Schwester die römische Kamille. Die entzündungshemmenden Eigenschaften sind bei der strahlenlosen Kamille weniger vorhanden. Sie ist ein Neophyt, das bedeutet sie war in Europa ursprünglich nicht heimisch. Was für eine Freude sie hier zu haben! Sie hat einen wunderbar feinen Duft der die Seele beflügelt. Ich empfinde sie als beruhigend, besänftigend und befreiend. Probier es einfach mal aus wie sie auf dich wirkt.

Wiesenlabkraut / Gallium mollugo

Die Labkräuter sind etwas ganz besonderes. Das Wiesenlabkraut findest du im Juni und Juli zuhauf in Wiesen und Waldrändern. Es blüht weiß und verströmt einen wundervollen Duft. Dafür sind die Cumarine zuständig. Es wirkt leicht antidepressiv, beruhigend und nervenstärkend. Maria Treben setzte es sogar in der Krebstherapie ein.

Melisse / Melissa

Ein Gartenkraut ist auch in meiner Teemischung gelandet – die Melisse. Sie wirkt beruhigend, schlaffördernd und krampflösend. Ein Segen bei angespannten Nerven!

Klatschmohn / Papaver rhoeas

Der Klatschmohn hat eine beruhigende, schmerzstillende und schlaffördernde Wirkung. Außerdem sehen die Blüten so wunderschön im Tee aus – auch das tut der Seele gut 🙂

Johanniskraut / Hypericum perforatum

Ich wünsch dir ganz viel Freude beim Entdecken der beruhigenden Kräuter und schick dir Entspannung, Ruhe und Zufriedenheit ❤

Sonnentee

Sonnentee ~
Kanadische Goldrute / Solidago canadensis
Echtes Johanniskraut / Hypericum perforatum

Bei den Namen für meine Teemischungen geh ich, wie auch bei den Zutaten, oft nach meinem Bauchgefühl. So ist auch diese Mischung entstanden. Es ist mein Lieblingstee im Winter, denn er vertreibt ein wenig die Dunkelheit im Innen wie im Außen.

Echtes Johanniskraut / Hypericum perforatum

Das Johanniskraut ist unser stärkstes, wildwachsendes Antidepressivum. Das enthaltene Hypericin wirkt nachweislich gegen leichte bis mittelstarke Depressionen. Wunderbar gegen den Winterblues! Wenn du Johanniskraut über längere Zeit einnimmst, sei dir bitte bewusst, dass es eine so stark entgiftende Wirkung auf die Leber hat, dass es Medikamente unwirksam machen kann. (Auch die Pille!) Ausserdem wirkt es antiviral und antibakteriell.

Kanadische Goldrute / Solidago canadensis

Sie wächst Ende August über und über! Wie reichlich die Natur uns beschenkt. Für viele nur ein lästiges Unkraut, ist sie eine der stärksten Heilpflanzen für die Nieren. Sie spült die Harnwege auf sanfte Art und Weise durch und hilft gestressten Nieren sich wieder zu regenerieren. Als Tee hat sie einen blumigen Geschmack der an verträumte Sommertage erinnert. Schau mal vor deiner Haustür nach – im August und September wächst sie vielleicht auch bei dir 🙂

Ein „Goldrutenfeld“ über der Stadt.

Ich hab mich lieb – Tee

Goldrute, Johanniskraut, echtes Labkraut, Ringelblume, Veilchen Teemischung für die Selbstliebe

Diese Teemischung hat einen starken Bezug zu den Nieren und zu der Haut. Beide Organe sind im Körper zuständig für die Themen Liebe, Beziehungen und Selbstliebe. Der Tee kann ein großer Helfer bei Blasenentzündungen sein.

Die (kanadische) Goldrute – Solidago canadensis – ist eines der größten Nierenkräuter die wir haben. Es wird zwischen der kanadischen und der gewöhnlichen Goldrute unterschieden. Die Heilwirkungen der Pflanzen sind meiner Meinung nach gleichwertig. Die Goldrute spült die Nieren und Harnwege auf sehr sanfte Art und Weise durch.

Das Johanniskraut – Hypericum perforatum – bringt Licht in all deine Zellen. Es wirkt stimmungsaufhellend und beruhigend. Außerdem hat es eine antivirale und antibakterielle Wirkung.

Das echte Labkraut – Galium verum – enthält unter anderem Kieselsäure und Ätherische Öle. Es wirkt unterstützend auf den Lymphfluss und ist ein gutes Blasen und Nierenmittel. Sammle das blühende Kraut – dann ist es am heilkräftigsten.

