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Auf der Suche nach Verbündeten

Der Beifuss in Blüte

Ein Gedanke, der mich sehr beschäftigt ist der, der Pflanzenverbündeten. Immer mehr komme ich zu dem Schluss, dass ich nicht sehr viele Pflanzen brauche um mich gut zu fühlen und den Grundstock meiner Gesundheit zu erhalten. Interessant ist auch, dass der Gedanke bei vielen Kräuterkundigen in der Vergangenheit bereits präsent war. Ich merke oft sehr stark, dass es mich zu gewissen Pflanzen hinzieht. Diese Pflanzen lassen etwas in mir anklingen – sie lassen etwas ertönen.

Manche Pflanzen finde ich interessant und bin vom Verstand her fasziniert, was sie doch alles bewirken können. Bei anderen Pflanzen wiederum ist es anders: Ein tiefes Gefühl der Hingabe und Verbundenheit, der Faszination und Liebe erfüllt mich bei ihrem Anblick und ihrem Duft.

Für mich bedeutet das, mich auf den Weg einer langen und spannenden Reise zu begeben – eine Reise auf der Suche nach meinen Verbündeten. Sie begleiten mich ein Leben lang und rücken für mich vieles zurecht.

Wie ist das bei dir? Hast du dir schon einmal darüber Gedanken gemacht? Hast du auch das Gefühl, dass du gewisse Pflanzen hast die fast alles für dich wieder gut machen? Zu welchen Pflanzen fühlst du dich hingezogen?

Der Spitzwegerich / Plantago lanceolata

Der Spitzwegerich / Plantago lanceolata

Der Spitzwegerich ist ein wahrer Menschenfreund. Generell die Wegeriche (auch der Breitwegerich) sind uns sehr zugetan. Sie besitzen zahlreiche Heilwirkungen und wachsen nahezu überall. Der Spitzwegerich gehört zur Familie der Wegerichgewächse. Bereits im frühen Frühjahr, lassen sich die ersten Blätter sammeln.

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Kräuterkunde mit dem Mond / Diabetes Teemischung

Morgendlicher Blick auf den Vollmond Ende September 2018

Zugegeben, ich bin kein Profi was das Gärtnern mit dem Mond angeht. Doch beim Sammeln und Verarbeiten, da versuche ich doch, mich an gewissen Mondphasen zu orientieren, soweit es möglich ist. Ich mache das ganz und gar nicht streng – denn die moderne Realität lässt es oft nicht zu, an genau dem richtigen Zeitpunkt die Zeit zum Sammeln oder Weiterverarbeiten zu haben.

Es heißt, dass man rund um den Vollmond besser keine Heilkräuter sammelt, da sie ganz und gar dem Kosmos zugewandt sind und nicht ihre volle Kraft bei sich haben. Der beste Zeitpunkt, um Kräuter zu sammeln ist rund um den Neumond. Vorallem für Wurzeln hat das Gültigkeit, denn dann sind die Säfte im Inneren. Der Vollmond wiederrum eignet sich gut, um Tinkturen, Öle oder andere Essenzen im Mondenschein aufzuladen. Ich persönlich nutze ihn sehr gerne, um Teemischungen zu erstellen, oder Ansätze (Tinkturen, Öle, etc.) abzufüllen. So hab ich auch heute die ersten beiden Tinkturen dieses Jahres abgefüllt nachdem sie drei Wochen ziehen durften.

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Der Löwenzahn / Taraxacum ruderalia

Der Löwenzahn / Taraxacum ruderalia

Wie selbstverständlich er doch für uns ist – der Löwenzahn. So weitverbreitet, so wenig beachtet, ist er einer unserer stärksten Heilpflanzen. Es gibt ca. 500 verschiedene Arten von Löwenzahn! Er gehört zur Familie der Korbblütler und ist sehr wertvoll für uns Menschen, die ganze Pflanze findet Verwendung in der Kräuterkunde. Zu den Inhaltsstoffen gehören zahlreiche Vitamine, Kieselsäure, Magnesium, Kalzium, Eisen, Inulin, Bitterstoffe u.v.m. Er ist eine wichtige Entschlackungspflanze und bietet sich toll für Frühjahrskuren an. Der Löwenzahn wirkt sich positiv auf Leber, Galle, Nieren und Lymphe aus. Er reinigt das Zwischenzellgewebe und lindert allergische Symptome. Die Wurzel kann geröstet als Kaffeeersatz verwendet werden. Sie enthält viel Inulin und ist somit bei Diabetes ein gutes Wildgemüse. Außerdem wird der Wurzel nachgesagt, bei Brustkrebs als Ergänzung zur schulmedizinischen Therapie sehr hilfreich zu sein.

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Die Heidelbeere / Vaccinium myrtillus (Heute: die Blätter)

Die Heidelbeere / Vaccinium myrtillus

Du denkst dir jetzt vielleicht: Hä? Was will sie denn Ende April mit der Heidelbeere? Doch genau jetzt ist der richtige Zeitpunkt, um ihre Blätter zu sammeln und die sind voller Kraft.

Die Heidelbeere / Vaccinium myrtillus

Die Heidelbeere ist eine uralte heimische Heilpflanze und gehört zur Familie der Heidekrautgewächse. Die saftigen, blaufärbenden Beeren reifen im August und sind eine wahre Delikatesse. Du kannst die Zuchtbeeren nicht mal annähernd mit den Wild Heidelbeeren vergleichen – es ist auch eine andere Pflanze. (Die Zucht Beeren machen auch keine blaue Zunge 🙂 )

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Der Huflattich – Tussilago farfara

Der Huflattich – Tussilago farfara

Heute stelle ich dir eine kleine Frühlingssonne vor: den Huflattich. Er gehört zu den ersten Blümchen, die nach dem Winter im Wald hervorblitzen. Wie kleine Sonnen erhellen die Blüten die Sinne. Ist er verblüht bildet sich das hufeisenförmige Blatt. Er wächst sehr gern auf Ruderalflächen. Der Huflattich gehört zur Familie der Korbblütler und ist eine altbekannte Zutat in Hustentees. Sein lateinischer Name verrät schon viel über seine Heilkraft – tussis ist der Husten. Vor einigen Jahren ist er aus Mischungen verschwunden aufgrund der in ihm enthaltenen Pyrrolizidinalkaloide. Daher wird im Allgemeinen davon abgeraten, ihn wild zu sammeln und zu verwenden. Die Alkaloidmenge ist jedoch eher gering im Vergleich zu anderen Pflanzen, daher lässt es sich meistens vertreten, ihn kurz bei akuter Bronchitis anzuwenden. Am besten nur in Mischungen und nur solange, bis eine Besserung der Beschwerden eintritt. Für eine Teemischung kannst du die Blüten samt Stengel und auch das später kommende Blatt verwenden. Bitte sammle nicht zuviel, den erstens braucht man nur sehr wenig und zweitens ist er mancherorts schon eine Seltenheit geworden.

Der Huflattich – Tussilago farfara

Eine Idee für eine Hustenteemischung:

Huflattich (Blüten und/oder Blätter), Lungenkraut, Eibischwurzel (oder Malvenblüten), Thymian (oder Quendel), Melisse.

Alles zu gleichen Teilen mischen und genießen 🙂

Ein persönliches Hallo :)

Das ist mein allererstes, gesprochenes Video für euch. Ein kleiner Lagebericht sozusagen. ❤️ Ich wollt euch gerne zeigen, was man auf einem kleinen Balkon machen kann, welche Pflanzen mich momentan begleiten und einfach mal Hallo sagen. Die Anleitung zum Hydrolieren findet ihr hier: Hydrolate. Viel Spaß!


Und hier hab ich die vier Schritte für euch festgehalten, um ganz easy Salat am Balkon zu pflanzen.

Ein kleines Hallo

Das Johanniskraut – Hypericum perforatum – Der Seelentröster

Das Johanniskraut – Hypericum perforatum

Du wirst dich vielleicht wundern, warum ich dir jetzt das Johanniskraut vorstelle, obwohl es noch lange nicht Blütezeit hat. Seine Zeit kommt erst im Hochsommer, wenn die gleißende Sonne die stärksten Heilkräuter mit ihrer Kraft beschenkt.

Das Johanniskraut rettet momentan mein Seelenleben. Jeden Abend trinke ich ein oder zwei Tassen und spüre dabei, wie es mich erhält, mich tröstet und mir innerlich wieder Licht schenkt. Es sind schwierige Zeiten, vielen von uns geht es momentan richtig schlecht. Ausgangssperren, Familienstreit, Existenzängste, Ängste um die Gesundheit, etc…

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Die Pestwurz – Petasites hybridus