Die Ringelblume – Calendula officinalis – ist wohl die bekannteste Pflanze wenn es um das Thema Haut geht. Sie wirkt aber auch antiviral, antibakteriell und krampflösend. Sie macht die Haut widerstandsfähiger und gibt Schutz.

Das Veilchen – Viola – ist auch stark mit der Haut verbunden. Vielleicht hast du schon einmal von der Veilchen Salbe nach Hildegard von Bingen gehört? Es wirkt innerlich auch leicht schleimlösend, krampflösend und erweichend.

Goldrute, Ringelblume, Johanniskraut, 
Labkraut, Veilchen Teemischung
Ich hab mich lieb ~ Tee

Blütenöle für Körper und Seele

Heute möchte ich dir zwei meiner liebsten Blütenöle vorstellen:

Johanniskrautöl und Mohnblütenöl

Die Öle sind sehr einfach herzustellen, du brauchst nur ein Schraubglas, Olivenöl und die frisch gesammelten Blüten. Beim Mohnblütenöl hab ich das Glas mit Öl schon dabei wenn ich die Blüten sammeln gehe. Sie sind so unglaublich zart, dass ich sie nicht erst in eine Stofftasche geben möchte. Beim Johanniskraut kannst du das hingegen problemlos so handhaben. Schüttle das Glas gut, sodass alle Blüten mit dem Öl durchtränkt sind. Dann suchst du dir das sonnigste Plätzchen in deiner Wohnung. Entweder direkt am Balkon oder am Fensterbrett. Der Ölansatz sollte ungefähr vier Wochen ziehen. Schüttle das Glas am besten täglich um alle Inhalsstoffe der Blüten an das Öl weiterzugeben. Nach vier Wochen kannst du das Öl filtern und in dunkle Fläschchen abfüllen. Zum Filtern verwende ich ein Wäschenetz, möchte es aber beim nächsten mal mit einem Stück alten Leintuch probieren. Schau drauf das alles sehr sauber ist, nur dann hast du auch lange Freude mit deinen Ölen. Sie halten sich mindestens sechs Monate – meine habe ich immer genau ein Jahr, bis zur nächsten Herstellung.

Wie wirken die Öle?

Johanniskraut – der Lichtbringer

Johanniskraut Hypericum perforatum

Das Johanniskrautöl (auch Rotöl genannt) ist ein wahres Geschenk der Natur. Äusserlich kann es bei der Wundheilung unterstützend wirken. Bei mir hilft es sehr gut bei offenem Nagelbett. Durch meine Arbeit habe ich sehr oft extrem trockene Hände und ein dementsprechend angeschlagenes Nagelbett. Ich massiere abends einen Tropfen vom Johanniskrautöl ein und am nächsten morgen ist die Stelle fast wieder geheilt. Auch bei Herpes wirkt es unterstützend, lindert den Juckreiz und beschleunigt die Wundheilung. Innerlich verwende ich es in sehr geringen Mengen (3 Tropfen täglich) in der Grippezeit. Das Johanniskraut hat eine antivirale Wirkung und stärkt das Immunsystem. Generell tut es gut in der dunklen Zeit, denn es ist ein gutes, pflanzliches Antidepressivum. Es bringt Licht in die Zellen und vertreibt die Dunkelheit. Pass aber auf im Sommer wenn du Johanniskraut eingenommen hast, dann solltest du nicht sonnenbaden da es die Lichtempfindlichkeit der Haut erhöht. Eine Massage mit dem Öl wirkt wärmend, lockernd und leicht schmerzlindernd.

Mohnblütenöl – der Auflöser

Klatschmohn Papaver rhoeas

Das Mohnblütenöl ist ein besonderer Schatz. Ganz subtil entfaltet sich die Wirkungsweise dieses Öls. Ich verwende es in erster Linie äusserlich. Eine Massage mit dem Öl durchflutet und entspannt den Körper. Es wirkt bei mir leicht schmerzlindernd und krampflösend. Bei Verspannungen im Nackenbereich oder überlasteten Beinen tut es richtig gut. Ab und zu nach einem heißen Bad gönne ich mir eine Ganzkörperölung mit dem Mohnblütenöl – ich fühle mich danach unendlich leicht und gelöst, so als würde jegliche Last von mir abfallen. Wie alle Blütenöle die an der Sonne gereift sind, ist auch das Mohnblütenöl voll von gespeichertem Sonnenlicht. Tu dir was Gutes und probier es selber aus 🙂