Die Pestwurz – Petasites hybridus
Die Pestwurz – Petasites hybridus

Du kennst das kleine Alien sicherlich und hast dich vielleicht schon mal gefragt was oder wer es denn ist. Es ist die Pestwurz und sie gehört zur Familie der Korbblütler. Ihren Namen hat sie aus früheren Zeiten, wo sie noch viel verwendet wurde. Man sagte ihr nach sogar bei der Pest zu helfen. Doch heutzutage ist die Magie rund um sie entzaubert. Sie enthält nämlich Pyrrolizidinalkaloide welche die Leber schädigen können und es wird vom Sammeln abgeraten. In der Apotheke sind zahlreiche Pestwurz Präparate gegen Migräne erhältlich. Die dort eingesetzten Pflanzen sind eigene Züchtungen in denen das Alkaloid nicht vorhanden ist. Die Wurzel und die jungen Blätter wirken krampflösend, schmerzstillend und beruhigend. Auch eine antidepressive Wirkung wird der Pestwurz nachgesagt. Die jungen Blätter ähneln denen des Huflattichs, die ausgewachsenen Blätter der Pestwurz im Hochsommer können bis zu einem Meter Durchmesser erreichen! Was für eine bezaubernde Pflanze 🙂

die ersten Wildkräuter

rote Taubnessel und Vogelmiere

Ich bin so happy! Heute habe ich die ersten Wildkräuter gesammelt. Es tut so unglaublich gut wieder frisches Grün in den Händen zu halten. Jedes Jahr freue ich mich so sehr auf den Moment – und wie die schmecken! Die volle Lebensenergie steckt in den kleinen Geschenken 🙂

Wo vor genau einer Woche noch eine dicke Schneedecke lag, blitzen heute schon die ersten Kräuter und Frühblüher aus dem Waldboden heraus. Was ich heute entdeckt habe: Huflattich, Brennessel, rote Taubnessel, Ehrenpreis, Vogelmiere, Leberblümchen, Krokusse, Knoblauchrauke, Hahnenfuss, Lungenkraut, Spitzwegerich, Hirtentäschel und Schöllkraut.

Rote Taubnessel und Vogelmiere haben mich heute so angesprochen, dass ich sie mitgenommen habe. Ich möchte euch die Beiden gerne näher vorstellen:

Rote Taubnessel / Lamium purpureum

Die Schwestern der roten Taubnessel sind die gelbe und die weiße Taubnessel. Im Gegensatz zu den Beiden wird die rote Taubnessel in der Heilkunde kaum gebraucht. Trotzdem hat sie ähnliche Wirkstoffe, vielleicht nur etwas schwächer. Die Taubnesseln sind tolle Frauenkräuter und haben positive Wirkungen auf die Lunge, sind auswurffördernd und wirken antibakteriell. Die rote Taubnessel gehört zu der Familie der Lippenblütler, daher hat sie viele ätherische Öle. Wenn du an der Pflanze riechst, wirst du gleich den aromatischen Geruch vernehmen – Mmmhh. Sie wirkt sich positiv auf das Hautbild aus und hat entzündungshemmende Wirkstoffe. Du kannst sie als Beigabe für einen Wildkräutersalat, gehackt auf ein Butterbrot oder in einer Wildkräutersuppe genießen.

Vogelmiere / Stellaria media

Die Vogelmiere gehört zur Familie der Nelkengewächse. Du bist sicherlich schon tausend Mal über sie gelaufen und hast sie gar nicht bemerkt. So winzig und unscheinbar sind die kleinen Blätter dieser Pflanze. Sie schmeckt ein bisschen wie junger Mais und hat etwas frisch, kresseartiges im Geschmack nur ohne Schärfe. Das Vitalstoffpacket erkennst du ganz leicht indem du den Stengel brichst: Ist ein „Hühnerdarm“ zu sehen (siehe Bild, der schmale Stengel im breiten Teil), handelt es sich um die Vogelmiere. Sie bildet wunderschöne kleine weiße Blüten die wie Sterne aussehen, daher auch ihr anderer Name Sternmiere. Sie enthält reichlich Kieselsäure und Vitamin C, das macht sie für unsere Zellen zu wahrem Gold. Außerdem wirkt sie antirheumatisch und leicht schmerzlindernd. Durch die enthaltenen Cumarine verzaubert sie in ihrem Geschmack! Du kannst sie genau wie die rote Taubnessel in Wildkräutersalaten als Beigabe, in Suppen oder Aufstrichen genießen. Einzig Trocknen macht nicht viel Sinn, denn sie verliert einige ihrer wertvollen Inhaltsstoffe.

Ich wünsch dir ganz viel Freude beim Entdecken der ersten grünen Vitalstoffbomben und beim Genießen in der Natur ❤

PS: Wenn du Lust hast mehr über die Frühblüher und ersten Kräuter zu erfahren, dann ist der nächste Kräuterkurs genau richtig für dich 🙂